Das Zweite Leben des Monsieur Manesquier

 F/D/CH/GB 2002

L' Homme du train

Tragikomödie 31.03.2006 90 min.
7.30
film.at poster

Ein Eloquenter und ein Schweigsamer verbringen ein paar Tage gemeinsam.

Ein Mann (Johnny Hallyday) steigt aus dem Zug. Schauplatz ist eine französische Kleinstadt, die mit ihrem Bahnhof, ihrer Hauptstraße und der Bank aus einem Western zu stammen scheint. Alle Geschäfte sind geschlossen. Der wortkarge Mann aus dem Zug trifft den beredten Manesquier (Jean Rochefort), der mit Erinnerungen lebt, die er in ständigen Klagen ausbreitet. Der Eloquente und der Schweigsame haben jedoch etwas gemeinsam: Sie haben beide eine große Aufgabe vor sich, am Ende der Woche, zur selben Zeit. Der eine Auftrag hat mit dem anderen nichts zu tun, doch die zwei Männer verbringen dennoch einige gemeinsame Tage im großen, heruntergekommenen Haus Manesquiers. (Text: Arte Tv)

Details

Jean Rochefort, Pascal Parmentier, Johnny Hallyday, Jean-François Stévenin, u.a.
Patrice Leconte
Pascal Estève
Jean-Marie Dreujou
Claude Klotz
Cinestar

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Gangster und der Pensionär
    Der Film lebt aus der Spannung der beiden gegensätzlichen Typen heraus. Jean Rochefort, der Grandseigneur des französischen Films, hier als pensionierter Lehrer und Johnny Hallyday, der (eigentlich Altrocker) nicht viele Filmrollen übernommen hat, aber wenn, dann meistens mit sehr eindrucksvoller Wirkung, hier als Bankräuber. Jeder der beiden möchte in die Rolle des anderen schlüpfen.
    Es gelingt Patrice Leconte bravourös diese Transformation glaubhaft darzustellen. Vor allem der mehrdeutige Schluss, der, obwohl eigentlich klar, doch verschiedene Interpretationen zulässt. Es sind zwei Männer, denen die Suche nach dem eigenen, wahren Ich gelingt, und zwar über die Notwendigkeit zur absoluten Ehrlichkeit.
    Damit das intellektuelle Problem nicht zu trocken präsentiert wird, gibt es aber auch taschenphilosophische Aphorismen zum Schmunzeln, wie z.B. „Rache ist die Gerechtigkeit des Unglücks“ oder „Nichts vergisst man so schnell wie den Gärtner“.
    Ein leiser Film, mit sanfter Musik und von Volker Lechtenbrink die sonorste Stimme des deutschen Fernsehens.

  • Der Gangster und der Pensionär
    Der Film lebt aus der Spannung der beiden gegensätzlichen Typen heraus. Jean Rochefort, der Grandseigneur des französischen Films, hier als pensionierter Lehrer und Johnny Hallyday, der (eigentlich Altrocker) nicht viele Filmrollen übernommen hat, aber wenn, dann meistens mit sehr eindrucksvoller Wirkung, hier als Bankräuber. Jeder der beiden möchte in die Rolle des anderen schlüpfen.
    Es gelingt Patrice Leconte bravourös diese Transformation glaubhaft darzustellen. Vor allem der mehrdeutige Schluss, der, obwohl eigentlich klar, doch verschiedene Interpretationen zulässt. Es sind zwei Männer, denen die Suche nach dem eigenen, wahren Ich gelingt, und zwar über die Notwendigkeit zur absoluten Ehrlichkeit.
    Damit das intellektuelle Problem nicht zu trocken präsentiert wird, gibt es aber auch taschenphilosophische Aphorismen zum Schmunzeln, wie z.B. „Rache ist die Gerechtigkeit des Unglücks“ oder „Nichts vergisst man so schnell wie den Gärtner“.
    Ein leiser Film, mit sanfter Musik und von Volker Lechtenbrink die sonorste Stimme des deutschen Fernsehens.