Die schöne Querulantin

 Frankreich 1991

La Belle Noiseuse

Independent 
film.at poster

Die junge Freundin eines Malers inspiriert den seit Jahren inaktiven Künstler dazu, an einem unvollendeten Werk weiterzuarbeiten.

Der Besuch des jungen Künstlers Nicolas und seiner Freundin Marianne (Emmanuelle Béart) bringt Unruhe in das Leben des einst berühmten Malers Frenhofer (Michel Piccoli). Frenhofer lebt mit seiner Frau Liz (Jane Birkin) zurückgezogen auf dem Land, das Malen hat er schon vor Jahren aufgegeben.

Marianne inspiriert Frenhofer, sein letztes, unvollendetes Gemälde wieder hervorzuholen und an ihm weiterzuarbeten. Der Prozess des Schaffens, die Besessenheit des Malers und die Intimität zwischen Künstler und Modell wird zu einer Belastungsprobe zwischen ihm, seiner Frau und Mariannes Freund.

Details

Michel Piccoli, Jane Birkin, Emmanuelle Béart, Marianne Denicourt, David, Bernard Dufour
Jacques Rivette
Igor Strawinsky
William Lubtchansky
Pascal Bonitzer, Christine Laurent, Jacques Rivette, nach Honoré de Balzac

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wahre Kunst
    Es ist ein intellektueller Kampf zwischen dem Maler und seinem Model um die Wahrheit in der Kunst, genauer gesagt die Wahrhaftigkeit. Dabei kann man die verschiedenen Entstehungsphasen des Kunstwerks wunderschön nachempfinden. Von den ersten zaghaften s/w Skizzen bis zum farbigen Gemälde. Da gibt es unterwegs Momente des Zweifelns und der Resignation, augenblickliche Aggression und verkrampfte Lethargie, aber auch eine lockere, entspannte Atmosphäre. Die latent vorhandenen sexuellen Gelüste der Zuschauer und des Künstlers (wahnsinnig beeindruckend Michel Piccoli) kreisen natürlich um den makellosen, nackten, Körper von Emmanuelle Béart. Aber der ist nur Medium bei der Suche nach selbstständiger Individualität. Die Auseinandersetzung und die daraus folgende Erkenntnis finden im Kopf statt. Und als überraschender Geniestreich am Ende kommt sogar der Originaltitel von Balzac ’Das unbekannte Meisterwerk’ voll zum Tragen. Das vierstündige Original muss man sich nicht antun.