Land Mines - A Love Story

 Australia/Afghanistan 2005
Dokumentation 73 min.
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Die Sowjets, die Mujaheddin, die Taliban und schließlich die Amerikaner: Sie alle hinterließen Landminen und schreckliche Sprengsätze auf afghanischem Boden, mit denen die Zivilbevölkerung seit nunmehr 25 Jahren zu leben hat. Das Ehepaar Habiba und Shah wurde von Schützenminen verstümmelt; sie haben beide keine Schulbildung und sind ein trauriges Beispiel für den Zustand, in dem sich ihr Land befindet. Nicht in der Lage, eine Arbeit zu finden, erleben sie die verschiedenen Regimewechsel in ihrem Land in einem Gefühl zwischen Desillusionierung und Hoffnung. Ich kam Anfang 2001 nach Kabul. Ich kannte niemanden in dieser chaotischen Stadt, war alleine und ein wenig verängstigt. Ich hatte all meine Kameras und Ausstattung mit dabei und war dort, um einen bestimmten Film zu machen, mit einem bestimmten Titel. Tags darauf, als man mich durch den Hauptbasar fuhr und meine Gedanken hin- und herjagten, erblickte ich einen Plastikfuß, der unter den blauen Falten einer Burqua hervorschaute - eine Frau saß am Gehsteig und bettelte. Entgegen aller Vorschriften und Vernunft, beschloss ich, dass ich sie kennenlernen wollte. Und so kam es zu diesem Film. (Dennis O'Rourke) In Land Mines - A Love Story sieht man, wie Menschen nach diesem sinnlosen Krieg leben, man sieht Menschen, die jetzt als Krüppel betteln gehen müssen, um über die Runden zu kommen. Und dennoch entsteht da Liebe. Ein ergreifender, wunderschöner Film, der andererseits aber auch gnadenlos zeigt, wie so ein Krieg den «einfachen Menschen» nichts als Leiden zufügt. Aus solchen Filmen kann man Rückschlüsse auf alle anderen Kriege ziehen, die derzeit stattfinden. (Claas Danielsen)

(Text: Viennale 2006)

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Dennis O'rourke
Dennis O'Rourke
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