Lars und die Frauen

 USA 2007

Lars and the Real Girl

Komödie 06.06.2008 106 min.
7.40
Lars und die Frauen

Der liebenswerte Einzelgänger stellt seinen Verwandten eine lebensgroße Sexpuppe als neue Freundin vor, die er tatsächlich für real hält.

Lars Lindstrom (RYAN GOSLING) ist ein schüchterner Einzelgänger, der nicht einmal seinen Bruder Gus (PAUL SCHNEIDER) und seine fürsorgliche Schwägerin Karin (EMILY MORTIMER) an seinem einsamen Leben in einer kleinen Wohnung in der Garage hinter seinem Elternhaus teilhaben lässt. Bis Lars ihnen überraschend seine neue Freundin Bianca vorstellt - für ihn ist sie eine bildschöne Brasilianerin, für Gus und Karin - eindeutig und ohne jeden Zweifel! - eine lebensgroße Sexpuppe aus Silikon! Irritiert holen sie sich Rat bei der Ärztin Dr. Dagmar (PATRICIA CLARKSON) ein, die eine überraschende Diagnose stellt: Lars kann nur geholfen werden, wenn sie und die ganze Gemeinde Lars' Freundin behandeln, als sei Bianca tatsächlich lebendig. Schnell steht die Schönheit im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens, ganz zum Missfallen von Lars, der zwar seinen Mitmenschen immer näher kommt, aber Angst hat, er könnte Bianca verlieren...

Details

Ryan Gosling, Emily Mortimer, Paul Schneider, Kelli Garner, Patricia Clarkson u.a.
Craig Gillespie
David Torn
Adam Kimmel
Nancy Oliver
SenatorFilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Lars und Bianca
    Der Film beginnt als Ulk und wird durch viele komische Situationen immer ernster, ohne dass man sich darüber im Klaren ist. Letztendlich enthält er vielleicht bei näherem Hinsehen sogar eine Message. Hauptdarsteller Lars (Ryan Gosling) ist ein etwas linkischer, aber knuffiger Typ. Alle mögen ihn, aber er verweigert jeglichen privaten Kontakt, auch mit Bruder Gus (Paul Schneider) und Schwägerin Karin (Emily Mortimer). Sprachlosigkeit als er ankündigt ‘Ich habe Besuch. Sie ist nicht von hier. Sie versteht die Sprache nicht. Sie sitzt im Rollstuhl.‘ Er hat sich eine lebensechte Liebespuppe, namens Bianca, gekauft. Jetzt geht ein Zyklus los, den man als Spinnerei abtun oder als Krankheit begreifen kann. Lars hat Wahnvorstellungen. Er behandelt Bianca wie eine lebende Frau. Die Nachbarn frotzeln über ihre Vorzüge: sie ist schweigsam, bleibt immer jung und flexibel. Aber sie spielen alle mit. Der Zuschauer wird in dieses Spiel mit hineingezogen und kann sich wegen der Konsequenz des Handlungsablaufes nicht entziehen. Es kommt zum Streit zwischen Bianca und Lars, der inzwischen von Dagmar (Patricia Clarkson) psychologisch betreut wird. Die Beziehung endet wie im echten Leben. Die Psychologin war erfolgreich (Methode schrittweise Annäherung). Lars trifft Kollegin Margo (ein echtes Mädchen! Originaltitel!) nach der Beerdigung. Gosling spielt den Sonderling perfekt, bis hin zum häufigen Blinzeln. Nicht nur amüsant und skurril. Enthält auch ein Körnchen Wahrheit.

  • Endlich wieder gute Story,T 1
    Ja die Handlung kann man auch gut erzählen:

    Also LARS LINDSTRÖM ist alleine, er hat keine Eltern, die starben damals, er hat nie Kontakt mit Menschen gehabt, er hat nur Kontakt so nötig wie möglich. Jede Berührung tut ihm weh von fremden Menschen, er hat keine Familie, er ist gehemmt und introvertiert aber sehr nett, in der Kleinstadt mag ihn jeder. Er hat einen Bruder GUS der vis a vis wohnt, der ihn wiederum auf seinem Grundstück wohnen lässt in der Garage, was LARS reicht. Die Wohnung verlässt er nur wenn er in die Arbeit geht oder in die Kirche. GUS ist mit KARIN verheiratet.

    Alle Versuche, den schüchternen, zurückgezogenen Komiker aus seiner eigens gewählten Isolation zu locken, ist natürlich sehr schwierig. So sehr sich GUS und KARIN auch bemühen, LARS will und kann seine Bruchbude nicht verlassen, obwohl er unter seiner Einsamkeit mehr leidet, was die wenigsten bemerken, er will auch nicht dass die Leute dass sehen und mit ihm Mitleid haben. Er hat eine Kollegin, die einige Annäherungsversuche macht, so ne süße MARGO, und die sind eher für ihn nicht so gut, die erschrecken ihn eher, als dass sie ihm helfen. Eine Veränderung des Zustands ist nicht in Sicht, bis ihm ein Kollege im Internet eine Website zeigt, auf der RealGirls angeboten werden – anatomisch korrekte, lebensgroße Sexpuppen, deren Aussehen man selbst bestimmen kann. In Lars arbeitet es und wenig später bringt die Post ein Paket.

    GUS und KARIN fallen aus allen Wolken, als Lars ihnen seine neue Begleitung vorstellt. Vor ihnen steht BIANCA, LARS bezeichnet sie als attraktive, halb dänische und halb brasilianische Missionarin im Rollstuhl, die sich eine Auszeit genommen hat, um die Welt richtig kennen zu lernen. In Wahrheit allerdings ist Bianca eine der RealGirls, eine nach eigenen Wünschen angefertigte Puppe in Lebensgröße. Zaghaft versuchen Gus und Karin Lars darauf hinzuweisen, dass seine Freundin, nun ja, nicht echt ist. Doch Lars interessiert dies scheinbar nicht. Für ihn ist Bianca real - und seine Freundin.

    GUS und KARIN sind mit der Situation reichlich überfordert, denn der Verdacht liegt nahe, dass LARS nun endgültig den Verstand verloren hat. Ärztliche Hilfe ist von Nöten und so überredet man Lars zusammen mit Bianca zu Dr. DAGMAR BERMAN zu gehen. Natürlich unter dem Vorwand, man wolle sicher gehen, dass sich der plötzliche Klimawechsel vom sonnigen Brasilien in den Winter des Mittleren Westens nicht nachteilig auf Biancas Gesundheit auswirkt. Doch GUS und KARIN erhoffen sich von der erfahrenen Psychologin Klarheit über Lars’ Geisteszustand. Und so untersucht Dr. BERMAN nicht nur BIANCA, sondern auch LARS. Allerdings ist ihre Diagnose nicht ganz das, was Gus und Karin erwartet haben, denn Dr. BERMAN ist der Ansicht, dass die beiden tatsächlich so tun sollen, als ob Bianca eine reale Person sei. Sie erklärt den beiden, dass man Lars nur dann behandeln könne, wenn man auch BIANCA behandelt.

    Ja so alles was mir einfällt über den Film:

    Ja ich finde dass Ryan gosling ein guter Schauspieler ist, meine Freundin findet das gleiche, und nach der Story, 105 Minuten hat die gedauert oder so, war ich der Meinung, dass diese Story was ich hier im Film sah dass erste Mal so eine war. Ich habe noch nie einen Film gesehen in dem sich ein Mann in eine Puppe verliebt, schade dass die nicht aufblasbar wäre, da hätte man wenigstens Spaß. Eigentlich ist so ne Puppe viel besser als deine echte Puppe, denn die redet nicht, keift nicht, ist nicht zickig, braucht keine 3 Pumps im Monat um 500 € geht nicht Tagelange einkaufen, täuscht keinen Orgasmus vor, du brauchst Ihr den Friseur nicht zahlen, sie nicht füttern, kannst sie die Stiegen runterschmeißen ohne dass du dann dafür Schadenersatz zahlen muß, wenn deiner Freundin 18 Rippen brechen.

    Sehr gut gespielt - Teil 2
    Du kannst Domino spielen, also die männliche Form von Domina, deine Freundin schreit auch nicht wenn du sie quälst und wenn sie dir am Nerv geht kannst du sei in die Waschmaschine stecken, wo sich dann meine Freundin immer aufregt, weil es da eng und nass ist, was ich nicht verstehe, denn ich liebe eng und nass, nicht immer,
    aber .. ja egal.

    Der Film fängt eigentlich langweilig an, aber nach der Mitte ist die Sau raus und die Geschichte wird zu einer einfühlsamen sehr gut inszenierten Story, wo eigentlich nicht mehr klar erkennbar ist, ob es sich bei Bianca um ne echte Frau handelt oder um eine Puppe. Was mir an dem Film nicht so gefallen hat, ist dass das ganze ein Märchen ist, denn in der Realität wird so einer als Spinner ausgelacht und nicht gefördert in seinem Wahn, in Wirklichkeit landet der mit Handschellen am Fischmarkt und nicht in der Kirche beim Pfarrer wenn er sie heiraten will oder so, ja kommt nicht vor, aber so ungefähr geht es zu. Die Dynamik was er dadurch erreicht ist gigantisch und hat es in Seiner Kleinstadt noch nicht gegeben, die Leute kamen sich näher, ohne ihm nicht so möglich, denn auch hier in der Kleinstadt ging man sich aus dem Weg.

    Die Mimik der Puppe ist natürlich nur einseitig, aber was mich wundert, irgendwann kommt der Zeitpunkt wo du für die Puppe Partei ergreifst, der Film wirkt wie eine Droge, echt unverständlich und dass finde ich gut, denn so wird die Kunst zur Realität. Das Gesehen zum Greifbaren. Der Film ist auf keinen Fall so eine belanglose saublöde, trotzdem lustige, Fäkalkomödie die ich sehr gerne mag, sondern eine intelligente, mit überraschenden Wendungen was ich wieder sehr gut finde. Denn der Film zeigt nicht nur neues, sondern eigentlich auch sehr viel ungewohntes, er spielt mit den Charakteren der Leute, und hat auch so viel Feingefühl dass er nie eine Person verarscht, sich nie lustig macht über einen Menschen und immer höchstes Verständnis entgegenbringt, selbst den komischsten Subjekten, und was wichtig ist, dass ganze funktioniert wie die größte Selbsthilfegruppe der Welt.

    Bei den Satellite Awards 2007 wurde Lars and the Real Girl in vier Kategorien nominiert: Beste Hauptdarsteller – Komödie/Musical (Mortimer und Gosling), Film und Originaldrehbuch. Das National Board of Review vergab den Preis für das beste Original-Drehbuch ex aequo an Nancy Oliver und ihre Autorenkollegin Diablo Cody (Juno). Übrigens, die Puppe Bianca wurde dem Film vom Unternehmen Abyss Creations aus Kalifornien zur Verfügung gestellt.

    Übrigens der Film der in 31 Tagen um 12 Millionen US $ gedreht wurde, ja Ryan Gosling der Lars spielt, liest seiner Puppe aus dem Buch von Don Quijote vor. Was witzig ist, die 6.000 US $ Puppe, kein Scherz, wurde auf Realität geprüft. Wie? Nun ja, in einem Lokal, Sonnengläser, Bauchredner, ja da gibt’s viel, jedenfalls einige wollten sie einladen und einer hat tatsächlich am Klo mit heruntergelassener Hose gewartet, weil er dachte, die hat Sex mit ihm, echt irre.

    Ja der Film ist überzeugend, echt süß, er hat eine gute Kameraführung, Ryan Gosling dürfte ein guter Schauspieler sein, denn er kann das ganze recht gut rüberbringen, auch wenn das ganze weit von der Realität her ist, aber er und alle passen hervorragend, alle haben die richtigen Rollen und ich finde, es gehören mehr solche guten Filme her. Er ist natürlich nicht so witzig wie man sich denkt, und im Titel geht es um Lars und die Frauen, also Mehrzahl und im Film mischt sich eine Margo ein.

    Ja ich kann mit gutem Gewissen 85 von 100 vergeben.

  • sehr nett
    Ein sehr netter Film, der grundsätzlich ein ernstes Thema behandelt, aber dabei trotzdem unheimlich lustig ist. Manche Szenen sind einfach ein Traum (z.B. die mit der Blume).