Le Surréalisme

 
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In der Reihe 'Paris im Film' darf auch der Surrealismus nicht fehlen. Wie das moderne Paris und der Film selbst sind auch die Surrealisten Kinder der Jahrhundertwende.

Programm: Le Surréalisme (93 min.)
Nicht zufällig entstand der moderne Surrealismus in Paris, denn sowohl die Künstlichkeit (schöner Schein) als auch das absurde Denken sind mit dieser Stadt kausal verbunden. Nirgendwo sonst überlagern sich die verschiedenen Schichten des Bewußtseins der Stadt so dicht wie in Paris, wo das Alte und das Neue eine merkwürdige Symbiose eingegangen haben. Zu den unauflösbaren Rätseln der surrealistischen Bild- und Kinomagie gehören auch jene surrealistischen Filmversuche von Luis Buñuel, Man Ray und Jean Cocteau, die auch als Zeugen der damaligen Pariser Kunstszene und des ausschweifenden Künstlerlebensstils gelten.

L'Étoile de Mer (1927/28)
Frankreich. 20 min. SW. 16 mm. (stumm)
Regie: Man Ray
Man Rays poetischer Film vom allegorischen "Seestern" ist nach dem gleichnamigen Gedicht von Robert Desnos entstanden.

Le sang d'un poète (1930)
Frankreich. 55 min. SW. 16 mm. (OF) Regie: Jean Cocteau
Mit: Lee Miller, Pauline Cartin, Odette Talazac, Enrique Rivero
Jean Cocteau war ein Multitalent innerhalb der Modernen Kunst. Das Blut eines Dichters war ein Privatauftrag des Vicomte de Noailles, der bereits die verstörenden Kurzfilme von Luis Buñuel und Man Ray produzierte. Obwohl eine geistige Verwandtschaft mit den Surrealisten um André Breton bestanden hat, bestritt Cocteau stets einen direkten Einfluß auf seine Filmarbeit. Vielmehr adaptierte Cocteau den magischen Surrealismus für seinen eigenen Stil, der zum Ausdrucksmittel für visuelle Poesie wurde.

La première nuit (1957)
Frankreich. 18 min. SW. 35 mm.
Musik: Georges Delereue. (ohne Dialoge)
Regie: Georges Franju
Franjus kurze Dokumentarfilme gehören zu seinen schönsten und wichtigsten Werken. Unabhängig vom nostalgisch-subtilen Ton der wortlosen Erzählung kann man diesem poetischen Film jedoch die Bewunderung für seine kunstvollen und ausdrucksstarken Bildarrangements nicht versagen.

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