Leaving Las Vegas

 USA 1995
Drama 111 min.
7.60
Leaving Las Vegas

Der erfolglose Drehbuchautor Ben kommt nach Las Vegas um sich zu Tode zu trinken. Da begegnet er der Prostituierten Sera.

Ben ist am Ende. Als Drehbuchautor sind ihm die Ideen ausgegangen, seine Frau hat ihn verlassen, der Alkohol zerfrißt ihn. Er kratzt seine letzten Ersparnisse zusammen, steckt sein Haus in Flammen und fährt nach Las Vegas.

Dort mietet er sich in einem billigen Motel ein und beschließt, sich zu Tode zu trinken. Doch dann trifft er sie. Fast hätte er die attraktive Prostituierte Sera über den Haufen gefahren, doch die beiden erkennen schnell, daß sie verwandte Seelen sind. Sie hält ihn nicht von der Flasche ab, ihm scheint es egal, daß sie Nacht für Nacht mit anderen Männern schläft. Und sie beschließen, ihr Leben gemeinsam zu verbringen, so als könnte jede Minute ihre letzte sein.

Nicolas Cage wurde für seine großartige schauspielerische Leistung mit dem "Golden Globe" und dem "Oscar" ausgezeichnet. Die Musik zum Film stammt vom Ex-Roxy Music-Mitglied Mike Figgis selbst und von Sting.Filmladen Wien

Details

Nicolas Cage, Elisabeth Shue, Julian Sands, Richard Lewis, Steven Weber, u.a.
Mike Figgis
John O´Brian

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Leaving this world
    Das tragische Liebesdrama zwischen der Hure Sera (Elisabeth Shue) und Ben einem suizidalen Alkoholiker ist erschreckend realistisch und emotional beeindruckend. Das waren noch Zeiten, als Nicolas Cage mit seinem schauspielerischen Talent punkten konnte. Und das hier ist seine beste Rolle. Elisabeth Shue ist aber ebenso großartig.
    Mike Figgis hat eine äußerst sensible Psychostudie von zwei Charakteren abgeliefert, die sich trotz aller unvereinbaren Gegensätze brauchen. Es ist eine obsessive Beziehung, die letztlich auf einen Antagonismus zwischen Liebe und Alkohol hinausläuft. Sera vertritt die absolute Liebe, die bedingungslos liebt, und den Untergang des Geliebten akzeptiert. Ben hingegen torkelt zwischen seiner Absicht, sich zu Tode zu saufen und den aufkommenden Liebesgefühlen hin und her. Erstaunlich, was hier so konsumiert wird. (Sogar unter Wasser!) Das ist wahrlich keine Werbung für die Alkoholbranche.
    Das Umfeld der beiden wird kurz und treffend geschildert. Hier beeindruckt vor allem Julian Sands als Seras Zuhälter. Er versinnbildlicht die Gewalt in dem Milieu, in dem sich Sera und Ben bewegen. Sie ziehen sich dann aber in ihr eigenes Universum zurück, wo es tiefe Gefühle und echte Nähe gibt.
    Es ist beachtenswert, dass es im Kampf zwischen Liebe und Alkohol zwei Sieger gibt. Seras Liebe bleibt unerschütterlich und Ben bleibt bei seinem Vorsatz. Ganz groß! Jeder Preis ist hier berechtigt.