Left Foot Right Foot

 CH/F 2013
Drama 105 min.
6.80
film.at poster

Die 19-jährige unscheinbare Marie, kaum ihrem jugendlichen Alter entwachsen, fliegt wie ein Schmetterling auf Luxus und Pailletten. Ihr Leben gerät durcheinander, als sie den 45-jährigen Olivier, einen reichen Diskothekenbesitzer kennen lernt. In seinem Umfeld erliegt sie dem schnellen Geld, ohne zu wissen, wo sie ihre Füsse hineingesetzt hat. Ihr Freund Vincent, ein Skater, 21 Jahre alt und immer abgebrannt, der sich um seinen autistischen Bruder Mika kümmert, weiß nichts davon, bis . . .

Details

Nahuel Perez Biscayart, Agathe Schlencker, Dimitri Stapfer, Stanislas Merhar, Mathilde Bisson
Germinal Roaux
Denis Jutzeler
Marianne Brun, Aude Py

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Erwachsen werden schwierig
    Eine traurige Großstadtballade, in der Marie und Vinzent versuchen In der Großstadt über die Runden zu kommen. Ohne Ausbildung ist die Auswahl nicht gerade groß. Vinzent (Nahuel Pérez Biscayart) jobbt mal hier mal da, wenn es sein muss und hat trotzdem Schulden. Freundin Marie (Agathe Schlenker) versucht sich als Hostess in einer Bar. Das geht aber in Richtung Prostitution. Beide reden nicht mit einander. Vinzent merkt, Marie hat plötzlich Geld. Ihre Situation wird zusehends belastet durch Vinzents dementen Bruder Mika (unglaublich echt Dimitri Stapfer), um den sich Vinzent rührend kümmert.
    Die fehlende Kommunikationsfähigkeit, der schwer berechenbare Kampf ums Überleben und die Leichtgläubigkeit der jungen Leute werden ihnen zum Verhängnis. Marie will wieder aussteigen und holt sich eine im doppelten Sinne blutige Nase, Mika rastet aus und zertrümmert die Wohnungseinrichtung, Marie schickt ihn in einem Taxi in ein Hotel. Der Versuch Mike wieder einzufangen misslingt. Er flüchtet auf einen Telegraphenmasten…
    Alle drei treffen sich im Krankenhaus wieder. Eine wortlose Umarmung!
    Anstatt die Tragödie weiter auszumalen sehen wir z.B. nach Mikas Sprung die drei fröhlich tanzend in einer Disko. Das wirkt nicht erheiternd, verdeutlicht eher ihre Hilflosigkeit. Sie wissen nicht, wie sie durchs Leben gehen sollen. Etwa indem sie einen Fuß vor den anderen setzen? Und damit sie die nicht verwechseln, steht es auf den Turnschuhen: Linker Fuß, Rechter Fuß.
    Eindrucksvolle in s/w komponierte Bilder werden von einem unaufdringlichen Soundtrack unterstützt. Lange wortlose Passagen regen zum Nachdenken an. Bleibt nur noch der Wolf, dem Vinzent ganz unverhofft mehrmals begegnet… Der ist weder Freund noch Feind. Er wartet nur und passt irgendwie ins Bild. Ist etwa in der Großstadt der Mensch dem Menschen ein Wolf!? Großartig!