Lemon Tree

 Israel /D/F 2008

Etz Limon

Drama 01.01.2009 106 min.
7.40
Lemon Tree

Die Zitronenbäume im Garten einer Witwe in einem palästinensischen Dorf geraten ins Visier der Personenschützer des israelischen Verteidigungsministers.

Die verwitwete Salma (Hiam Abbass) lebt in einem palästinensischen Dorf in der Westbank. Als der israelische Verteidigungsminister auf der anderen Seite der "grünen Linie" ein Haus baut, geraten Selmas Zitronenbäume ins Visier der Personenschützer. Die Pflanzen stellen eine Gefahr da, da sie Terroristen verbergen und Bodyguards bei ihrer Arbeit behindern könnten. Salma engagiert daraufhin den jungen Anwalt Ziad Daud (Ali Suliman). Die Frau des Verteidigungsministers, die mit dem politischen Aufstieg ihres Mannes immer einsamer und unglücklicher geworden ist, fühlt sich immer stärker zu Salma hingezogen. Als Salma eine Liebesbeziehung mit Daud beginnt, verbietet ihr der Ortschef 'unmoralische Handlungen'.

Details

Hiam Abbass, Doron Tavory, Rona Lipaz-Michael, Ali Suliman u.a.
Eran Riklis
Suha Arraf, Eran Riklis
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  • Der Zitronenkrieg
    Regisseur Eran Riklis hat für seine Landsleute im Nahen Osten ein Lehrstück gemacht. Dabei kommen sowohl die Israelis als auch die Palästinenser zu Wort. Die Machtpolitik von Israel steht im Gegensatz zur althergebrachten Ordnung einer traditionell gewachsenen Agrarstruktur. Wunderbar eindrucksvoll verkörpert in der wohl bekanntesten Schauspielerin des Nordafrikanischen Raumes Hiam Abbass. Sie demonstriert sowohl tiefe Trauer und stille Wut, aber auch Angst vor der eignen Courage und gelegentliches Aufblitzen von Hoffnung. Man sieht, obwohl natürlich die Staatsmacht obsiegt, dass es letztlich, wenn es so weitergeht, keinen wirklichen Gewinner geben kann. Eine Mauer ist keine Lösung, obwohl sie Israel in der Realität ja wirklich gebaut hat. Beide Seiten werden von ihr in Mitleidenschaft gezogen: sowohl diejenigen, die sich durch sie schützen, als auch die, vor denen sie Schutz bieten soll. Bemerkenswert ist, dass es wiederum die Frauen sind, die gefühlssicher für eine Verständigung eintreten.
    Eine gutgemachte politische Vision ohne Übertreibung und dicht an einer möglichen Realität.