Let's make Money

 A 2008
Dokumentation 31.10.2008 ab 0 90 min.
7.50
Let's make Money

Filmemacher Erwin Wagenhofer folgt in seinen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem

Nach 'We Feed the World', der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In 'Let's make MONEY' folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein - ob wir wollen oder nicht. Die Bank speist unser Guthaben in den globalen Geldkreislauf ein. Möglicherweise verborgen Banken, Versicherer oder Pensionsfonds unser Geld auch an einen Spekulanten. Wo unser Schuldner lebt und was er tut, um uns die Zinsen zu bezahlen, bleibt im Verborgenen. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: 'Lassen Sie ihr Geld arbeiten!' Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.

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Erwin Wagenhofer
Helmut Neugebauer
Erwin Wagenhofer
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User Kritiken

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    Kann man den Film empfehlen?
    Ja, weil er hochinteressante Einblicke in globale Zusammenhänge gibt.
    Nein, weil er dramaturgisch nicht optimal aufbereitet ist - man braucht etwas Geduld beim zusehen.

    Zugegeben der Film hat Schwächen.
    Das Tempo ist sehr gemächlich.
    In der ersten halben Stunde dachte ich mir - die Suppe ist etwas dünn.
    Wenn man es gut meint, kann man sagen die vielen Pausen in Form von
    entspannenden Landschaftsaufnahmen helfen, das gesagte zu verarbeiten.
    Später ist es aber immer interessanter geworden.
    z.B. wenn man den amerikanischen Hitman sprechen hört, dessen Aufgabe es war Volkswirtschaften in Entwicklungsländern zu ruinieren.
    Oder die Auswirkungen der Spanischen Immobilienkrise sieht:
    riesige unbewohnte Siedlungen in Meeresnähe mit Golfplätzen & Schwimmbädern, die allesamt von Pensionsfonds finanziert wurden.
    Oder wer profitiert eigentlich von den Steueroasen wie z.B. Jersey, Cayman Islands,...

    Die Vorgänge und Auswirkungen der Finanzwirtschaft sind so komplex, daß man in einem Film kaum mehr als diese Mosaiksteine bringen kann.
    Es waren immerhin einige sehr interessante dabei.

    Ich finde es wichtig mehr und immer wieder über die Auswirkungen zu zeigen, denn was hier passiert sind riesengroße Ungerechtigkeiten, von denen wir auch selbst profitieren.

    Filmtechnisch und vom Unterhaltungswert gibt es sicher Dokumentationen die leichter rein gehen, aber das Engagement in diesem Bereich "aufzudecken" und Bewußtsein zu schaffen muß mein einfach unterstützen.

  • Na ja!
    Hab den Film gestern gesehen und muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht!
    Der Film besteht hauptsächlich aus Untertiteln, ohne irgendwelchen zusäthlichen Erklärungen, man muss sich schon ein bisschen in der Materie auskennen, um Zusammenhänge zu begreifen!
    Die Zuseher in meiner Vorstellung:
    Interessierte ältere Leute (50+), die auch am Ende der Vorstellung noch interessiert dreinschauten; die MIttleren(30 - 50), die mir ziemlich irritiert erschienen, weil sie sich anderes erwartet hatten und die Jungen, die entweder die Vostellung vorzeitig verließen, gelangweilt tratschten und kicherten, oder seelig entschiefen!
    Alles in allem: INterssantes Thema, leider für den Durchschnittsmenschen schlecht aufbereitet - SCHADE!!!!

    Re:Na ja!
    Also scheinbar entstammst du der Generation KinobesucherInnen, die nur mit Alle-2-Sekunden-geschnittenen und 100 db zugedröhnten Filmen was anfangen können, bei denen Worte nicht mehr notwendig sind, da es scheinbar nur um LSD-Trip-ähnliche Reizüberflutungen geht, so kann eigentliche Passivität nämlich nicht mehr langweilig werden.
    Traurig, dass du deine Spezies als Durchschnittsmenschen bezeichnest. Ich kann nur hoffen, dass du dich irrst!