Literatur im Bild: Die Frau im Fenster

 
Dokumentation 
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Insgesamt zehn Folgen wurden in der Reihe LITERATUR IM BILD zwischen 1973 und 1975 produziert und ausgestrahlt. Redakteurin war Rosemarie Kern, die Philosophie und Germanistik studiert hatte, und sich mit dieser Reihe als Literaturspezialistin des ORF etablierte. Sie wählte nicht nur erzählende Literatur, sondern auch unabgeschlossene Buchprojekte und Sachbücher zur Bearbeitung aus. Vor allem formal war die Reihe LITERATUR IM BILD sehr offen und ermöglichte vom Genre Fernsehshow über didaktische oder dokumentarische Formen bis zu konventionelleren Verfilmungen die verschiedensten Formate. DIE FRAU IM FENSTER selbst ist ein widersprüchliches Produkt, ein Film im Geist der Nouvelle Vague, ohne Dialoge, voller Verve und Charme, Jugendlichkeit und Frische ausstrahlend. DIE FRAU IM FENSTER ist aber auch ein Dokument aus einer Zeit, als sich das Fernsehen noch nicht vollkommen darüber klar war, welche Geschichten es wie erzählen wollte. Die Sendung scheint sich zwischen drei Medien zu bewegen, nämlich der Literatur - entlang der Erzählung Eisenreichs; des Films - quer durch die von Wolfgang Lesowsky gestalteten Bilder einer Literaturverfilmung, die hier von neuem Laufen lernen; und schließlich des Fernsehens selbst, das uns einerseits als ein journalistisches Medium gegenüber tritt, andererseits als staatstragendes Organ, wenn etwa der damalige Unterrichtsminister Fred Sinowatz zu Eisenreichs Literatur Stellung nimmt. (Sylvia Szely)

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