Little Buddha

 GB/F 1993
Drama, Biografie 140 min.
6.00
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Bernardo Bertolucci erzählt in seinem opulenten Spielfilm von der Suche nach der Reinkarnation des Buddha.

Neun Jahre nach dem Tod seines Lehrmeisters erhält der buddhistische Mönch Lama Norbu (Ruocheng Ying) per Telegramm die Nachricht, dass dessen Reinkarnation gefunden wurde. Brüder des buddhistischen Dharma-Zentrums in Seattle halten den achtjährigen Amerikaner Jesse Conrad (Alex Wiesendanger) für die Wiedergeburt des weisen Lama Dorje. Freudig macht sich Lama Norbu auf den Weg von Bhutan nach Seattle um Jesse kennen zu lernen.

Obwohl anfangs verblüfft und ablehnend, lauscht schon bald die ganze Familie Conrad den Erzählungen des Lama und lässt sich in die buddhistische Lehre einweisen. Er erzählt die Geschichte des Prinzen Siddharta (Keanu Reeves), der vor 2500 Jahren alle Reichtümer hinter sich ließ, um ein asketisches Leben zu führen und schließlich, auf dem Höhepunkt seiner Askese, zum Buddha wurde.

Ob Jesse tatsächlich die Wiedergeburt des Buddha ist, kann nur in Buthan festgestellt werden. Zusammen mit zwei anderen Kindern soll sich Jesse in Lama Norbus Kloster einer Prüfung unterziehen.

Voller Neugier, aber auch ein wenig besorgt macht sich die Familie auf den Weg in eine fremde Kultur...

Details

Keanu Reeves, Ruocheng Ying, Chris Isaak, Bridget Fonda, Alex Wiesendanger, u.a.
Bernardo Bertolucci

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Drei kleine Lamas
    Zwei Filme in einem: die Suche nach einem neuen Dalai Lama und die Lebensgeschichte von Buddha, dem Erwachten. Letzteres ist eine farbenprächtige Legende mit Keanu Reeves als Titelfigur. Da kann man schon mal mit Animation tricksen oder zur Verdeutlichung mit Rot- bzw. Gelbfilter arbeiten. Das ist bunt, aber nicht spannend und so unterhaltsam wie ein Gottesdienst. Mönche aus Bhutan finden parallel dazu den kleinen Jesse in Seattle. Die Einwände der Eltern (Bridget Fonda, Chris Isaak) sind recht lau und seltsam distanziert. Rasch ist Vater Conrad und Sohn Jesse im Himalaya. Am Ende präsentiert Bertolucci gleich drei Kinder als Kandidaten. Wir sehen viel Folklore, bunte Volkstänze mit wenig Handlung. Und wenn man an die Reinkarnation nicht glaubt, bleibt man ohnehin außen vor. In Wirklichkeit beinhaltet das Testverfahren der kleinen Kandidaten mehr als nur einen Hut zu erkennen. So plätschert die aktionsarme Handlung an der Oberfläche dahin, dass es für echte Buddhisten ärgerlich sein muss. Von dieser wunderbaren Religion erfahren wir Küchenweisheiten wie ‘Ist die Saite zu straff, zerreißt sie. Ist sie zu schlaff, kann man nicht darauf spielen.‘ Außerdem entdeckt der junge Buddha auf seiner Reise des Erwachens das Mitleid.
    Im Kloster breitet sich ratlose Stille aus. Man hofft auf ein baldiges Ende, doch es folgt noch ein ewig langer Appendix an Langeweile. Warum Mrs. Conrad beim finalen Segelturn wieder schwanger ist, bleibt die Frage in dieser Doku-Soap.