Little Miss Sunshine

 USA 2005
Komödie 01.12.2006 99 min.
7.90
Little Miss Sunshine

Auf der Reise nach Kalifornien zur Wahl der kindlichen Schönheitsköniginnen wächst trotz aller Komplikationen ein chaotischer Familienclan zusammen.

Die außergewöhnliche Komödie Little Miss Sunshine ist eine Mischung aus tragikomischer Familiensatire und Roadmovie. Die sieben Jahre alte Olive hat einen großen Wunsch: Sie möchte an einem Schönheitswettbewerb für Kinder, genannt «Little Miss Sunshine», teilnehmen. Ihr Traum wird wahr, als plötzlich ihre größte Konkurrentin nicht antreten kann. Der Rest der Familie sieht sich dadurch vor erhebliche Probleme gestellt: Dem Vater, einem erfolglosen Motivationsguru, fehlt das nötige Geld für den Flug, der Nietzsche lesende Bruder möchte lieber alleine zu Hause bleiben, und Onkel Frank hat gerade einen Selbstmordversuch hinter sich - beste Voraussetzungen für einen Familienausflug von Albuquerque ins sonnige Kalifornien. Little Miss Sunshine startet mit einer rasanten Montage-Sequenz, in der die Mitglieder der Mittelstandsfamilie Hoover einzeln eingeführt werden: Ob Mutter Sheryl, Vater Richard oder Sohn Dewey - sie alle verfolgen eigene Lebensziele und existieren in eigenen Lebenswelten. Überkreuzen sich ihre Wege, explodiert die Gefühlsbombe. Erst als Olive zum Schönheitswettbewerb zugelassen wird, sind die Figuren gezwungen, sich denselben Raum zu teilen: nämlich die Sitzreihen des schrottreifen Familienfahrzeugs. Die Aussage kommt durch die Hintertür: die Atomisierung der Gesellschaft als Ergebnis des ungebremsten Wettbewerbs- und Konkurrenzdenkens. Der Weg zur Miss-Wahl ist das eigentliche Ziel - auf dem Highway zur Mitmenschlichkeit. All das ist nur sentimental, wenn unbedingt notwendig, und funktioniert auch als politischer Kommentar: In einer Sequenz versucht der Großvater den pubertierenden Dewey vom Elternstreit abzuschirmen, indem er den Fernseher einschaltet. Der Bub blickt auf und stellt das Gerät ab: Zu sehen war eine Rede von Präsident Bush. (Markus Keuschnigg/Viennale)

(Text: Viennale 2006)

KURZKRITIK

Der Weg ist das Ziel - ein Motto, das sich diese Tragikomödie zurecht auf ihr Banner heften kann. Die Fahrt im altersschwachen VW-Bus birgt nicht nur körperliche Kraftakte - Stichwort: Wer sein Auto liebt, der schiebt - sondern auch emotionale Anstrengungen in sich. Doch die Reise lohnt sich, denn endlich angekommen, erwartet einen eine höchst vergnügliche Persiflage auf das Kinderschönheitsköniginnen-Business. Ein Film zum Lachen, zum Weinen und wieder zum Lachen!
(Judith Gruber)

Details

Steven Carell, Toni Collette (Sheryb| Greg Kinnear,Alissa Anderegg, Alan Arkin
Jonathan Dayton, Valerie Faris
Mychael Danna, Devotchka
Tim Suhrstedt
Michael Arndt
CentFox

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • echt nett - Teil 1
    Handlung:

    Toni Collette ist keine schöne Frau aber eine gute Schauspielern, wirkt auch gut als sie im Krankenhaus erklärt das EDWIN HOOVER (Alan Arkin) gestorben ist, und das noch dazu als die Familie die eh schon chaotisch ist, und so ne Art Osbournes Nr. 2 ist, nach Kalifornien zum Schönheitswettbewerb der kleinen OLIVE fährt.

    Ich finde das SHERYL gut in die Rolle passt, und Ihr Mann RICHARD (Greg Kinnear) ist ne Nervensäge. Gemeinsam mit dem schweigsamen, fünfzehnjährigen Sohn Dwayne, der erst wieder sprechen will, wenn sich sein Wunsch, Testpilot bei der Airforce zu werden, erfüllt hat; dem unkonventionellen Großvater, der gleichzeitig Trainer von Olive ist, dem suizidgefährdeten, homosexuellen Onkel Frank und ihren Eltern macht sich das pummelige Mädchen auf den Weg durch die amerikanische Wüste.

    Ach ja, der Film wurde vom Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris gemacht, Werbefilmer, das ist hier Ihr Regiedebut und es wurde nett.

    Ein bisschen über Film und meine Meinung:

    Ja der Film verdient glaube ich ne gute Kritik, er ist so richtig nett, ein kleiner Sonnenschein belebt den leicht langweilig anspruchsvollen Film. Ein Kind was sonst. Kinder sind ja immer der Sonnenschein außer wenn sie sich um 3 Uhr in der Früh ankotzen oder in die Hose machen und einen ganzen Stadtteil vollstinken. Toni Collette spielt ja die Mutter und ich muss sagen gar nicht mal so übel, die ist nämlich so herrlich richtig kaputt irgendwie aber sehr nett, und wenn die mal anfängt zu streiten ist sie wie jede Frau, einfach nur lästig, und man muss ihr nachgeben, die steigt ja sonst nie wieder zu dir ins Bett.

    Der Vater Greg Kinnear ist auch nicht übel, so ein typischer Nörgler. Dauernd keppeln, und irgendwie so richtig wie eine Nervensäge, der Typ könnte Politiker werden. Und das Mädchen tritt in die Fußstapfen von Dakota Fanning, überhaupt Ihre nicht gespielte sondern meiner Meinung nach echte Freude, als sie erfährt das sie zu einem Schönheitswettbewerb darf, und ja die ganze Familie rast nach Kalifornien deswegen.

    Da ist ja noch der Sohn Dwayne, sieht aus wie ein Punk, hat wegen Friedrich Nietzsche vor 9 Monaten ein Schweigegelübde gemacht bis er auf die Airforce Schule darf, haßt alle Menschen auf der Welt, überhaupt seien Familie, mag keine Freude und ist ständig ruhig und ja, der ist irgendwie ne Bereicherung, auch wenn er ner Topfpflanze ähnlich ist.

    Der Film ist so was wie eine Klassische alte 50 er Jahre Hollywoodkomödie, obwohl er nicht so lustig ist wie die herrlichen Fäkalhumorfilme der letzten Zeit, aber trotzdem ist er witzig und zwar intelligent witzig. Diese ganzen gescheiterten Existenzen im Film werden von richtig netten und guten Darstellern dargestellt. Der alte Vater gefällt mir am besten, der Vater von Richard, Kinnear, der ist ständig Fickgeil und ist ungefähr so wie der Großvater vom kleinen Arschloch, und ja er war mal früher so was wie ein Nazi glaube ich.

    Ein bisschen Road Movie, ein bisschen Feel Good Movie, ja er ist nicht übel der Film, man hört was vom Seniorenheim, man sieht was von einem Schwulen der in der Klinik war wegen der Liebe zu einem Studenten, und witzig, zu Hause brüllen sich alle nieder hier müssen sie Hunderte Kilometer im Auto fahren und sich zurecht finden.

    Irgendwie ist der Film auch ein bißchen dramatisch, man hat die Verbindung von alter Generation zu neurer abgewrackter Generation. Und ja der Vater, meine Güte, dauernd redet er der süßen Olive drein, sie will bestellen, weiß nicht was, in Ihrer Kindlichkeit entschuldigt sie sich bei der dicken wartenden Kellnerin, der Vater meint, sie soll das nicht tun, Entschuldigen ist ein Zeichen von Schwäche und wieder einer seiner Zurechtweisungsvorträge. Und ja er belehrt gerne Leute, er erzählt jedem was, das er nicht wissen will, und in Olive hat er ne gute Zuhörerin und die ist ja neugierig, Richard will dauernd quatschen, und die Mutter will Richard am liebsten töten, so ne richtige Mutter halt.

    Einfach süß - teil 2
    Die hat so ne Antiautoritäre Erziehung drauf, alle können alles machen, so New Age Mist in dem Independentfilm, das Olive die kleine keine Massenmörderin a la Freddy Kruger wird, ist dann ein Wunder. Eine Mutter die nicht erziehen kann, ein alter Geiler Bock, ein Onkel der in der Psychoklinik war, der Vater ein Nörgler, die Tochter ursuüß, ja und der Erstgeborene Sohn ein Trottel.

    Na ja, auch interessant, das nach diversen Videoclips die die beiden Regisseure mit diesem Roadmovie ihren ersten Langspielfilm abliefern. Er sollte, gestartet mit 7 Kopien, nach etwas über einem Monat in mehr als 1000 Kinos, zum Überraschungshit in den USA avancieren.

    Der Film erinnert mich an ¿The Royal Tennenbaums¿, auch so lauter Chaoten, nur war der Film hier nicht so langweilig wie der Tennenfilm. Leider ist der Film auch nicht so lustig wie erwartet, obwohl alle Ihr Ding gut machen, und das ganze einen intelligenten feinsinnigen Humor hat. Und ja, aus 8 Mille Budget wurden 59 Mille Gewinn in den USA, auch was seltenes, noch dazu bei so einem Independent Movie eben.

    Übrigens Frank im Film, also der Schauspieler hat Robin Williams und Bill Murray ausgestochen, ja ist eh gut.
    Finde ich nicht übel. Übrigens das Hühnchen das die Typen in Albuquerque essen im Restaurant Dinah´s Fried Chicken ist falsch, denn die Kette gibt es nur in Südkalifornien. Übrigens am Ende, wieso geht die Sonne in Neu Mexiko, das liegt östlich von L.A., unter mit Blick auf Osten, das bei Kalifornien liegt, obwohl die sonne im Westen untergeht, und nicht wie hier im Osten.

    Cool war der Bus den die Familie Hoover da gehabt hat, so ein richtiges altes Mistding. Ach ja, Little Miss Sunshine wurde auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt. Bereits im Januar 2006 zeigte man den Film auf dem sich auf Independentfilme konzentrierenden Sundance Film Festival, wo er mit Standing Ovations gefeiert wurde. Fox Searchlight Pictures kaufte auf diesem Festival für zehn Millionen US-Dollar die Rechte für den Film. Dies soll der bis dahin größte Betrag in der Geschichte des Festivals gewesen sein, für den die Rechte eines Films erworben wurden. Fox begann daraufhin mit einer großen Werbekampagne.

    Fazit:

    Nett, einfühlsam, skurill, überraschend, 100 Millionen weltweit mit den DVD Rechten hat er bald.

    80 von 100

  • Ich bin sehr zufrieden
    Sympathisch, witzig, charmant - einfach ein netter Film mit feiner Aussage. Grandios gespielt (vor allem die little Miss Sunshine) und ungewöhnlich nah am Leben - aber nur so nah, um auch noch unterhaltsam zu bleiben. Auch Fans der Serie 24 werden einmal schmunzeln müssen. Die Musik gefiel. Gute Laune wollen? Film anschauen tun!

  • super Film!
    Sehr zu empfehlen, dieser Film; auch auf englisch sehr gut zu verstehen. Tolle Schauspieler, lustiges, chaotisches und verrücktes roadmovie.

    Re:super Film!
    naja lustig schon, aber nicht unbedingt neu von der aussage her. das ende ist wohl das witzigste seit längerem...