Love Streams

USA, 1984

Drama

Cassavetes' letztes Meisterstück, zugleich das sperrigste, verschrobenste, tief drinnen auch unversöhnt-grausamste Werk seines Schaffens.

Min.141

Menahem Golam und Yoram Globus, als Produzenten ganz die alte Studio-Schule, wollten sich mit ihren mühsam erwirtschafteten Chuck-Norris-Millionen ein wenig gesamtkulturellen Respekt kaufen: So gaben sie Cassavetes carte blanche für einen Film unter drei Millionen Dollar. Daraus wurde Love Streams, Cassavetes' letztes Meisterstück, zugleich das sperrigste, verschrobenste, tief drinnen auch unversöhnt-grausamste Werk seines Schaffens. Die Geschichte - neurotischer Schriftsteller mit einem Harem voller Nutten hat eine inzestuös aufgeladene Beziehung zu seiner eher mehr als weniger hysterischen "very happy person" von Schwester - ist mal verwegen, mal struppig, mal perversionslustig und immer gut für eine Wendung ohne Morgen. Die bruchfreudige Verstiegenheit der Inszenierung reicht von abrupten Schwarzfilmfermaten bis hin zur glorios vulgärmodernistischen Gesangsnummer. Das Werk eines Mannes, der über den Tod schon mehr wusste, als er wollte.

(Text: filmmuseum)

  • Schauspieler:Gena Rowlands, John Cassavetes, Seymour Cassel, Diahnne Abbott, Al Ruban

  • Regie:John Cassavetes

  • Autor:John Cassavetes, Ted Allen

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