Magere Zeiten

 GB 1984

Private Function

Komödie 94 min.
6.60
Magere Zeiten

In der nahrungsknappen Nachkriegszeit wird ein heimlich gezüchtetes Schwein in einer englischen Kleinstadt von einem Fußpfleger entführt, der es aber nicht über sich bringt, das Tier zu töten.

Fleisch ist Mangelware im England der Nachkriegszeit. Deshalb ist der Fußpfleger Gilbert Chilvers auch einigermaßen überrascht, als er in seinem Heimatdorf durch Zufall ein gemästetes Borstentier in einem wohlgehüteten Versteck entdeckt. Während der unbeholfene Gilbert noch zögert, ergreift seine Frau Joyce die Initiative und stiehlt das Vieh. Doch die Sau wird bald schmerzlich vermisst und und die Schlacht um das Schwein nimmt ihren wilden Lauf...

Details

Michael Palin, Maggie Smith, Denholm Elliott, Richard Griffiths, Pete Postlethwaite u.a.
Malcolm Mowbray
John Du Prez
Tony Pierce-Roberts
Malcolm Mowbray, Alan Bennett

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Sau im Haus
    Eine großartige Darstellerriege macht diese Gesellschaftssatire zum Genuss. Michael Palin spielt unaufgeregt, im Gegensatz zu Maggie Smith, die viele Facetten ihres Könnens zeigt, nicht zu vergessen die leicht demente Oma (Liz Smith), um nur drei zu nennen. Außerdem bietet die Ausgangssituation jede Menge Möglichkeiten durch neue Komik gute Unterhaltung zu bieten. Dazu gehören die allgemein üblichen Gehässigkeiten unter Nachbarn sowie der Versuch sich von ihnen zu unterscheiden mittels gesellschaftlichen Aufstiegs.
    Das Einzigartige, typisch Britische kommt in drei Szenen besonders gut zum Ausdruck: (Michael Palin) der einzige Fußpfleger der Filmgeschichte im Einsatz, während Madame Pralinen genießt. Dann die Lösung des Problems auf dem Weg vom lebenden Schwein zu Wurst und Schinken: das Schlachten; nachdem vergasen und vergiften ausgeschieden waren. Aber auch die sonderbarste Liebeserklärung beim Aufmalen einer Naht auf die Wade, damit es aussieht, als ob die Frau Nylonstrümpfe trage - ein Zeichen für Wohlstand oder die drei ’Wangen’. Die Dialoge sind voll von unterschwelligem, leisem Humor wie z. B. bei der Vorbereitung des Dinners in diesen ’mageren Zeiten’ „Es sind 250 Gäste und Jesus ist nicht unter ihnen.“ Der deutsche Titel ist griffiger als der des Originals, denn der ist völlig unverständlich.
    Kann man sich immer wieder mal anschauen.