Mah nakorn (Citizen Dog)

 Thailand 2004
Romanze 100 min.
film.at poster

Der junge Thailänder Pod verlässt sein Heimatdorf, um nach Bangkok zu gehen und in einer Thunfischfabrik zu arbeiten. Als er durch einen Unfall einen Finger verliert, versucht er, ihn wiederzufinden, und klappert alle Supermärkte nach der bewussten Dose ab. Schließlich verlässt er die Fabrik und wechselt zu einem Sicherheitsdienst. Pod verliebt sich in Jin, die im selben Gebäude wie er arbeitet. Sie träumt davon, ihr Leben zu ändern, und trägt als Symbol dafür einen kleinen Roman in einer Sprache mit sich, die sie noch nicht versteht. In einer Stadt, die sich ständig verändert, muss die Beziehung zwischen den beiden erst wachsen, um zu bestehen. Citizen Dog, nach Tears of the Black Tiger der zweite Spielfilm von Wisit Sasanatieng, ist eine Liebesgeschichte im Bangkok der kleinen Leute und erzählt vom alltäglichen Kampf um das Recht auf Glück in einer Welt, in der Geld und Aufstieg alles bedeuten. Citizen Dog ist ein Liebesfilm aus dem Armenviertel, erzählt in einer Mischung aus hemmungslosem Melodram und postmodernem Pastiche von der Beziehung eines Fließbandarbeiters und einer Putzfrau, in ultrasatten Farben, prächtigen Bildern und weltferner Romantik. Citizen Dog demonstriert, wie gewaltige Bildwelten geschaffen werden: Da wächst ein Berg aus gesammelten Plastikbechern über die Skyline Bangkoks bis zum Mond. Ein Motorrad-Taxifahrer wird von Sturzhelmen erschlagen, die bei einem unerklärlichen Wolkenbruch den Himmel rosa färben. Und dazwischen klagt ein kettenrauchender, quartalsaufender Teddybär sein Liebesleid. (Christoph Huber)

(Text: Viennale 2005)

Details

Mahasmuth Bunyaraksh (Pod), Sanftong Ket U tong (Jin), Sawatwong Palakawong (Yhod), Pen-ek Ratanaruang (Erzähler)
Wisit Sasanatieng
Amornpong Maetakunvudh
Rewat Prelert
Wisit Sasanatieng

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • TIPP
    Not to be missed!
    Es gibt beim ersten Blättern in der Viennale-Filmliste immer ein paar Filme, bei denen mir sofort klar ist - den darf ich nicht verpassen.

    Wisit Sasanatiengs herrlich kitschiges, groteskes und witziges "Tears of the Black Tiger" bei der Viennale 2001 hat aus mir spontan einen Fan des thailändischen Kinos gemacht - obwohl man es als solcher durchaus schwer hat. Selten genug, dass sich eine thailändische Produktion in heimische Kinos verirrt. Mit ein Grund, das ganze Jahr auf die Viennale zu warten (und die Daumen zu drücken...).

    Geduld wird belohnt - hier folgt der nächste Streich von Regisseur
    Sasanatieng (und vielleicht kann ich mir bei der Gelegenheit auch endlich den Namen des Regisseurs so aktiv merken, dass ich nicht jedesmal auf
    "Sasa...äh..." zurückgreifen muss, wenn ich jemandem von "Tears of the Black Tiger" erzähle... ;-)

    Laut Pressetext ist "Mah Nakorn" nicht ganz so exaltiert wie sein Vorgänger - ich darf, glaube ich, trotzdem gespannt sein...