Sierra Charriba

 USA 1965

Major Dundee

Western 136 min.
6.80
Sierra Charriba

Major Dundee kommandiert im amerikanischen Bürgerkrieg ein Gefangenenlager. Als Indianer eine nahegelegene Ranch überfallen, stellt Dundee eine Strafexpedition zusammen.

"It's not my country, Major. I damn its flag and I damn you. And I would rather hang than serve." Major Dundee ist ein grandioses Epos des Scheiterns, von Zensorenscheren gekürzt und ums Gewicht der Akzente gebracht. Dennoch mutet Major Dundee immer noch wie brutal flackernder Fieberwahn und wie ein moderner, kranker Reflex auf John Fords alten Apachen-Verfolgungs-Western Rio Grande an - Geschichte, die sich im tropischen Jenseits der mexikanischen Grenze in andere Geschichten verliert, in unwägbare Zeiten, erhitzte Labyrinthe, perverse Schauder und absurde Heroismen. (H.T.)

Peckinpah starb, bevor der Film rekonstruiert werden konnte. 2005 gelang eine Teilrestaurierung, die die tragische Dimension von Dundees Charakter unterstreicht. Insgesamt zwölf Minuten des vom Studio gekürzten Materials sowie die von Peckinpah angestrebte Filmmusik wurden in den Film eingefügt.

(Text: Österreichisches Filmmuseum)

Details

Charlton Heston, Richard Harris, Jim Hutton, James Coburn, Senta Berger, Warren Oates, Mario Adorf, u.a.
Sam Peckinpah

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Verfolgungsjagd
    Die aufwendige Mühe der Restauration dieses Films hätte man sich sparen können. Die Welt wäre keineswegs ärmer ohne ihn. Viele Szenen besitzen die Helligkeit der sprichwörtlichen ’Neger im Tunnel bei Nacht’. Hollywood Größen der 60er Jahre agieren mit dem üblichen Pathos, hölzern und steif, allen voran Charlton Heston. Dazwischen als optischer Aufheller die damals dralle Senta Berger, die zwischen Frust und Liebeserwachen hin und her schwankt. Die Handlung windet sich recht kryptisch zwischen allen möglichen Fronten hindurch, während sich immer deutlicher Langeweile breit macht. Es gibt die üblichen Zutaten, wenn es um die Suche nach einer anführenden Rothaut geht. So sehen wir unterwegs allerdings kaum Highlights und selbst das unbefriedigende Ende verpufft wie Rauch im Wind. Für uns bleibt lediglich die kleine Rolle von Mario Adorf im Gedächtnis mit seinem unverkennbaren Gesichtsausdruck.
    Vielleicht wurde ja auch nur deshalb so viel weggeschnitten und wieder hinzugefügt, weil die Handlung doch allzu offen und vage blieb. Das verleitet vielleicht zum Herumdoktern. Selbst die unterschiedlichen Titel zeigen, dass man sich nicht auf eine Hauptperson einigen konnte. Nur für Westernfans!