Mammuth (2010)

 F 2010
Tragikomödie 01.10.2010 ab 12 92 min.
6.10
Mammuth (2010)

Ein berührender und zugleich skurril-komischer Film mit einem Gerard Depardieu, wie man ihn noch nie gesehen hat: Als gealterter, voluminöser Rentner mit Rockermähne bis zum Motorradsattel.

Die letzten Jahre hat er im Schlachthof Schweine zerlegt - nun ist er Rentner. Und weil ihm wichtige Arbeitsnachweise von früher fehlen und ihm daheim die Decke auf den Kopf fallt, startet Mammuth (Gerard Depardieu) auf seinem alten Motorrad, einer Munch-Mammut aus den 70er Jahren, die ihm einst zu seinem Spitznamen verhalf, eine Reise zu seinen ehemaligen Arbeitsstellen. Dieser Trip fuhrt den gutmutigen Riesen zurück in seine Vergangenheit und lasst ihn die traurige Wahrheit spuren, dass er von niemandem jemals wirklich ernst genommen wurde - bis heute. Als er aber seine junge Nichte, die hübsche Künstlerin Miss Ming (Miss Ming), wieder trifft, die ihm die Poesie und Schönheit des Lebens aufzeigt, beginnt er völlig neue Seiten am Leben und an sich selbst zu entdecken. Und Mammuth erinnert sich an seine erste Liebe Yasmine (Isabelle Adjani)...

Details

Gerard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Miss Ming, Benoît Poelvoorde u.a.
Benoit Delépine, Gustave Kervern
Gaëtan Roussel
Hugues Poulain
Benoit Delépine, Gustave Kervern
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ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Rentner als Biker
    An diesem Film ist alles sonderbar und eigenartig komisch. Das beginnt beim äußeren Erscheinungsbild des Antihelden Serge (Gérard Depardieu). Der ist schwer fettleibig und trägt überlanges Haupthaar. Im Oberstübchen ist der Rentner eher etwas schlicht geraten und steht unter der Fuchtel seiner mürrischen Gattin Catherine (wie immer ist Yolande Moreau Spitze). Er fährt mit seinem Motorrad (Marke Mammut) los, um sich fehlende Arbeitsbescheinigungen zu beschaffen.
    Man kann sich an Depardieu nicht satt sehen und genießt die sonderbaren Situationen, in die er gerät (z.B. Massenweinen im Restaurant). Dabei trifft er auf eine Reihe von Figuren, die alle nicht so ganz knusper sind, wie seine Nichte Solange (Miss Ming). Für sie sehen die Wolken wie eine ‘Strativarus‘ aus. Mit ihrem Auftritt entfernt sich die Handlung etwas von der Realität. Der eigentliche Grund für Serges Reise gerät zur Nebensache und es wird immer grotesker. Durch die schrittweise Einführung von Serges verunglückter großer Liebe (die Adjani als wunderschöner, blutiger Geist) geht der Qualitätslevel nach oben. Diese Rückblenden sind grobkörnig, etwas unscharf und verwackelt. Serge trägt ein biblisches Gewand und kehrt heim. Als Epilog angehängt verblüfft uns das Ende. Das ist das Sonderbarste, das es geben kann. Das war einfach nicht zu erwarten. Serge wird akademisch?! Grotesk halt.