Masters of Horror: Cigarette Burns

 USA 2005
Horror 56 min.
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Jimmy Sweetman ist ein Experte im Aufstöbern alter, obskurer Filme. Als der verschrobene Millionär Bellinger ihm ein Vermögen bietet, um den berüchtigten Film La Fin absolue du monde zu finden, willigt er ein, wenn auch gegen besseres Wissen - wurde dieser Film doch nur ein einziges Mal der Öffentlichkeit gezeigt und versetzte damals sein Publikum in einen unvergleichlichen Mordrausch. Je näher Sweetman seinem Ziel kommt, desto mehr wird er selbst in den Bann dieses legendären Films gezogen, der jeden zu vernichten droht, der sich ihm auch nur ansatzweise nähert. Die erste Hälfte von Sweetmans Suche nach dem fatalen Stück Filmstreifen erinnert noch an die europäischen Agentenfilme aus den 60er und 70er Jahren. Doch dann folgt aus dem Nichts der erste Paukenschlag: Noch ohne übersinnliche Einwirkung verliert eine Frau ihren Kopf, was der bis hierhin nur faszinierenden Reise Sweetmans eine erschreckende Komponente verpasst. Von diesem Zeitpunkt an werden seine Entdeckungen und Gespräche immer unwirklicher, und es scheint fast, als hätte sich um diese einzige Kopie des verteufelten Films ein weltweites Netzwerk aus Intrigen und rivalisierenden Gruppierungen gespannt. Was Cigarette Burns vor allem auszeichnet, ist die unglaubliche Ernsthaftigkeit, mit der Carpenter seine surreale Geschichte inszeniert: Selbst den Splatter-Showdown mit philosophischem Einschlag setzt er so in Szene, dass dieser bestenfalls noch befreiendes Lachen zulässt. Und auch wenn es merkwürdig anmutet, dass Carpenter seinen selbstreferenziellsten Film über die Macht des Kinos ausgerechnet mit einer für das Fernsehen produzierten Arbeit abliefert, sollte man sich mit dieser Frage nicht zu lange aufhalten, sondern sich für eine Stunde guten Horrors begeistern. (Christoph Petersen)

(Text: Viennale 2006)

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Norman Reedus, Udo Kier u.a.
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