Max Manus

 N 2008
Drama, Biografie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 113 min.
7.30
Max Manus

Aufwendig produziertes Heldenepos eines schwierigen Kapitels norwegischer Zeitgeschichte.

Die wahre Geschichte des Widerstandskämpfers Max Manus, der sich gegen die deutsche Besetzung seiner Heimat während des Nationalsozialismus auflehnt.

Details

Aksel Hennie, Agnes Kittelsen, Nikolai Cleve Broch, Ken Duken u.a.
Joachim Ronning, Espen Sandberg
Trond Bjerknes
Geir Hartly Andreassen
Thomas Nordseth-Tiller

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Norwegens ganzer Stolz
    Die Norweger sind stolz auf ihren Widerstand gegen die Nazibesetzer und das dokumentieren sie mit diesem Film. Deshalb werden Zeitdokumente eingeblendet. Anfangs sind die Jungs raufende Kindsköpfe, die allmählich zu echten Widerstandkämpfern werden. Aksel Hennie überzeugt in der Titelrolle. Er beweist im Einsatz Mut und erleidet in persönlichen Beziehungen mit Tikken (Agnes Kittelsen) zunächst einmal Schiffbruch. Die generelle Frage nach dem Widerstand an sich und daraufhin folgende Vergeltungsmaßnahmen werden erörtert. Durch den Blutzoll der Zivilbevölkerung und den Einsatz der Mädels vor Ort wird die Spannung immer größer. Dazu trägt aber auch nicht unerheblich der deutsche Gestapo-Mann Fehmer (Ken Duken) bei. Er sprüht vor Gefährlichkeit. Das bekommt auch seine arische Geliebte Solveig (Viktoria Winge) zu spüren. Ihr Spagat zwischen Matratze und Nationalstolz wird erwähnt, aber nicht überstrapaziert. Das Bombenlegen geht glatt wie Glyzerin, fast etwas zu glatt, aber auch Verrat ist im Spiel und so kommen die meisten um. Natürlich endet der Film mit einer Siegesparade und militärischer Ordensverleihung durch den König. Doch zuvor treffen sich Max und Fehmer im Gefängnis – jetzt in vertauschten Rollen: ein respektvolles Shake-hands. Die Wirklichkeitsnähe wird auch noch durch die Frage, Was machen Helden nach dem Krieg? unterstrichen. Max hat kein Geld, keine Ausbildung und keinen Job. So endet ein Idealist. Bleibt nur der Suff, wenn es Tikken nicht gäbe. Eine spannende Geschichtslektion. Gelungen.
    Trotz alle Brutalität - ohne die es ja nicht geht – bleibt der menschliche Aspekt nicht unberücksichtigt. Ein nationales Dokument.