Miss Universe 1929 - Lisl Goldarbeiter. A Queen in Wien

 A/NL 2006
Dokumentation 70 min.
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Wien, 1929. Lisl, Tochter der kleinbürgerlichen Familie Goldarbeiter, wird Miss Austria, nachdem ihr Cousin Marci - der Lisl glühend verehrt - sie auf eigene Faust zum Bewerb angemeldet hat. Im selben Jahr wird die 20-jährige Wienerin zur Vize-Miss Europa und schließlich zur Miss Universum gekürt. Ihr Leben ändert sich schlagartig, Rufe aus Hollywood werden zur Selbstverständlichkeit. Doch die junge Frau zieht es vor in Wien zu bleiben und entscheidet sich gegen ein Leben in der Öffentlichkeit. Lisls und Marcis Geschichte ist die einer Verehrung: Zeit seines Lebens filmte Marci Tenczer seine große Liebe, die jedoch einen anderen heiratete, während Marci ledig blieb. Während der Kriegsjahre durchlebten die beiden Schreckliches: Lisls Vater wurde in der «Reichspogromnacht» in seiner Wohnung schwer verletzt und floh nach Ungarn. Als Lisls Ehemann sich weigerte, ihnen zu helfen, kam es zum Bruch zwischen den beiden - Lisl emigrierte ebenfalls nach Ungarn. Ihr Vater wurde schließlich im KZ Strasshof ermordet, der Großteil ihrer Familie von den Nazis ausgelöscht. 1949 heiratete Marci endlich seine große Liebe: Die beiden durchlebten still die Revolution von 1956 und die Verfestigung des Kommunismus. Lisl starb im Jahr 1996, Marci sieben Jahre später - kurz nachdem er Péter Forgács alles über sein Leben und das «seiner» Miss Universum Lisl Goldarbeiter erzählte. Péter Forgács erzählt in seinem Film, der sich ausschließlich mit Archivmaterial auf die Spurensuche nach Österreichs erster und einziger «Miss Universum» begibt, eine persönliche Geschichte, die von Schönheit und Liebe genauso berichtet wie von Krieg und Katastrophe.

(Text: Viennale 2006)

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Lisl Goldarbeiter, Marci Tenczer
Peter Forgacs
László Melis
Péter Forgács
Péter Forgács

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