Monsieur Max

 F 2007
Drama, Biografie 85 min.
6.60
Monsieur Max

Der homosexuelle jüdische Dichter Max Jacob wird 1944 von der Gestapo in ein KZ bei Paris verschleppt und von seinen Freunden Picasso, Jean Cocteau oder Sacha Guitry in Stich gelassen.

Details

Jean-Claude Brialy, Dominique Blanc, Guillaume Gallienne, Féodor Atkine, Jean-Claude Dreyfus u.a.
Gabriel Aghion
Antoine Duhamel
Patrick Ghiringhelli
Dan Franck

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Gnadenloser Nazi-Terror
    Selten ist es einem fürs Fernsehen gedrehten Film gelungen mit so einfachen Mitteln eine so beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Tatsächliche und latente Gewalt hängen permanent im Raum. Und wir sehen wie aus einem lebenslustigen, jungen (ganz toll Guillaume Gallienne) ein kranker, verängstigter alter Mann wird: der homosexuelle zum Katholizismus konvertierte Jude Max Jacob. Der Film geht teilweise über die gefühlsmäßige Schmerzgrenze hinaus, wenn wie hier die gequälte Kreatur im Mittelpunkt steht. Man kann die ganze Hilflosigkeit, die totale Ohnmacht und das unendliche Leid fast physisch nachvollziehen und muss mit dem Protagonisten einfach mitleiden. Ein großartiger Jean-Claude Brialy bringt Steine zum Weinen und setzt sich ein letztes, beeindruckendes schauspielerisches Denkmal.
    Was seine Lage noch verschlimmert ist die abweisende Haltung seiner Freunde, deren Hilfe er braucht. Darunter namhafte Künstler wie Picasso, Cocteau oder Jean Marais. Das waren in den 40er Jahren Giganten in der Kunstszene. Hier erleben wir sie als egozentrische, arrogante Egomanen, denen es an menschlicher Größe und Mitgefühl mangelt. Das lässt Max noch größer und damit sein Ende noch schmerzlicher erscheinen.
    Eine emotionale Tortur, bei der der Zuschauer mitwächst durch Betroffenheit und Selbstreflexion. Ein Nullum für die Spaßgesellschaft.