Moulin Rouge

 USA 2001
Musikfilm / Musical 19.10.2001 127 min.
7.60
Moulin Rouge

Ein Dichter dringt in die Welt des Montmartre zur Zeit Toulouse-Lautrecs ein und verliebt sich in eine berühmte Nachtklub-Tänzerin.

Ein Dichter (Ewan McGregor) zieht ins Pariser Künstlerquartier Montmartre. Er schließt Freundschaft mit Toulouse-Lautrec und seiner Entourage. Ein erster Auftrag stellt sich ein: Er soll einen Revueabend für einen Nachtklub schreiben. Bei der Arbeit verliebt sich der Dichter in den Star des Klubs (Nicole Kidman).Inhalt1900. Die Welt dreht sich um Paris - und alles in der Stadt der Liebe dreht sich um das Moulin Rouge, den exklusiven Nachtclub im Herzen des Vergnügungsviertels Pigalle. In der Absinth-geschwängerten Atmosphäre treffen sich die Reichen und Schönen, um sich unter das einfache Volk zu mischen und einen Blick unter die Röcke der Cancan-Tänzerinnen zu erheischen. Vor allem aber kommen sie, um Satine (NICOLE KIDMAN) zu sehen - sie ist der funkelnde Diamant, der Star des Moulin Rouge, die exklusivste Kurtisane der Stadt.

Das Moulin Rouge ist ein durchschlagender Erfolg. Und doch plagen Impresario Zidler (JIM BROADBENT) akute Geldnöte. Seine unbändige Leidenschaft für elektrisches Licht hat alle Einnahmen verschlungen. Er steht vor dem Aus. Mit einer großen Theaterproduktion im Moulin Rouge soll das Etablissement gerettet werden. Längst hat Zidler die ausgeflippte Künstlertruppe um den kleinwüchsigen Toulouse-Lautrec (JOHN LEGUIZAMO) mit dem Verfassen eines Stückes beauftragt. Im Mittelpunkt soll Satine stehen. Ihr Traum war schon immer, es der berühmten Sarah Bernhardt nachzumachen und als Schauspielerin Unsterblichkeit zu erlangen.

Doch die Sache hat einen Haken: Noch fehlt ein Finanzier, damit Zidler das rettende Projekt auf die Beine stellen kann. Ein steinreicher englischer Duke (RICHARD ROXBURGH) soll zur Rettung eilen. Doch er will nur dann mit Zidler verhandeln, wenn der ein Rendezvous mit Satine in deren Gemächern vermittelt und dem Duke die Exklusivrechte an der Kurtisane überschreibt. Mit dem Rücken an der Wand willigt Zidler ein. Für die Erfüllung ihres Traumes erklärt sich auch Satine bereit, dem Duke zu Diensten zu sein, doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes ...

Dem jungen Dichter Christian (EWAN McGREGOR) hallen noch seines Vaters Warnungen vor sexbesessenen Kurtisanen und verderblichen Exzessen im Sündenbabel Moulin Rouge in den Ohren, als er sein kleines Kämmerchen gegenüber dem Nachtclub bezieht. Er hat sich gerade niedergelassen, da platzen buchstäblich die Bohemiens in sein Leben. Im Loft über Christian hatten sie Ideen für ihr Theaterstück ausprobiert, als ihr narkoleptischer Schauspieler, der ,Unconscious Argentinean' (JACEK KOMAN), unvermittelt einschlief und durch den Boden in Christians Zimmer brach.

Der Poet wird sofort eingeladen, am Schaffensprozess der exzentrischen Künstlertruppe teilzuhaben. Tatsächlich sind seine Einfälle so gut, dass Toulouse-Lautrec den jungen Künstler im Moulin Rouge sofort Satine vorstellen will, um sie für seine Ideen zu begeistern und auf diesem Umweg auch Zidler zu überzeugen. Es kommt zur folgenschweren Verwechslung, denn Satine glaubt, Christian sei Zidlers Finanzier und lädt ihn in ihre Gemächer ein.

Ein Blick in Satines Augen, und um Christian ist es geschehen. Er ist unsterblich verliebt. Obwohl Satine den vermeintlichen Duke nach allen Regeln der Kunst zu verführen versucht, wie es ihr von Zidler aufgetragen wurde, lässt Christian sich nicht irritieren. Als Satine klar wird, dass sie es gar nicht mit dem Duke zu tun hat, ist es bereits zu spät: Auch sie hat sich verliebt. Gemeinsam schweben sie auf Wolke sieben ... als der echte Duke ungeduldig an die Tür klopft.

Satine weiß, dass sie Christian weiterhin sehen kann, wenn der Duke seine Zustimmung zur Finanzierung des Theaterstücks gibt. Mit der Hilfe Zidlers und der Bohemiens stellen Satine und Christian dem englischen Adligen ihre Ideen für ein gewaltiges Spektakel vor. Gleichzeitig verdreht Satine dem Duke den Kopf, macht ihm aber auch unmissverständlich klar, dass sie sich ihm erst nach der Premiere des Stücks hingeben wird. Von Lust geblendet, gibt der Duke sein Einverständnis.

Jede freie Minute verbringen Satine und Christian miteinander, versteckt vor dem Duke, der sich vor Verlangen verzehrt. Doch die missgünstige Tänzerin ,Nini Legs in the Air' (CAROLINE O'CONNOR) macht den Duke auf den Betrug Satines und ihrer Beziehung zu Christian aufmerksam. Seine Eifersucht erreicht den Siedepunkt. Er verlangt, dass das Theaterstück seinen Wünschen gemäß umgeschrieben wird und Satine ihm sofort einen Abend lang zur Verfügung steht. Außerdem droht er, Christian umbringen zu lassen, wenn dieser sich nicht von Satine fernhält.

Voller Vertrauen in ihre Liebe beschließen Christian und Satine am Tag vor der Premiere aus Paris zu fliehen und dem Moulin Rouge den Rücken zu kehren. Doch um Satine gibt es ein dunkles Geheimnis, eine Krankheit, von der bisher nur Zidler und seine Vertraute, Marie (KERRY WALKER), wissen: Sie leidet an Schwindsucht und hat nur noch kurze Zeit zu leben. Als Satine nun kurz vor der Premiere die ganze Wahrheit über ihren Zustand erfährt, bringt sie es nicht übers Herz, Christian von ihrer Krankheit zu erzählen. Sie verstößt ihn, um ihn vor den Mordplänen des Dukes zu schützen und behauptet, ihn nicht mehr zu lieben.

Als sich der Vorhang des Moulin Rouge am Premierenabend hebt, treffen alle Beteiligten aufeinander - zum letzten Mal ...

Details

Nicole Kidman, Ewan McGregor, John Leguizamo, Jim Broadbent, Kylie Minogue, Richard Roxburgh
Baz Luhrmann
Craig Armstrong, Marius De Vries
Donald McAlpine
Baz Luhrmann, Craig Pearce
Fox

Kritiken

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User Kritiken

  • Meisterwerk
    Den Film kann man einfach nur lieben oder von Anfang an ablehnen. Schauspielerisch, musikalisch, optisch unglaublich gelungenes Filmspektakel.

  • ähm... ??
    Also, ich weiss echt nicht, wieso alle so begeistert von DEM Film sind!? Zum Thema opulente Bilder mit Liebesgeschichte und guter Musik würde ich "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" empfehlen. (ausserdem singt da keiner..)
    Aber dieser Film hatte nat. auch nicht die gesamte Marketing-Maschinerie hinter sich..
    Ohne Nicole Kidman (alle Achtung vor der Leistung!) wäre ich wohl sogar früher rausgegangen. Es ist einfach zu viel. Wenn man die Sing-Sequenzen (vor allem die von Ewan McGregor) weggelassen und durch Dialoge ersetzt hätte, dann hätte es vielleicht noch was werden können.
    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur nicht MTV-geeicht genug, um so viele Bilder und Töne auf einmal in pausenloser Abfolge noch verarbeiten zu können??

  • Bester Film !!
    Die Überschrift sagt schon alles !!!
    Moulin Rouge würde sich den Oscar echt verdienen !! Ich war, ich drücke es mal so aus, aufgewühlt, fasziniert und echt begeistert !!

  • Film der anderen Art
    Moulin Rouge, eine Liebesgeschichte der anderen Art, mit einem Musical vergleichbar.Sehr empfehlenswert!!! Sehr gute Schauspieler und Sänger.

  • Wußte nicht was mich da erwartet!
    Ich kam zu spät, fragte meine Nachbarn ob das die Vorschau ist, auf jeden Fall habe ich so einen Film nicht erwartet. Er ist skuril, konnte erst nach ca. 20 Minuten mich darauf einstellen. War echt fasziniert. Auf jeden Fall werde ich den Film ein zweites mal ansehen, und ihn voll aufnehmen. Ein wirklich sehenswerter Film.

  • erwartungen
    Also bei all dem pseudo-intellektuellen Senf, der hier zu diesem film gegeben wurde, möchte ich auch etwas sagen. Dieser Film ist seicht, kitschig, bunt. Und man kann einem Film das nicht vorwerfen, wenn er nicht mehr sein will! Bei Moulin Rouge passt die Mischung! Man kann auch dem Schuh des Manitu nicht vorwerfen, blöd zu sein, weil er will auch nichts anderes sein! Es ist wie bei allen Zielen, so auch bei den Zielen eines Filmes: Wenn man vorher weiss, was erreicht werden soll, kann man im Nachhinein auch sagen, ob dies erreicht wurde! Und selbst bei dieser Bewertung ist noch genug Subjektivität dabei. Also werft bitte einem romantischen Kostümmusical nicht vor, zu wenig Actionszenen zu haben. (So kommts für mich teilweise rüber)

    Re: erwartungen
    ich finde, du hast überhaupt nicht verstanden worum es in diesem film geht. auch in anderen filmen werden kostüme verwendet (auch wenn du das nicht bemerkt haben dürftest! jaaa, auch in die hard)
    Und das der Film bunt ist, is auch kein wunder, wenn schon im namen eine farbe vorkommt.
    Ausserdem woher willst du nacher wissen was die filmemacher vorher gewollt haben und was hat das bitte mit den schuhen eines indianergottes zu tun!?

    Re: Re: erwartungen
    also ich finde, Mihl hat recht - man hört ja vorher schon ungefähr, was man zu erwarten hat - also ich bin total erfüllt und gerührt aus dem Film gegangen. Wer mit der Erwartung hingeht, einen Actionfilm zu sehen, ist selbst schuld, wenn er sich vorher nicht informiert!

  • GENIAL!!!!!!!!
    Ich finde dieses Wort abgenützt, aber dieser Film verdient es GENIAL genannt zu werden.

  • Schlichtweg besteisternd!!!
    Tja, nach so viel negativer Kritik ist es wohl an der Zeit ein bisschen Sonnenschein auf diese Seite zu werfen! Bin eigentlich nicht so der Typ, der sich gerne Liebesfilme ansieht, aber Moulin Rouge hat mich vom Hocker gehauen! Genauso der Soundtrack! Hab schon lange nicht mehr so einen guten Film gsehen! Ich würde sogar meinen, dass er Oscar-reif ist!!!
    Klar dass er nicht jedermanns/fraus Sache ist. Die sollten sich dann halt lieber was anderes anschaun, oder sich vorher besser informieren. Wozu gibts film.at?
    In diesem Sinne!

  • Ein Unikat in jeder Weise!
    MOULIN ROUGE! Synonym und gewagtes Filmthema und sicherlich unerwartet anders und skurill, gewöhnungsbedüftig und opulent überladen. Doch eben in dieser Ausstattung und den Aufnahmen wie auch den eigenwillig mutigen Liedinterpretationen (Songs des 20.Jhdts. ertönen im 19.) liegt der grandiose Reiz und hat man sich einmal mit der Beauty & The Beast-artigen Inszenierung anfreunden können, steht einem das erste tatsächliche Revue-Musical seit langer Zeit ins Haus (so wie der "Gladiator" der Monumentalfilm der Neuzeit ist ist es "MOULIN ROUGE" für den Revuefilm), überwältigend und gefühlsbetont mit allem was so ein Film braucht.
    Der Streifen gewinnt mit jedem Meter und einem famosen Ewan McGregor immer mehr und die Liedinterpretationen sind ohne Ausnahme besser als die Originale und im höchsten Maße gut eingesetzt.
    Typen und Schauspieler sind excellent gewählt und phasenweise erinnert die lustige Spielweise an alte Stummfilme aus der Laurel & Hardy-Zeit bzw. an Buster Keaton, Charlie Chaplin & Co!
    Die Stimmen und Arrangements bei den Songs sind eine Ohrenweide und wie schon im "König der Löwen" singen andere Künstler die Songs von Elton John Songs einfach schöner und lang nicht so popig flach wie sie in seinen Aufnahmen oft klingen (obwohl auch diese bereits einen hohen Level besitzen).
    Egal wie man zu diesem Film steht - es gibt auch genug durchaus berechtigte Gegenstimmen (der Streifen ist tatsächlich eine äußerst riskante Gradwanderung zwischen Kitsch as Kitsch can und toller Kunst usw.) - aber man hat etwas dergleiches in dieser Form sicher noch nicht gesehen und vorgetragen bekommen.
    Sicher spielen die eigene Erwartungshaltung und Tagesverfassung eine große Rolle und auch das Offensein für eben solche Musikfilme und diese Art von Musik, Tanz und Erzählform.
    Läßt man den Film aber an sich heran gewinnt man ein unglaublich atemberaubendes Filmwerk des neuen Jahrtausends dazu, das keine Harry Potter-Reklame braucht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

    Bei den Schauspielern überzeugt besonders Ewan(Star Wars!) McGregor durch seine Leistung, einen jungen von der ersten Liebe berührten Dichter in all seiner Naivität darzustellen. Selten habe ich so ehrlich strahlende Augen gesehen und selten wurde ich von einer Stimme so positiv und angenehm überrascht!
    Die Liebesgeschichte zwischen ihm und der Kurtisane hätte ähnliche Qualität wie schon jene in James Cameron's "Titanic" erreichen können, da aber der Film es immer wieder aus eben stilistisch gewollten Gründen vorzog ins Skurille auszubrechen, wird ihm ein ernstgenommen sein sicher letztlich verwehrt bleiben.
    Nicole Kidman gefällt in den einzelnen Szenen sehr gut, obwohl der Film sehr auf sie zugeschnitten wirkt (um so überraschender die Leistung von Ewan als Christian), ist aber in allen Szenen zusammen keine ganze Persönlichkeit als Figur und manchmal (notgedrungen) sehr grausam und kalt. Mich hätte interesiert, wie eine Madonna in Topform diese Rolle gebracht hätte.
    Direktor Zidler's Part ist traumhaft besetzt und endlich keine schwarz/ weiße Schablonenrolle, die vorhersehbar ist und er beschützt wundervoll SEIN Haus und letztlich auch seine Akteure. Grandios und zum Zerkugeln lustig die "Like A Virgin"-Persiflage!
    Der Duke ist brilliant und herrlich ahnungslos phasenweise und könnte nicht besser gewähl sein. Und von den Bohemians gefällt besonders der Argeninier mit seiner Version von Sting's "Roxanne" (welch eine unglaublich monumentale und tänzerisch exquisite Interpretation!) und natürlich der groteske Toulouse. Aber selbst die Nebenrollen sind bis ins kleinste Detail optisch hervorragend und einmalig besetzt.
    Und das der Soundtrack besonders in der Anlaufphase des Films quasi überhaupt nicht einfach zu bekommen war (ausverkauft, ausverkauft!) spricht deutlich für die Qualität und a

  • noch was
    Die viele negative Kritik macht ja vielleicht wieder neugierig, so bin ich ja auch reingefallen - aber es ist wirklich einfach schlimm, peinlich schlecht, was für Cine-Masochisten ...

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