Mr. Klein

 F/I 1976

Monsieur Klein

Drama 123 min.
7.70
Mr. Klein

Paris 1942. Der gerissene und charmante Robert Klein kauft billig Bücher und Antiquitäten von reichen Juden

Paris 1942. Robert Klein (Alain Delon), ein Elsässer, macht in Paris während der deutschen Besatzungszeit gute Geschäfte, indem er verfolgten Juden Kunstgegenstände und Antikes für einen Bruchteil des tatsächlichen Werts abkauft.

Eines Tages sieht er sich von mysteriösen Machenschaften bedroht, die offenbar darauf abzielen, ihn vor den Behörden selbst als Juden erscheinen zu lassen. Er wird zunehmend mit einem jüdischen Namensvetter verwechselt.

Auf der Suche nach dem Unbekannten gleichen Namens gerät er am Ende selbst in die Vernichtungsmaschinerie der Nazis.

Details

Alain Delon, Jeanne Moreau, Suzanne Flon, Michel Lonsdale, Juliet Berto, u.a.
Joseph Losey
Egisto Macchi, Pierre Porte
Gerry Fisher
Franco Solinas

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mr Klein sucht Mr Klein
    Joseph Losey hat eine politische Parabel von zeitloser Bedeutung geschaffen. Dabei ist es nur von marginaler Bedeutung, dass es um Judenverfolgung im von den Deutschen besetzten Paris geht. Wichtiger ist einerseits die Suche nach der eigenen Identität: Wer ist dieser Mr Klein eigentlich? Und andererseits die Bedeutungslosigkeit des Einzelnen, der in die Mühlen einer (faschistischen) Diktatur gerät. Dabei spielt Losey mit den Erwartungen der Zuschauer, und enttäuscht sie gelegentlich. Er legt neue Fährten aus, die ins Nichts führen. Alain Delon (sexiest man of the 70s) ist diese Rolle auf den Leib geschrieben: der Womanizer mit dem Gesicht des eiskalten Engels. Wenn man von Ende zurückblickt wird deutlich, dass jeder ein potentielles Opfer sein kann; egal ob Sympathisant oder Mitläufer. Sehr kritisch wird außerdem noch die Rolle der kollaborierenden französischen Behörden dargestellt, sowie der etwas undurchsichtige Part der Vertreter der Justiz. Rechte nationalistische Kreise haben damals Delon diese Rolle übel genommen, obwohl er heute einstellungsmäßig gar nicht so weit weg von ihnen anzusiedeln ist. Großartig und prominent besetzt, verdient preisgekrönt.