My Name Is Albert Ayler

 S 2005
Musikfilm / Musical, Dokumentation 79 min.
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Der 1936 geborene Saxofonist Albert Ayler gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter des Free Jazz. Aus einer Musikerfamilie stammend erhält er bereits in jungen Jahren eine umfassende Ausbildung, bevor er in den 50er Jahren quer durch Europa reist und in den Kasernen und Clubs der US-Army spielt. Doch weder in Europa noch in seiner Heimat kann er sich mit seiner innovativen Form des Jazz am Tenorsaxofon durchsetzen - das Publikum bleibt aus, und nur selten finden sich Musiker, die bereit sind mit ihm zu spielen. 1962 lässt er sich in Schweden nieder, und in diesem Jahr entsteht auch sein Debütalbum «My Name Is Albert Ayler». Doch erst Mitte der 60er Jahre findet sich eine neue, vom Free Jazz inspirierte Musikergeneration und Ayler in Musikern aus der Avantgarde-Szene von Cleveland neue Mitstreiter. Im November 1970 verschwindet Ayler plötzlich auf unerklärliche Weise, seine Leiche wird im New Yorker East River gefunden. Bis heute ist nicht geklärt, ob es sich um Unfall, Mord oder Selbstmord handelte. Albert Ayler war gerade einmal 34 Jahre alt geworden. Kasper Collins My Name Is Albert Ayler ist eine Collage aus Archivmaterial - Ayler kommt immer wieder auch selbst zu Wort -, seltenen Konzertaufnahmen und Interviews mit seinem Vater Edward, seinem Bruder Don und Kollegen, die ihm besonders nahe standen. Am Beginn dieses Films standen meine Liebe und Faszination für Aylers Musik. Natürlich tauchten im Laufe der Dreharbeiten Dinge auf, mit denen wir nicht gerechnet hatten, aber das ist Bestandteil einer jeden dokumentarischen Arbeit. In diesem Film machte ich es mir etwa zur Technik, den Freunden und Weggefährten Aylers alte Fotos zu zeigen und vor laufender Kamera ihre Reaktionen zu beobachten. Oder ihnen ausgewählte Musiknummern vorzuspielen. So wurden spontan Erinnerungen geweckt, die sich in alle möglichen Richtungen weiterentwickelten. (Kasper Collin)

(Text: Viennale 2006)

Details

Edward Ayler, Donald Ayler, Mary Parks, Gary Peacock, Sunny Murray
Kasper Collin
Albert Ayler
Peter Palm, Askild Vik Edwardsen
Kasper Collin

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