Nach dem Fall

 Deutschland 1999
Dokumentation 
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Dokumentation über den Mythos der Berliner Mauer, 10 Jahre nach deren Fall.

Zehn Jahre nach ihrem Fall ist die Berliner Mauer verschwunden - von
außen betrachtet, beinahe spurlos. Der ehemalige Todesstreifen ist zur
größten Baustelle Europas geworden. Die Stadt in ihrem gewaltigen
Umbruch scheint ihre Vergangenheit nicht mehr sehen zu wollen.
Erzählt wird diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven - als subjektive
Suche nach den Überresten der Mauer in der Stadt und in den Köpfen
der Menschen: Da ist zum Beispiel der amerikanische Historiker Brian Ladd,
der - auf den Spuren der Geister der Vergangenheit - Berlin mit dem Fahrrad
erkundet und sich seine eigenen Gedanken über die deutsche
Geschichte und das Verdrängen macht. Oder die Psychotherapeutin Annette
Simon, die die unsichtbaren Reste der Mauer zwischen den Menschen
erforscht. Oder Winfried Prem, der bayerische Abrißunternehmer, der seinen
Lebenstraum erfüllt sieht, nachdem er zwei Drittel des fast 160 Kilometer
langen Betonwalls "durch seinen Brecher gejagt" hat. Englische Homöopathen
pulverisieren die Mauer und machen aus ihr ein Allheilmittel gegen
Depressionen, Panik, Persönlichkeitsspaltung und Asthma.

Der Film versucht eine Annäherung an die Mauer, als handle es sich um
einen antiken Mythos, eine grausame Fabel, eine unglaubliche und absurde
Geschichte aus längst vergangener Zeit. Eine der wichtigsten Perspektiven
ist jedoch die der Kamera, die das heutige Berlin in Iyrischen und poetischen
Bildern einfängt. Es ist eine traumwandlerische und musikalische
Reise auf den Spuren der verschwundenen Grenze.

Berlinale 2000

Ten years after it fell, the Berlin wall, has, it seems, disappeared without a
trace - at least as far as exteriors are concerned. The area that was once a
deadly no-man's land is now Europe's largest building site. The city is now in
the throes of enormous changes and doesn't appear to want to look back
at its past.

This film tells a story from differing perspectives; it is a subjective search for
what's left of the wall, both in the city and in the minds of the people who
live there. Take, for example, the American historian Brian Ladd, who sets off
on his bicycle in search of the ghosts of the past, reflecting on German his-tory
and its denial. Then there's Winfried Prem, a Bavarian demolition expert
who fulfilled his life's dream when he used his machines to "plough up" two-thirds
of the almost one hundred and sixty kilometre long concrete wall.
Two English homeopaths, on the other hand, have pulverised the wall to
create a remedy for the treatment of such conditions as depression, panic,
split personality and asthma.

This film is an attempt to regard the wall as if it were an ancient myth, some
ghastly fable, an unbelievable and absurd tale of yore. One of the most
important perspectives in the film, however, is that of the camera itself,
which captures Berlin in images that are both lyrical and poetic. A dream-like,
musical journey along the border that once was.

Berlinale 2000

Details

Frauke Sandig, Eric Black
Eric Black
Frauke Sandig, Eric Black

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