Nächtliches Indien

Nocturne indien

1989

Drama

Min.110

Als Rossignol Bombay erreicht, ist sein Freund Xavier schon seit ­einem Jahr verschwunden. Das zumindest erzählt ihm die Prostituierte, mit der Xavier zusammenlebte, und die sich nun, in ihrer Verzweiflung, an den einzigen Menschen gewandt hat, von dem sie glaubt, dass er ihr helfen kann. So macht sich Rossignol auf einen Weg, der ihn via Madras nach Goa führt, wahrscheinlich nicht zu seinem Freund, aber möglicherweise zu einem Menschen, den er nicht kennt: sich selbst. In einer Schaffens- und Lebenskrise musste sich auch Alain Corneau neu erfinden - und mit diesem ­beispiellos eleganten Werk gelang ihm vielleicht, was seinen Prot­agonisten verwehrt bleibt. Nocturne indien versucht dabei nie, ein Film "über Indien" zu sein. Er bescheidet sich damit, zu zeigen, wie wir, Hesse-verseucht und Pessoa-getrieben, einen Sinn auf diesen Subkontinent zu projizieren trachten. Womit wir selbst dann nicht aufhören können, wenn wir da sind - was wiederum unser ­Ver­derben ist. (R.H. - Filmmuseum)

IMDb: 7

  • Schauspieler:Jean-Hugues Anglade, Clementine Celarie, Otto Tausig, T.P. Jain, Iftekhar

  • Regie:Alain Corneau

  • Kamera:Yves Angelo

  • Autor:Alain Corneau, Louis Gardel

Für diesen Film gibt es leider keine Vorstellungen.