Nanuk der Eskimo

 USA 1922

Nanook of the North

Stummfilm, Dokumentation 79 min.
7.80
Nanuk der Eskimo

Der Regisseur Robert Flaherty, der "Vater des Dokumentarfilms", schuf mit diesem Film ein zeitloses Dokument über das Leben der Eskimos in Nordkanada.

Nanook führt einen heroischen Kampf gegen Kälte, Wind und die Tücken des Eises. Der Film zeigt Nanook und seine Familie bei der Jagd, beim Bau ihrer Iglus, der Erziehung ihrer Kinder und der Aufzucht von Schlittenhunden und erhält seine poetische Dimension durch die für Flaherty typische "Inszenierung der Wirklichkeit".

Details

Robert J. Flaherty
Rudolf Schramm
Robert J. Flaherty

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Nanuk der Bär
    Ein Klassiker unter den Dokumentarfilmen vom Vater dieses Genres Robert J. Flaherty. Er hat hier alles selbst gemacht: neben Regie und Drehbuch hat er auch die Kamera bedient, den Film geschnitten und ihn produziert.
    Natürlich hat dieser Stummfilm keine Dramatik, sondern nur einen hohen archivarischen Wert. Bereits 1922 wurde hier der Alltag einer Inuit Familie dokumentiert. Es erstaunt gleich zu Beginn, was aus einem Kanu so alles rauskrabbelt. Und es gibt ersten Kontakt mit der modernen Technik: ein Grammophon und Schelllackplatten. Trotz der äußeren harten Lebensbedingungen sehen wir fröhliche Eskimos: Vater baut geschickt ein Iglu während die Kids rodeln. Sogar ein Fenster aus glasklarem, gefrorenem Wasser baut er ein. Natürlich nimmt die Jagd breiten Raum ein. Dem gefangenen Fisch wird der Kopf abgebissen und die erlegte Robbe, den ‘Tiger des Nordens‘ gibt es als Rohkost. Ohne Kommentar begibt sich die Familie in ein üppiges Felllager zur Nachtruhe. Doch selbst im Iglu erfahren wir aus den Zwischentexten herrschen immer noch Minustemperaturen. So brauchte Nanuk zwei Wärmflaschen mit Ohren: Nyla und Cunayou. An jeder Seite eine.
    Ruhige Bilder einer untergegangenen Welt.