Napola - Elite für den Führer

 D 2004
Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 22.04.2005 115 min.
7.50
Napola - Elite für den Führer

Ein spannendes und tragisches Zeugnis von dem Verlust der Unschuld, der Ideale und der Jugend einer ganzen Generation.

Deutschland 1942. Das Hitler-Regime ist auf dem Höhepunkt seiner politischen und militärischen Macht. Der 17-jährige Friedrich Weimer (MAX RIEMELT) aus dem Berliner Arbeiterbezirk Wedding ist ein begabter Boxer. Sein Talent öffnet ihm die Türen zu einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt, der NAPOLA Allenstein, wo die zukünftige Elite des großdeutschen Reiches herangezogen werden soll. Friedrich sieht die Chance seines Lebens, sich von seinen Klassenschranken zu befreien und meldet sich gegen den Willen seiner Eltern in der alten Ordensburg an. In der ihm fremden Welt, beherrscht von nationalsozialistischer Zucht und Ordnung, erfährt er harten Konkurrenzkampf und unerwartete Kameradschaft. Bis ein grausamer Einsatz gegen entflohene Kriegsgefangene und die wachsende Freundschaft zu dem stillen und sensiblen Albrecht Stein (TOM SCHILLING), dem Sohn des Gauleiters, ihn vor eine Wahl stellen, die auch das Ende seiner Jugend bedeutet.

Der mit dem Deutschen Filmpreis 2003 für das beste Drehbuch ausgezeichnete Film erzählt mit großer atmosphärischer Dichte von dem Zwiespalt der Heranwachsenden zwischen Freundschaft, Selbstfindung, Akzeptanz und den Forderungen nach blindem Gehorsam, Opferbereitschaft und Vaterlandstreue.

Details

Max Riemelt, Tom Schilling, Justus von Dohnányi
Dennis Gansel
Angelo Badalamenti, Normand Corbeil
Dennis Gansel, Maggie Peren
Constantin Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zwei Freunde
    Nicht nur wegen der jüngsten Ereignisse (2011) bleibt dieser Film ein wichtiges Dokument gegen das menschenverachtende Naziregime. Am Beispiel zweier Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, wird das in ergreifender Art und Weise demonstriert. Der eine, Friedrich (Max Riemelt), Arbeitersohn, Boxtalent, der andere Albrecht (Tom Schilling), Sohn des Gauleiters, literarisch begabt. Sie treffen sich auf der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt. In der Figur des jungen Friedrich wird deutlich, wie ein unbedarfter Sportler in die Fänge de Nationalsozialismus geraten kann. Die detailgenaue Schilderung der Ausbildung verdeutlicht die NS Ziele ebenso wie die Faszination, die von einem geordneten Tagesablauf ausgeht, vom alles beherrschenden Gleichschritt, einer smarten Uniform und einer Gemeinschaft, die auf Kameradschaft beruht. Ganz allmählich kommt es aber auch zu demütigenden Schikanen. Bettnässer werden öffentlich gemoppt, Missbrauch wird angedeutet. Ein wichtiges Erziehungsziel ist es, kein Mitleid zu haben und sich für nichts zu entschuldigen. Bei einem ersten Einsatz dämmert es Albrecht und Friedrich, als sich der Gauleiter als Mörder outet. Albrechts Ende ist das optische und dramatische Highlight des Films, dies wird verstärkt durch den fast lautlosen Schmerz der Mutter und den bornierte Fanatismus des Vaters. Der weggedrehte Ton bewirkt eine erhöhte Erfahrung der Pein in der ganzen Endphase. Jeder der diesen Film sieht und versteht, wird sich nie im Rechtsextremismus engagieren. In sofern ein unbedingtes Muss für jeden, vor allem für junge Menschen.

  • hart aber genial!
    dieser film ist echt genial! aber er trifft einen auch ziemlich! nichts für schwache gemüter! auch von der schauspielerischen leistung her nicht zu verachten! sowohl von den großen als auch von den kleinen rollen wie zum beispiel vom jungmann 1, jakob semotan! ist auf jeden fall sehenswert.

  • Sehr gut!
    Kann mich nur anschließen: Ganz starker Film! Den hier eingenommenen Blickwinkel auf das Dritte Reich findet man sonst eher nicht in Filmen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Aber wie sehr bereichert er das Verständnis für die Gründe, die zur Entmenschlichung der sogenannten "Elite" und dem generalstabsmäßig geplanten Seelenmord von Kindesbeinen an geführt hat. Ein ganz wichtiger Film.

  • sehr empfehlenswert
    ein film, der mich selber sehr an meine internatszeit erinnerte und jeden, der in einer erziehungsanstalt, einem internat oder einer "eliteschule" steckt.
    ein film zum schweigen und reflektieren.

  • Alle Achtung!
    Hab Napola gesehen und bin sehr nachdenklich aus dem Kino gegangen. Der Film erzählt eine Geschichte des Erwachsenwerdens in einer Zeit wo Irrsinn und Unmenschlichkeit herrschen. Vor allem die Hauptdarsteller Max Riemelt und Tom Schilling glänzen trotz ihrer Jugend und verstehen es sehr gut das "Gefühl" von damals zu transportieren - angefangen von jugendlichem Überschwang und Idealismuss bis hin zur bitteren Erkenntnis dass die "hehren Ziele" der NSDAP im Wahnsinn enden. Der Film ist auch eine Art Denkmal für die verlorene Unschuld ganzer Generationen - denn die Unschuld ist immer das erste Opfer des Krieges. Das war damals so und gilt auch jetzt noch egal ob im Irak, in Afghanistan oder in Tschetschenien.
    Fazit: Ein ernster, wichtiger Film passend zum Gedenkjahr der jeden der ihn sieht vor die Frage stellen sollte: "Was hätte ich damals in dieser Situation getan???"

    Re:Alle Achtung!
    hallo,
    ich habe den film auch gesehen und bin ebenfalls beeindruckt von den hauptdarstellern. obwohl sie so jung sind schaffen sie es gefühle und gedanken so ungalublich gut in ihren gesichtern drzustellen. ich finde auch, dass es der erste film ist in dem (endlich) einmal dargestell wurde, dass nicht alle deutschen nazis waren und dass der krieg für jugendliche und kinder die in den nazionalsozialistischen organisationen waren (oder einfach nur in den ausgebombten städten), nicht leicht war, dass er für niemanden leicht war ...

  • Frage
    Hi ihr!! :)

    Wisst ihr ab wann es den Film "Napola" in Wien in den Kinos spielt??

    Finde dieses Film so genial, aber weis eben nicht wann es ihn spielt..

    Ich bitte um baldige Antwort..

    By Napola-girl

  • Tom Schilling
    Er ist zwar mein Cousin ok. Aber wieso werden mir dauernd Filmangebote gemacht. Vieleicht weil ich erst 16 bin und ein wenig talent habe? oder weil ich sein kleiner Coisin bin?? Wer weiß, vieleicht mit 18 aber zuerst hol ich mir mein Abitur ;-)
    Bye und Gruß an alle Fans
    Arnold

    Re:Tom Schilling
    Naja vieleicht siehst du auch gut aus, versuche dein Glück in der Filmbranche. mit 16 hätte ich mich auf einen Filmantrag gefreut aber wie du siehst haben nur die ''Gutaussehenden'' Menschen im Glück im Leben...