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Szene aus Netflix-Film "Der Abgrund"

© Netflix

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"Der Abgrund": Wieviel Wahrheit steckt im Netflix-Katastrophenfilm?

Wie real ist die Geschichte des Katastrophenthrillers und was hat es mit der schwedischen Stadt Kiruna auf sich?

von

Franco Schedl
Franco Schedl

02/26/2024, 12:46 PM

Im schwedischen Katastrophenfilm tut sich derzeit auf Netflix ein Abgrund auf – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Der Filmtitel bezieht sich nämlich auf immer größere Erdspalten, die drohen, eine ganze Stadt zu verschlingen

Die spannende Handlung, bei der es vor allem um die Rettung verschwundener Kinder geht, hat viel Action zu bieten, wie es sich für ein Werk dieses Genres gehört. Doch es bleibt eine wichtige Frage offen: Wurde die Handlung frei erfunden oder basiert sie womöglich doch auf realen Ereignissen

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Eine ganze Stadt muss übersiedeln

Wenn die Antwort schlichtweg "Nein" lauten würde, könnte jetzt bereits ein abschließender Punkt hinter diesen Satz gesetzt werden. Doch so einfach liegen die Dinge nicht, denn obwohl "Der Abgrund" eigentlich eine fiktive Geschichte erzählt, gibt es doch einen Aspekt des Films, der sich durch wahre Geschehnisse inspirieren ließ. 

Kiruna, die nördlichste Stadt Schwedens, ist  für ihren Eisenerzabbau bekannt und bereits 1900 wurde eine riesige Siedlung für die Bergarbeiter gegründet. Tatsächlich wurde im Lauf der Jahrzehnte die gesamte Stadt durch unterirdische Stollen so weit unterminiert, dass sie nun abzusinken droht. Ein großangelegtes Übersiedlungsprojekt ist im Gange: Stein für Stein sollen alle Bauwerke an einen rund fünf Kilometer entfernten Standort nach Osten verlegt werden. 

Bei einen Großteil der Gebäude wurde das auch durchgeführt und die Umsiedlung der Bevölkerung, die aus 23. 000 Einwohner:innen besteht, ist in vollem Gange.  Das Mammutprojekt läuft allerdings noch bis 2033, bevor ein Abschluss in Sicht ist: Danach werden 450.000 Quadratmeter an Stadtfläche zum anderen Standort verlegt.

Schwerstes Erdbeben in Schweden

Vor vier Jahren kam es noch dazu in Kiruna zu einem schweren Erdbeben, das auf der Richterskala die Stärke 4,9 aufwies – schlimmer hat die Erde in Schweden bisher noch nie gebebt. Diese Naturkatastrophe soll ebenfalls auf den Erzabbau zurückzuführen sein. Zum Glück kam von den Arbeitern in der Mine keiner zu Schaden, und auch die Stadt selbst wurde nicht wirklich in Mitleidenschaft gezogen – davon, dass 2020 ganze Straßenzüge im Boden zu versinken drohten, konnte keine Rede sein.

Auf Netflix könnt ihr euch davon überzeugen, welche dramatischen Erfindungen der Film "Der Abgrund" zu bieten hat.

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