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© Netflix

News
01/04/2022

Diese "Emily in Paris"-Figur verärgert die Ukraine

Weil eine Ukrainerin in der Netflix-Serie klischeehaft dargestellt wird, geht ein Kulturminister an die Öffentlichkeit.

von Franco Schedl

Der ukrainische Kultur-Minister Oleksandr Tkachenko rügt die Netflix-Serie "Emily in Paris": Er bezeichnet sie als "unakzeptabel und beleidigend", weil darin eine ukrainische Figur auf sehr unvorteilhafte Weise dargestellt wird. Durch einen offenen Brief brachte er seine Bedenken gegen die Figur der Petra (Daria Panchenko) deutlich zum Ausdruck, wie "The Mirror" berichtet.

Er schrieb: "In den 1990er und 2000er-Jahren wurden UkrainerInnen vor allem als Gangster dargestellt. Das hat sich seither geändert – doch leider nicht in diesem Fall. In 'Emily in Paris' bekommen wir die Karikatur einer Ukrainerin geboten, die unakzeptabel und beleidigend ist. Sieht man uns wirklich so in Amerika? Als Menschen, die stehlen, alles umsonst bekommen wollen und Angst vor der Abschiebung haben? Das sollte nicht so sein."

Netflix-Feedback

Tkachenko fügt hinzu, dass er auch Netflix gegenüber seine Bedenken zur Sprache gebracht habe: "Sie haben sich für mein Feedback bedankt und ich werde 2022 in engem Kontakt mit ihnen bleiben. Das sollte hoffentlich dafür sorgen, dass sich das Bewusstsein der FilmemacherInnen gegenüber der Ukraine wandelt."

Die Angelegenheit erscheint besonders verwunderlich, da im Vorfeld zur zweiten "Emily in Paris"-Staffel von Hauptdarstellerin Lily Collins eigens versichert wurde, dass hier auf Diversität und Inklusion besonderer Wert gelegt werden soll.

Die beiden Staffeln von "Emily in Paris" sind auf Netflix verfügbar.

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