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03/02/2022

"Euphoria": Dieser Fan-Liebling hätte eigentlich im Finale sterben sollen

Die ursprüngliche Drehbuch-Version sah ein anderes Schicksal des Drogendealers Fez vor. Plus: Ist Ash wirklich tot?

von Manuel Simbürger

Achtung, Spoiler!

Es war eine der absolut schockierendsten und am schwersten verdaulichen Szenen im Finale der zweiten "Euphoria"-Staffel – nein, sogar der gesamten Serie: Fez' kleiner Ziehbruder Ash rettet Fez nicht nur das Leben, indem er selbst zum Mörder wird, er ist auch bereit, das seinige zu opfern, um die Ehre der Familie und Fez vor dem Gefängnis zu bewahren.

Ash verbarrikadiert sich ins Badezimmer, bis auf die Zähne bewaffnet, liefert sich mit den Cops ein Duell um Leben und Tod, stets die verzweifelten Schreie von Fez im Hintergrund ("He's just a kid! He's just a kid!") – und verliert im letzten Moment. Nachdem er kaltblütig einen Cop erschießt, wird der kleine Junge durch einen gezielten Kopfschuss ermordet. Fez' wird zwar angeschossen, überlebt aber – sein Blick jedoch ist totenleer ...

Fez hätte sterben sollen

Ursprünglich hätte die Alptraum-Szene ganz anders enden sollen, wie der 15-jährige Ash-Darsteller Javon Walton in einem Interview mit "Esquire" verriet. In der ersten Version des Skripts nämlich sollte es Fez anstatt Ash sein, der im Zuge des Polizei-Überfalls ums Leben kommt und von einem Cop erschossen wird.

Das bestätigte kurz darauf auch Angus Cloud (Fez) gegenüber "The Hollywood Reporter", verriet aber nicht, wieso sich "Euphoria"-Schöpfer Sam Levinson dann doch anders entschied: "Ich denke, sie wollten es so dramatisch wie nur möglich." Aus Angst, zu sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern, fügte er rasch lachend hinzu: "Du sagst besser, dass es Javon war, der gepfiffen hat."

Fez hat überlebt: Die richtige Entscheidung

Dramatisch wäre es zwar auch gewesen, wenn Fez das Staffelfinale nicht überlebt hätte – ja, vielleicht sogar noch schockierender! –, aber die Entscheidung von Levinson ist nachvollziehbar: Fez, der empathischste Drogendealer der TV-Historie, ist der absolute Liebling unter den zahlreichen "Euphoria"-Fans, der Ausstieg von Cloud hätte zu einem Aufstand, ja vielleicht sogar Boykott der ZuschauerInnen geführt.

Zudem bietet die Figur des Fez (der im Gegensatz zu Ash immerhin zum Hauptcast gehört!) mehrere und vielschichtigere dramaturgische Möglichkeiten als jene des Ash – denken wir nur an Flexie, die Verbindung zu Rue, die drohende Hölle im Gefängnis und das Leben nach dem Tod seines Ziehbruders.

Dass die Ereignisse nicht spurlos an Fez vorübergehen werden, das werden wir in Staffel Drei zu sehen bekommen, da ist sich Cloud sicher. Der Schauspieler ist überzeugt davon, dass Fez nicht mehr derselbe sein wird: "Jeder kann sich ändern, weißt du? Er ist nur ein Überlebender. Er wird herausfinden, wie er das Beste aus Situationen macht."

Dreharbeiten waren "intensiv"

Die brutale Szene mit den Cops testete nicht nur bei den ZuschauerInnen, sondern auch beim Schauspieler selbst die Grenzen des Erträglichen aus, erzählt er im Interview: "Es war ziemlich intensiv." Drei 12-Stunden-Tage hätte es gedauert, bis sie die Razzia im Kasten hatten. Um die Szene so authentisch wie möglich zu gestalten, übernahmen ehemalige Polizisten die Rollen des SWAT-Teams. "Es war viel Arbeit. Meine Stimme brach immer wieder", so Cloud.

"Ich schrie und schrie. Selbst wenn die Kamera nicht auf mich gerichtet war, drehte ich mich manchmal um und [die Polizisten] richteten immer noch die Waffen auf mich – und ich dachte: 'Oh Scheiße. Das ist beängstigend.' Weil es so echt aussieht.“

Ist Ash wirklich tot?

Ashs Tod birgt zwar großes Potenzial für die Entwicklung von Fez, in trockenen Tüchern ist dieser Plot allerdings nicht. Denn es wird zwar angedeutet, dass der Junge erschossen wird, die Leiche bekommen wir ZuschauerInnen aber (Gott sei Dank) nicht zu sehen. Kann es sein, dass Ash also doch überlebt hat? 

Dazu Javon Walton im "Esquire"-Interview: "Mann, ich hoffe, dass er lebt! Denn ich bin mir sicher, dass er nicht einfach umgebracht wurde, indem er in der Badewanne in Deckung ging und durch die Wand geschossen wurde." 

Wie immer gilt also: Bei "Euphoria" kann man sich nie sicher sein, was eigentlich wirklich abgeht ...

 

Die zweite Staffel von "Euphoria" ist auf Sky zu sehen. Hier geht's direkt zur Serie.

 

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