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12/22/2021

8 wirklich problematische Momente in "Sex and the City"

Die Kultserie "Sex and the City" ist teilweise ziemlich schlecht gealtert – diese Szenen sind der Beweis dafür.

von Lana Schneider

Versteht uns nicht falsch: "Sex and the City" war in den 90er-Jahren wegweisend und ist nicht umsonst so legendär. Die vier Freundinnen Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), Miranda Hobbes (Cynthia Nixon), Charlotte York (Kristin Davis) und Samantha Jones (Kim Cattrall) sprachen erstmals offen über Sex, zelebrierten ihr Liebesleben und Freundschaften, ganz ohne kitschige Liebeskomödien-Strukturen.

Aber gut gealtert ist "SATC" absolut nicht – manche Momente in den sechs Staffeln der Serie erscheine heute problematisch und sind durchaus kritisch zu betrachten.

Heimliche Sextapes

In der Folge "Models and Mortals" ("Models und Menschen") gesteht Gabriel Machts Charakter Barkley, dass er heimlich Sextapes von Frauen dreht, mit denen er Sex hat. Das ist nicht nur absolut verwerflich, sondern auch illegal – Carrie kommentiert das aber überhaupt nicht – Samantha besteht sogar darauf, beim Sex mit Barkley ebenfalls gefilmt zu werden.

"Attraktive" Frauen werden zum Sündenbock

In derselben Folge werden außerdem als attraktiv wahrgenommene Frauen als Objekte bezeichnet. Frauen, die andere Frauen schlecht machen und objektifizieren, sind ziemlich letztklassig – damals wie heute. 

Aber auch Männer kommen schlecht weg: Sie würden laut Carrie ausschließlich Models daten wollen und nur auf oberflächliche Schönheit achten. Gut, dass Frau Bradshaw nicht immer Recht hat.

Bisexualität wird nicht anerkannt

"Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Bisexualität überhaupt existiert. Ich denke, dass das einfach nur verhüllen soll, dass man sich nach 'Gaytown' bewegt", so das Fazit der Sexkolumnistin Carrie Bradshaw in der Folge "Boy, Girl, Boy, Girl" ("Junge, Mädchen, Junge, Mädchen"). Die Darstellung sexueller Diversität kommt bei "SATC" also definitiv nicht nur zu kurz, sondern wird auch noch negativ dargestellt – schade!

Transpersonen werden abwertend behandelt

In der dritten Staffel spricht Samantha abwertend über transsexuelle Personen: "Ich zahle ein Vermögen, damit ich in einer Nachbarschaft wohne, die tagsüber trendy ist und in der abends 'Tranny'-Sexarbeiter vor der Wohnung sind." Was ist schlimmer: Dass sie Transpersonen abwertend beschreibt oder dass sie findet, dass sie die Umgebung verschlechtern? 

Rassistische Ausdrucksweisen

Abgesehen davon, dass in der "SATC"-Version von New York kaum People of Color leben, was ziemlich unrealistisch ist, sind Schwarze Menschen oder AsiatInnen in der Serie meist Dienstleistende wie Hausmädchen, FahrerInnen oder KöchInnen.

Verdeutlicht werden diese rassistischen Strukturen in der Folge "No Ifs, Ands or Butts" ("Hindernislauf"), in der Samantha den Schwarzen Chevin (Asio Highsmith) datet. Ausschlaggebend dafür ist sein klischeehafter "großer Schwarzer Penis" – wie könnte es auch anders sein.

Ein Streit mit dessen Schwester Adeena (Sundra Oakley) strotzt vor unangebrachten Meldungen – und eskaliert, indem Samantha den Disput mit den Worten "Geh mir mit deinem riesigen Schwarzen Arsch aus den Augen" beendet.

Suchtkrankheiten werden abgetan

"Was it good for you?" ("War es schön für dich?") erzählt unter anderem von der Affäre von Patrick Casey (Richard Joseph Paul) und Carrie. Patrick ist bei den Anonymen Alkoholikern – und sollte laut seinem Betreuer keinen Sex haben, bis er ein Jahr lang trocken ist. Doch Carrie und Patrick können einander nach ein paar Dates nicht widerstehen. Es stellt sich heraus, dass Patrick süchtig nach nüchternem Sex wird. 

Statt die Krankheiten ordentlich zu thematisieren, lässt Carrie den Mann sofort fallen – und macht auch noch schlechte AA-Witze.

Man kann nur lesbisch sein, weil es keinen Mann mehr gibt

Ein weiteres Beispiel für degradierende Verhaltensweisen gegenüber der LGBTQ-Community ist "The Agony And The ‘Ex’-tacy" ("Agonie und Ex-Tase"): Hier datet Samantha eine Frau.

Anstatt verstanden zu haben, dass es Bisexualität sehr wohl gibt, machen sich Miranda, Charlotte und Carrie lieber über sie lustig und meinen, dass sie nur deshalb eine Frau datet, weil sie "alle Männer durch hat". Schwingt da etwa auch noch Slut-Shaming mit?

Mr. Big ist eine wandelnde Red Flag 

Für Carrie und ihren Mr. Big aka John James Preston (Chris Noth) mag es die große Liebe gewesen sein – im Nachhinein fällt aber eher auf, wie schlecht Big seine spätere Ehefrau behandelt. Es machen sich fiese Charakterzüge bemerkbar.

Beispielsweise ist klar, dass er das Geld verdient und "sich um Dinge kümmert", womit er stets die Kontrolle über Carrie behält. Außerdem bedeuten Emotionen für Big Schwäche: Jahrelang will er keine Verpflichtungen eingehen – bis er seine Meinung dazu für Natasha (Bridget Moynahan) ändert. Und dann wieder für Carrie.

Alle Folgen von "Sex and the City" sind auf Sky im Streaming-Angebot verfügbar und im Leih- und Kauf-Angebot von Amazon Prime Video erhältlich. Hier geht's direkt zur Serie.

 

 

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