"Stranger Things"-Staffel 5: Das große Finale erklärt

Ein Poster für die vierte Staffel von „Stranger Things“.
Wie geht der Netflix-Serienhit nach neun Jahren zu Ende und wer überlebt den großen Endkampf nicht?

Nun sind also in der achten Folge von Staffel 5 die Entscheidungen gefallen und "Stranger Things" hat einen Abschluss erreicht. Was ist in diesem großen Finale passiert und welche Figuren sind gestorben? Wir wollen hier das Ende erklären, indem wir die wichtigsten Entwicklungen zusammenfassen und vor allem einen Blick auf die allerletzte Szenen werfen, um würdig von den im Lauf der Zeit liebgewonnenen Charaktern Abschied zu nehmen.  

Ein großes Opfer

Nachdem Vecna mit vereinten Kräften besiegt und das Tor zu Upside Down wieder geschlossen wurde, gibt es erstaunlicherweise nur zwei Tote unter den Hauptfiguren zu beklagen: Elfs "Schwester" Kali (Linnea Berthelsen) wurde von der Kugel eines Soldaten getroffen und ist gestorben – und Elf (Millie Bobby Brown) selbst hat sich allem Anschein nach selbst geopfert, als sie sich bei der großen Explosion, die das Portal zur Gegenwelt schließen sollte, auf der anderen Seite postierte und somit ebenfalls ausgelöscht wurde. Damit hat sie einen Pakt erfüllt, den sie kurz davor mit Kali schloss: Die beiden wollten unter keinen Umständen in die Hände des Militärs und der Wissenschaftlerin Dr. Kay (Linda Hamilton) fallen, um deren skrupellosen und unmenschlichen Experimenten zu entgehen. Nachdem Elf vor aller Augen zum Opfer der Explosion wurde, ist dieses Kapitel auch für Kay beendet – sie und das Militär rücken daraufhin aus Hawkins wieder ab. 

Ein langer Epilog

Die letzten 40 Minuten des zweistündigen Serienfinales kann man dann als Epilog verstehen, der uns ermöglichen soll, von allen Figuren einen intensiven Abschied zu nehmen. 18 Monate sind nach den dramatischen Ereignissen vergangen, es gibt ein Denkmal für jene Bewohner und Bewohnerinnen, die "dem großen Erdbeben" (so die offizielle Lesart des Upside-Down-Debakels) zu Opfer fielen, die Stadt ist noch im Wiederaufbau begriffen, Sheriff Hopper (David Harbour) macht Joyce (Winona Ryder) endlich einen Heiratsantrag und es steht für die Abschlussklasse '89 das Ende der Schulzeit bevor.  Ganz zuletzt versammelt sich die alten Freundesgruppe noch einmal zu einer Rollenspiel-Partie im altvertrauten Keller. Der "Geschichtenerzähler" Mike (Finn Wolfhard) deutet an, welche Schicksale seine Gefährten erwarten werden und sieht sich selber als künftigen Schriftsteller. 

Was ist wirklich mit Elf passiert?

Doch vor allem entwickelt er eine Theorie, die besagt, dass Elf trotz allem überleben konnte – durch die Illusionskräfte der sterbenden Kali war nur eine imaginäre Elf in dem Portal zu sehen, während sich die echte versteckte, um später ungehindert zu verschwinden. Nun streift sie unerkannt durch die Welt und findet fernab in einer Landschaft mit drei Wasserfällen eine Chance auf einen friedlichen Neuanfang. Mike gibt zwar zu, dass er nicht sicher sein kann, ob sich alles wirklich so zugetragen hat, aber es bleibt zumindest eine tröstliche Theorie. 

Dann fällt die Tür zum Spielekeller von außen ins Schloss und wir nehmen nach neun Jahren endgültig Abschied von der Serie. Im Abspann bekommen wir noch stimmungsvolle Zeichnungen der Hauptfiguren und wichtiger Szenen geboten. Ebenfalls eingeblendet wird das Cover eines Fantasy-Rollenspiels namens "Stranger Things" – hier haben Wirklichkeit und Fiktion einander eingeholt.