Baby-Yoda in "The Mandalorian"

© Lucasfilm

News
11/12/2020

"The Mandalorian": Böse! Baby-Yoda verspeist Babys

Lustig oder böses Omen? In der Episode "The Passenger" ist das süße Alien-Baby zum ersten Mal so richtig schlimm.

von Erwin Schotzger

Der superherzige Baby-Yoda aus der populären "Star Wars"-Serie "The Mandalorian" war schlimm. Ziemlich schlimm! Böse, könnte man fast sagen. In der zweiten Episode "The Passenger" der zurzeit bei Disney+ laufenden zweiten Staffel hat das "Kind" doch tatsächlich die Eier – also die Babys – der netten "Frog Lady" verspeist. Und nicht nur eines. Das ist nicht okay.

Aber wir können dem fünzigjährigen Alien-Baby mit den riesigen Kulleraugen einfach nicht böse sein. Und es war ja auch irgendwie lustig. Aber ist es gut für den Charakter oder ist es vielleicht sogar ein böses Omen für die Zukunft? 

Achtung SPOILER-ALARM! Der folgende Text enthält milde Spoiler der "The Mandalorian"-Episode "The Passenger". 

 

Die Babys der Froschdame

Auf seiner Suche nach anderen Mandalorianern muss Din Djarin (Pedro Pascal), aka Mando, im Austausch für Informationen die sogenannte "Frog Lady" und ihre Eier in seinem Raumschiff mitnehmen. Noch dazu darf er nicht Lichtgeschwindigkeit fliegen, was ihn in diesen unsicheren Zeiten nach dem Fall des Imperiums von Anfang an beunruhigt. 

Die Eier der Froschdame sind ihre Babys und die letzte verzweifelte Chance, mit ihrem Mann Nachwuchs zu zeugen. Doch Baby-Yoda sieht in den Eiern nur eine leckere Mahlzeit. Sogar als ihn Mando beim Naschen der Eier erwischt und mit ihm schimpft, hört er nicht auf damit, heimlich von den Eiern zu naschen. Im Laufe der Serie schiebt er sich immer wieder mit riesigen Kulleraugen unschuldig aus der Wäsche schauend ein Baby der Froschdame in den Mund. 

Running Gag oder böses Omen?

Das Verspeisen der Baby-Snacks ist in der Episode auch ein wiederkehrender Gag, zeigt aber auch neue Seiten an dem sonst so unschuldigen Alien-Kind. Wenn Baby-Yoda am Schluss die Frog Lady mit seinen Kulleraugen anschaut, sich dann umdreht und noch eines ihrer Eier verschluckt, ist das zwar auch ein lustiger Höhepunkt des Runnig Gags dieser Episode. Es hat aber auch eine gewisse Horror-Tonalität. In diesen Szenen kommen Gedanken an Horrorfilme mit niedlichen Kindern wie "Das Omen" oder auch der Gedanke an Gollum in "Herr der Ringe" auf.

Gerade im Zusammenhang mit der dramatischen Geschichte der Frog Lady stellt sich schon die Frage: Wie süß kann eine Disney-Figur sein, bevor wir es nicht mehr süß finden, wenn es ungeborene Kinder verspeist? Ist das Kind möglicherweise ein Böser? Oder wird es zu einem Bösen so wie einst Anakin Skywalker? Oder ist es nur ein Running Gag über ein süßes Kind, das einfach noch nicht versteht, was es da anstellt? 

Lucasfilm reagiert: Keine Babys, sondern Eier

Wir neigen eher zu letzterer Theorie. Denn bei den Eiern der Frog Lady handelt es sich um unbefruchtete Eier, nicht um Embryos. Die Froschdame ist ja auf dem Weg zu ihrem Ehemann auf einem Planteten, der die speziellen Lebensbedingungen für diese Spezies erfüllt. Es ist daher auch anzunehmen, dass bei dieser Spezies nicht alle Eier auch zu Frog People heranwachsen. Wenn dem so wäre, würde es der Froschmama sicher auffallen, wenn so viele Eier fehlen.

Diese Theorie hat Lucasfilm-Creative-Art-Manager Phil Szostak inzwischen auch schon via Twitter bestätigt: 

Trotzdem finden wir, dass der Charakter des unschuldigen Baby-Yoda mit dieser Folge eine zusätzliche Dimension gewonnen hat. Ohne dass dem Kind die unschuldige Niedlichkeit genommen wurde, haben sich für die neue "Star Wars"-Figur auch unterschiedliche Optionen der Weiterentwicklung eröffnet. Insofern finden wir, dass "The Mandalorian" das hohe erzählerische Niveau hält – und auch die Tradition von "Star Wars" fortsetzt, fantastische Geschichten zu erzählen, bei denen eigentlich nicht viel passiert.

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