© Filmladen

News
12/21/2020

"Was wir wollten": Netflix-Start für Österreichs Oscar-Kandidaten steht fest

Ulrike Koflers Film mit Lavinia Wilson und Elyas M’Barek erzählt von einem Paar, das unter seinem Kindermangel leidet.

von Franco Schedl

Bereits Anfang November wurde der Film von Netflix weltweit gestreamt, hätte aber in Österreich gleichzeitig mit ausreichendem Vorlauf in die Kinos kommen sollen, um dann kurz vor Weihnachten Online gestellt zu werden. Nun bleibt es vorerst bloß beim Netflix-Start.

Ulrike Koflers erster Langfilm „Was wir wollten“ ist ihr zweites Werk, das seinen Ursprung in einer Kurzgeschichte („Der Lauf der Dinge“) von Peter Stamm gefunden hat.

Es geht um ein Paar, das eigentlich alles hat. Alice (Lavinia Wilson) und Niklas (Elyas M’Barek) sind gebildet, gutaussehend, sportlich, ihren Traum vom Eigenheim haben sie gerade fertig gestellt. Es geht ihnen gut. Nur eines fehlt zu ihrem Glück: ein Kind. Bei einem Urlaub auf Sardinien leben sie direkt neben einer munteren und lauten Tiroler Kleinfamilie, die ihnen ständig vor Augen führt, was sie wahrscheinlich nie haben werden.

Österreichs Kandidat für den Auslandsoscar

Was wir wollten“ wurde durch die Jury des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft zu Österreichs Kandidaten für den Auslandsoscar erklärt. In der Begründung dazu heißt es unter anderem: Bei der „durchaus leidenschaftlich geführten Besprechung der Für und Wider der eingereichten Filme“ seien die „eindrucksvolle Machart und die genaue Beobachtung der Beziehungsgeschichte eines Ehepaars, dessen sehnlicher Kinderwunsch nicht in Erfüllung gehen will, hervorgehoben“ worden. 

Regisseurin Ulrike Kofler war bisher vor allem als Cutterin tätig und erstellte die Schnittfassungen großer Österreichischer Produktionen wie "Gruber geht" und „Was hat uns bloß so ruiniert“ (beide von Marie Kreutzer) oder Josef Haders "Wilde Maus".

Netflix-Resonanz

Die bisherige weltweite Resonanz via Netflix war enorm. Der Film fand sich im Zuge der internationalen Verwertung in weltweit 39 Ländern unter den Top 10 der Netflix-Charts. So schien er in Deutschland auf Platz 3, in Brasilien sogar auf Platz 2 auf und fand über den Streaming-Giganten bereits ein Millionenpublikum auch außerhalb des deutschen Sprachraums.
Nach wie vor plant der Filmladen Verleih allerdings, den Film zum ehest möglichen sinnvollen Termin in die Kinos zu bringen. Ulrike Koflers Regiedebüt, das für Österreich ins Oscar-Rennen geht, sollte für das Publikum auch auf der großen Leinwand zu sehen sein und dort seine ganze künstlerische Qualität und feine Nuancierung entfalten.

Die Veröffentlichung von "Was wir wollten" auf Netflix in Österreich findet – durch langfristige Planung nicht verschiebbar – nun am 22. Dezember statt.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Was wir wollten

— Was wir wollten

Das Leben eines an sich glücklichen Paares wird durch einen nicht erfüllten Kinderwunsch beeinflusst.