Oi zok zin / Love Battlefield

 Hongkong/China 2004
Drama, Thriller 
6.80
film.at poster

Genremischung aus Thriller und Melodram.

Yui ist ein gutmütiger Kerl, doch die Beziehung zu seiner Freundin Ching steht vor dem Ende. Als die beiden für eine gemeinsame Reise ihre Wohnung verlassen und feststellen, dass Yuis Wagen gestohlen wurde, kommt es zum Streit. Yui setzt sich in ein Taxi und will zur Polizeistation fahren, als er zufällig sein Auto in einer Seitenstraße entdeckt. Noch ahnt er nicht, dass er es mit skrupellosen Verbrechern zu tun hat: Die Gangster nehmen ihn als Geisel, da einer der ihren schwer verwundet ist und Yuis Kenntnisse als Krankenpfleger gefragt sind. Die Regeln sind simpel: Stirbt der Verletzte, so stirbt auch Yui. Währenddessen alarmiert Ching die Polizei, doch die betrachtet Yui mittlerweile als Täter bei einem mehrfachen Polizistenmord, der auf das Konto von Yuis Kidnappern geht. So macht sich Ching auf eigene Faust auf die Suche. Love Battlefield erzählt die klassische Story von der unschuldigen Hauptfigur, deren geregeltes Leben durch ungünstige Umstände aus der Bahn geworfen wird und wie die weiteren Ereignisse bittere Konsequenzen nach sich ziehen. Zugleich ist Love Battlefield, wie der Titel schon sagt, aber auch ein Film über die unvorhersehbaren Wege der Liebe und erzählt davon, welche Dynamik sich zwischen zwei Liebenden in einer Extremsituation entwickelt. Soi Cheang filmt diese Genremischung aus Thriller und Melodram nicht in Hochglanzbildern und in durchchoreografierten, stilisierten Actionsequenzen, sondern in einer eher düsteren, farbschwachen Optik, die einen realistischeren Gesamteindruck vermittelt. So verwendet er auch Aufnahmen in Zeitlupe nicht bei Schusswechseln, sondern gerade bei ruhigeren Momenten und spielt geschickt mit der chronologischen Abfolge der Szenen. Deshalb hat Love Battlefield seine stärksten Momente etwa dann, wenn Ching und Yui sich nach der Verschleppung begegnen und nur durch die Fensterscheibe eines Autos getrennt sind. (Markus Klingbeil)

(Text: Viennale 2011)

Details

Eason Chan, Niki Chow u.a.
Soi Cheang

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