Olga

 Brasilien 2004
Drama, Biografie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 141 min.
6.40
film.at poster

Die bisher teuerste und aufwendigste Kinoproduktion Brasiliens basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Fernando Morais und erzählt die Lebensgeschichte der deutschen Revolutionärin Olga Benario.

München, 1925. Olga Benario (CAMILA MORGADO), Tochter aus großbürgerlicher Münchner Familie, verlässt mit nur 17 Jahren ihr Elternhaus, um ganz und gar ihren kommunistischen Idealen folgen zu können. Sie geht nach Berlin. In einer tollkühnen Aktion befreit sie den kommunistischen Genossen Otto Braun aus einem Berliner Gefängnis. Gemeinsam fliehen sie nach Moskau, wo Olga eine militärische Ausbildung erhält und eine Laufbahn in der Kommintern beginnt. Sie wird mit der Aufgabe betraut, als Ehefrau getarnt, den brasilianischen General Luís Carlos Prestes (CACO CIOCLER) sicher in dessen Heimat zu geleiten. Von Moskau aus hatte er den Sturz des Diktators Vargas (OSMAR PRADO) vorbereitet. Auf der Überfahrt wird jedoch aus der nüchternen Tarnung leidenschaftliche Realität. Eine Liebe, weit über jeden Klassenkampf hinaus. Die Revolte 1935 jedoch scheitert. Durch Verrat landen die beiden in den Folterkellern des Despoten. Dort stellt Olga fest, dass sie von Prestes ein Kind erwartet. Um sich Hitlers Sympathien zu versichern, beschließt Vargas, Olga an das faschistische Deutschland auszuliefern. Für die Halbjüdin Olga das sichere Ende. Noch im Angesicht des Todes in Hitlers Gefängnissen beweist Olga ihre kämpferische Stärke und Liebe, als ihr ihre im Gefängnis geborene Tochter entrissen wird...

Details

Camila Morgado, Caco Ciocler, Fernanda Montenegro u.a.
Jayme Monjardim
Marcus Viana
Ricardo Della Rosa
Rita Buzzar
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Geliebte Revolutionärin
    Recht interessante Verfilmung einer Biographie der Revolutionärin Olga in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Interessant dabei ist die bereits damals globale Verknüpfung zwischen Europa und Nord- und Südamerika. Besonders wenn es um den gemeinsamen Kampf der Faschisten gegen die Kommunisten ging. Interessanter für uns Deutsche ist aber noch die enge Zusammenarbeit des brasilianischen Diktators mit Hitler-Deutschland, mit aller damit verbundenen Konsequenz von Folter und KZ. Bei allem Hochglanz kommt die menschliche Tragik nicht zu kurz, auch wenn die Dialoge etwas steif daherkommen und oftmals pathetisch sind, bei dieser Aufarbeitung der brasilianischen Geschichte. Es scheint sich hier wohl der alte Satz wieder einmal zu bewahrheiten, dass die echten Kommis verblendete Idealisten waren, die aber an der Logistik und der revolutionären Umsetzung in die Praxis scheiterten. Wir sehen wie sie mit aller Dramatik durchaus anrührend untergehen. Muss man sich wohl auf DVD anschauen, denn wer ist schon noch bei der Nachtschiene wach?