Orphan - Das Waisenkind

 USA/CAN 2009
Horror, Thriller 23.10.2009 ab 16 123 min.
7.00
Orphan - Das Waisenkind

Ein adoptiertes Waisenkind verbirgt hinter seinem unschuldigen Engelsgesicht offenbar teuflische Geheimnisse.

Als Kate (Vera Farmiga) eine Fehlgeburt erleidet, sind sie und ihr Mann John (Peter Sarsgaard) völlig verzweifelt: Der schwere Verlust wirkt sich nicht nur auf ihre Ehe aus, sondern vor allem auf Kates labile Psyche: Sie wird von Albträumen heimgesucht, ihre Vergangenheit lässt sie nicht los. Um zu einem normalen Leben zurückzufinden, wollen die beiden nun ein Kind adoptieren. Im Waisenhaus fühlen sich John und Kate auf unerklärliche Weise zu der kleinen Esther (Isabelle Fuhrman) hingezogen. Doch sobald Esther bei ihnen einzieht, beginnt eine Serie alarmierender Ereignisse - Kate ist überzeugt, dass mit dem Kind Gravierendes nicht stimmt: Das unschuldige Auftreten der Kleinen ist offenbar nur Fassade. Kate wähnt ihre Familie in großer Gefahr - sie versucht John und ihre Freunde dazu zu bringen, hinter Esthers Engelsgesicht zu schauen. Doch stoßen ihre Warnungen auf taube Ohren... und womöglich ist es längst zu spät.

Details

Peter Sarsgaard, Vera Farmiga, Isabelle Fuhrman, CCH Pounder u.a.
Jaume Collet-Serra
John Ottman
Jeff Cutter
David Johnson, Alex Mace Kamera
Lunafilm
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Bis das Blut gefriert
    Es beginnt mit zwei Schockern und endet mit einem fulminanten Showdown nach Wiederauferstehungs-Effekt.
    Die Spannung wird logisch nachvollziehbar aufgebaut. Von kleinen Missgeschicken kommt es zu ersten Unfällen und schließlich zum ersten Mord. Die ‘kleine‘ Waise Esther (Isabelle Fuhrman) überzeugt mit ihrer diabolisch-krankhaften Kriminalität. (Ausdrucksstark durch starren Gesichtsausdruck.) Sie ist altklug, mysteriös, aber guterzogen. Ihre eigentliche Gegenspielerin Kate (großartig Vera Farmiga) erwächst ihr in ihrer neuen Adoptivmutter. Kate hat als trockene Alkoholikerin Probleme mit ihrer Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig treibt sie der Mutterinstinkt an, ihre Kinder zu verteidigen. Außer von den immer schlimmer werdenden Gräueltaten kommt die Spannung vom unterschiedlichen Verhalten der Erwachsenen Esther gegenüber und von der großartigen Schnitttechnik: während die blauäugige Psychiaterin über Esthers Verhalten schwadroniert, sieht man sie randalieren und ebenso parallel laufen Kates rasende Autofahrt und Esters letzte Bluttat. Der kurz davor gestartete Verführungsversuch Esthers am Adoptivvater John (Peter Sarsgaard) ist optisch ein Hingucker wegen der verzerrten Perspektive des betrunkenen Hausherrn. Auch die Neonfarben an den Wänden des Kinderzimmers sind schaurige Hinführung zur Bluttat. Und es gibt noch zwei Knüller als finale Überraschung und Höhepunkt: ‘Hypophyseninsuffizienz‘ als Aufklärung für Esters Verhalten und ihr Showdown mit Kate. Erst im dunklen Haus, dann im zugefrorenen Teich. Das ist allerhöchste Superspannung. Mehr geht fast nicht. Aber wie bei vielen Klasse-Horror-Schockern: man kann sie nur einmal anschauen.