Oscar Wilde

 GB 1997

Wilde

Biografie 118 min.
6.90
film.at poster

Stephen Fry ist nicht nur wegen seiner physiognomischen Ähnlichkeit mit Oscar Wilde eine Idealbesetzung für die Verfilmung des skandalumwitterten Lebens des Dandys.

"Ich habe mein ganzes Genie in mein Leben gesteckt, in meine Werke nur mein Talent" (Oscar Wilde)

Oscar Wilde (1854-1900): Dichter und Dandy, Ehemann und Vater, selbsternanntes Genie und Homosexueller. Höher und höher schwingt sich der Liebling der viktorianischen Gesellschaft, bis ihn seine Liebe zum jungen Lord Alfred Douglas zu Fall bringt. Zuchthaus und Zwangsarbeit sind die Antwort auf sein "Verbrechen". Verarmt und in seiner Heimat verfemt, stirbt der einstige Dichterfürst noch vor dem 50. Lebensjahr.

Dem Film gelingt ein schwieriger Balanceakt. Er macht Wildes Eitelkeiten genießbar. Er führt einen großen und durchaus liebenswerten Mann mit Stil und Format vor und trägt damit zur Vermenschlichung des stigmatisierten Egomanen bei. Und er zwingt uns zur Beurteilung, weil er sich konsequent der 'Verurteilung verweigert. (Marli Feldvoss, NZZ)

"Sorgfalt ließ Gilbert auch bei der Auswahl der Schauspieler walten: Neben Stephen Fry, der nicht nur wegen seiner physiognomischen Ähnlichkeit mit Oscar Wilde eine Idealbesetzung ist, überzeugt Vanessa Redgrave als dessen resolute Mutter. Jennifer Ehle beeindruckt als Wildes Ehefrau Constance, Jude Law als Bosie, der Verführer mit dem sanften Blick." (Kirsten von Hagen, epd-Film)
Filmladen Wien

Details

Stephen Fry, Jude Law, Vanessa Redgrave, Jennifer Ehle, Gemma Jones, Tom Wilkinson, u.a.
Brian Gilbert

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Literatur visualisiert
    Ein anspruchsvoller Film mit einen feinen Sinn für den britischen Zynismus, der auch für Oskar Wilde typisch war. Allerdings kann der Film trotz seiner schönen Bilder nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Hauptrolle eigentlich fehlbesetzt ist.

    Re:Literatur visualisiert
    Man muss schon einen Unterschied machen zwischen Film und Buch und Film und Wirklichkeit.
    Und da ein Film kein Dokument ist,sondern sein eigenes Leben hat,braucht er keine hundertprozentige Kopie zu liefern.
    In dem Sinne finde ich die Wahl des Hauptdarstellers ,woran ich nur in den ersten fünf Minuten zweifelte,sehr geglückt.
    Der Film "funktioniert" und das ist das Wichtigste.