"Oscars 2017": Hollywoods Hoffnungsträger

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Was für eine Nacht! Die Gewinner der Verleihung sind die beiden Jung-Regisseure Damien Chazelle und Barry Jenkins. Damien Chazelle gewann mit „La la Land“ den Preis als bester Regisseur und ist somit der jüngste Preisträger aller Zeiten in dieser Kategorie. Das Regiewunderkind wurde an diesem Abend viel gelobt, da sein Film auch in den Kategorien beste Hauptdarstellerin, beste Kamera, bestes Szenenbild und beste Filmmusik gewann und für einen kurzen Moment sogar als bester Film geehrt wurde. Der Umschlag wurde verwechselt und Warren Beatty verkündete fälschlicherweise Chazelles Musical-Film zum Gewinner. Als die Verwechslung auffiel, war die Überraschung perfekt: "Moonlight“ war der Gewinner des Abends. Barry Jenkins Charakterstudie über einen homosexuellen afro-amerikanischen Jungen aus Miami gewann auch den Preis für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Nebendarsteller. Es war ein erfolgreicher Abend für zwei Regisseure, von denen wir in Zukunft bestimmt noch einiges hören werden.

Kein Oscar für " Toni Erdmann"

hollywoodreporter

Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging an „The Salesman“ von Asghar Farhadi. Der iranische Regisseur kam nicht zu der Verleihung, um ein Zeichen gegen die amerikansiche Einwanderungspolitik zu setzen und ließ ein Statement verkünden, in dem er zu mehr Toleranz und Zusammenhalt aufrief. Farhadi gewann schon 2011 mit seinem Meisterwerk „Nader und Simin“ den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, obwohl „The Salesman“ nicht an sein vorheriges Werk herankommt, ist es dennoch ein verdienter Erfolg für den Hitchcock des iranischen Kinos. Maren Ade ging mit ihrem Film „Toni Erdmann“ leider leer aus, darf sich aber auf ein Remake ihres Familiendramas mit Jack Nicholson freuen.

Hoffnung

abcnews

Alles in Allem war es ein gelungener Abend, der gezeigt hat, dass die besten Filme Hollywoods nicht mehr von Studios sondern von engagierten Produzenten und Regisseuren umgesetzt werden. „La la Land“ „Moonlight" und „Manchester by the Sea“ sind alles Autorenfilme, für die es immer schwieriger wird, eine Finanzierung aufzustellen, da sie im Gegensatz zu Sequels und Prequels ein großes Risiko darstellen, was die Einspielergebnisse betrifft. Wir freuen uns auf weitere mutige Geschichten von Filmemachern, die etwas zu sagen haben und Hollywood von ihren vermeintlichen Superhelden retten.

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