Over the Limit

 DE, FIN, POL 2017
Dokumentation 74 min.
Over the Limit

Die polnische Dokumentarfilmerin Marta Prus, die in ihrer Jugend Rhythmische Sportgymnastik betrieb und später Tänzerin war, porträtiert die russische Spitzensportlerin Margarita Mamun. Erst nach vielen Schwierigkeiten und bürokratischen Hürden wurde es der Filmemacherin gestattet, im hermetisch abgeriegelten Trainingszentrum in Novogorsk zu drehen. „Du bist kein Mensch, du bist eine Athletin”, teilt eine ihrer gnadenlosen Trainerinnen der 20-jährigen Rita mit Diese bereitet sich gerade darauf vor, ihr Land bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro in der Disziplin der Rhythmischen Gymnastik zu repräsentieren. Das Training ist brutal, vor allem in mentaler Hinsicht. Egal wie graziös Rita ihre Ringe einfängt oder einen Ball über ihre Schulter rollen lässt, die Trainerinnen erwarten immer mehr von ihr. Wärme und Trost findet sie in ihrer kargen Freizeit, wenn sie sich mit ihrem Freund via Skype unterhält oder mit ihren Eltern zusammen ist. Der Film verdeutlicht, wie das russische Trainingssystem Grenzen weitaus überschreitet. Und er dokumentiert Ritas mentalen Zustand, der mit den enormen Ansprüchen an sie zu kämpfen hat. Die subtile Montage und das effiziente Sounddesign erlauben es, ihre Verzweiflung und ihren Schmerz mitzufühlen – samt dem gewaltigen Leistungsdruck, mit dem sie lebt. Das Ende erscheint wie eine erleichternde Befreiung.

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Marta Prus
Marta Prus

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