Pans Labyrinth

 MEX/E/USA 2006

El Laberinto del Fauno

Fantasy 23.02.2007 114 min.
8.20
Pans Labyrinth

Guillermo del Toros phantasievolle, emotional und visuell überwältigende Gothic-Fantasy-Erzählung ist eine wunderbare Parabel über die Macht der Träume.

In magisch-realistischen Bildern erzählt PANs LABYRINTH die berührende Geschichte der kleinen Ofelia, die mit ihrer hochschwangeren Mutter zum Stiefvater in eine ländliche Gegend Nordspaniens zieht. Der Stiefvater hat dort den Auftrag übernommen, im Jahr 1944 kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis zu ihm lassen Ofelia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten, welche von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert ist. In ihrem neu erschaffenen Kosmos findet das Mädchen nicht nur Zuflucht, sondern wird mit Ängsten und Träumen konfrontiert, welche ihr helfen, den Schrecken der Realität zu trotzen.

Del Toros ergreifendes Plädoyer für die Kraft von Liebe und Hoffnung begeisterte bereits auf den diesjährigen Festivals in Cannes, Toronto und New York.

Details

Maribel Verdu, Ivana Baquero, Sergi López
Guillermo del Toro
Javier Navarrete
Guillermo Navarro
Guillermo del Toro

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Feen, Faune und Alraune
    Die Frage, ob das im Titel erwähnte Labyrinth mit dem Hirtengott Pan oder einem Faun zu tun hat, ist obsolet. Man sieht das bocksbeinige Fabelwesen und kann sich seinen eignen Reim darauf machen. Es geht um Feen, Faune und Alraune.
    Hier wird die Welt der Fantasie mit dem Terror der Faschisten im Spanien unter Franco polarisierend gegen einander gesetzt. Das Ergebnis ist ein Gruselmärchen mit Ekeleffekten und blutrünstigen Grausamkeiten. Hier ist, Hauptmann Vidal (Sergi Lopez) der Stiefvater der Bösewicht und sein Gegenspieler ein guter Faun, der auf der Seite der kleinen Ofelia (Ivana Baquero) steht. Eine Widerstandgruppe bekämpft den machohaften Faschistenhauptmann. Hier profiliert sich besonders Mercedes (Maribel Verdú), deren Rolle an Facettenreichtum alle anderen überragt. Am Ende treffen beide Welten auf einander – die unsichtbare Welt befindet sich mitten in der sichtbaren und bleibt doch verborgen. Es gibt viele Tote, die dann aber zum Teil märchenhaft ‘erlöst‘ werden. In den letzten Einstellungen spielt Regisseur del Toro mit der Einsicht der Zuschauer, ob Ofelia überlebt oder nicht.
    Und die Moral von der Geschicht: Widerstand lohnt sich oder die Fantasie siegt letzten Endes über die Diktatur, Ideen gegenüber menschenverachtender Grausamkeit. Interessant. Die Oscars hat er allemal verdient.

  • oh boy..
    einer der schlechtesten und flachsten filme seit langem..!

    keine der figuren hat irgendwie tiefe bekommen, es ist VOELLIG ohne hintergrund warum sich alle so verhalten wie sie sich verhalten, es ist nur platt: der hauptmann ist grausam, die mutter krank, die haushaelterin hilft dem rebellierenden bruder, der arzt ist halt arzt, well..
    deshalb kommt auch null emotion rueber, oder empathie fuer eine der figuren, die uebers moralische rausgeht.

    und die geschichte mit den drei aufgaben um eine prinzessin zu werden ist ja auch wohl schon reichlich abgelutscht um noch irgendwen zu begeistern. wieder platt, ohne ein fuenkchen geist oder witz oder ueberraschung (immerhin ist es ja offensichtlich KEIN kinderfilm, oder?! da koennt man sich ja ein bissl mehr sophistication erwarten..)

    fuerchterlich auch die inkonsistenzen, zb die dramatisch aufgebaute schlafmittel-flasche, die ja dann doch eigentlich null effekt hat, der eindruck, dass es nur eine handvoll arme rebellen gibt, aber am ende sind sie ploetzlich unglaublich in der ueberzahl, der "pan" (ok, das uebergeh ich jetzt einfach), der einmal sagt "nö, alles vergeigt, vergiss es prinzessin zu werden", und eine nacht später - wieder ohne jeden nachvollziehbaren hintergund! - "na ok, habs mir ueberlegt, kriegst noch ne chance".

    die brutalität in form und haeufikeit unnotwendig, dass der hauptmann sehr sehr sehr sehr boese is, hat man ja wohl schnell kapiert. aus unerfindlichen gruenden ist auch alles was sich in der kindlichen fantasie abspielt fuerchterlich schlatzig und schleimig, was sich eigentlich im gesamten sound durchzieht.

    ok, gut war die animation, muss man lassen.

  • Anspruchsvolles Märchen 1
    Die Handlung kurz umrissen:

    General Franco herrscht in Spanien in den 40 er Jahren. Die Geschichte spielt um 1944. Der Hauptmann VIDAL ist sein größter Bewunderer, es ist Bürgerkrieg in Spanien, Guerilla Kämpfer wollen Freiheit von der Herrschaft des Schreckens, VIDAL glaubt an eine Oberherrschaft der reinen Rasse. CARMEN VIDAL und Ihre Tochter OFELIA besuchen das Lager der Leute rund um VIDAL, den zukünftigen Ehemann von CARMEN.

    Sie ist hochschwanger und nimmt die beschwerliche Reise auf sich. Ihre Tochter OFELIA hat von Anfang an schon ein schlechtes Gefühl. Angekommen werden sie alle nicht gerade herzlich empfangen. Es ist dauernd Krieg, und OFELIA hat keine Lust VIDAL als Vater anzuerkennen.

    In der Mühle werden die Neuankömmlinge von der Haushälterin MERCEDES und dem Arzt des Hauses, Doktor FERREIRO, umsorgt. Beide sympathisieren allerdings mit dem Feind von VIDAL, wie Ofélia bald herausfindet, mit den Rebellen und versorgen sie mit Proviant, Medikamenten und Informationen.

    OFELIA kommt unerwartet in ein Labyrinth und entdeckt neben Elfen auch den PAN. Er erzählt ihr das sie eine Königin sei.

    Meine Meinung:

    115 Minuten, zuerst mal das negative. Der Film ist zu kurz, er ist anspruchsvoll, das märchenhafte eines Tim Robbins fehlt etwas, die Geschichte ist teilweise sehr hart, 8 ¿ 10 Grausamkeiten konnte ich ausmachen die man aber nicht zu lange und wenn dann nur abgedunkelt gesehen hat. Der Film bietet einige Nebenstränge. Zuerst mal die Story mit Ofelia und dem Faun, den man ja aus der Welt rund um Narnia kennt, dann eine Menge an Romantisch ehrlichen realistischen Szenen a la ¿Der Zauber der Malena¿, immer sind es Frauen die leiden. Leider.

    Der Film ist nicht kompliziert, ist auch nicht einfach, aber das ist es ja, keine leichte Kost und somit gut, oder doch nicht? Umsonst hätte ja der Film dann doch nicht 13 Goya Nominierungen bekommen, der spanische Oscar und 6 Oscar Nominierungen, und 3 hat er dann gewonnen oder doch nicht? Nun ich finde Guillermo del Toro hat eine ausgezeichnete Fantasie die er ja mit ¿Hellboy¿ schon gekonnt bewiesen hat, aber warum war der Film mit so wenigen Special Effekten durchsetzt?

    Alles was man darüber erzählen könnte wäre ein Spoilern, darum muss ich mich kurz halten. Wenn man denkt das die Story 1944 in Spanien, geführt von Massenmörder Franco, spielt, alles sich in einer Art Mikrokosmos abspielt, ist das ganze dann doch recht interessant, und wirkt wie eine Art Kammerspiel. Sicher nicht einfach eine Story rund um das ganze Tohuwabohu zu drehen. Das langweilige Leben von Hauptmann Vidal, der hat ja kein einfaches Leben, muss er doch Sklavenähnlichen Soldaten täglich befehlen Partisanen zu töten, die gegen die Militär und Schreckensherrschaft von Franco kämpfen.

    Anfangs war ja der Film schon arg als er einen Kaninchenjagenden Bauern getötet hat, aber auch hier war mir klar, der Mann ist kein einfacher Massenmörder, er ist davon überzeugt, ein Idealist, und so wirkt der Schauspieler auch, er will perfekt sein, seinen Lebenstraum von einem freien Spanien ausleben, das ihm sehr wichtig ist. Eine Art Herrenrasse, so fühlt er sich, so will er es machen. Und da ist auch ein Überfall auf die Hilfsgüter vom Roten Kreuz einberechnet.

    Sehr interessant war es zu sehen wie Ofelia, die Stieftochter vom Hauptmann Ihrer Fantasie nachgibt, so rein, so unschuldig, direkt eine Augenweide, denn hier in diesem Film hat jeder Blut auf den Fingern kleben, und die Mutter von Ofelia, über die hat man wenig erfahren, nur das Ihr Exmann Schneider war, und sie nach langer Zeit den jetzigen Ehemann kennen gelernt hat, der sich einen Nachfolger wünscht, einen Sohn auf alle Fälle keine Tochter.

    Mähr für Erwachsene - Teil 3
    Natürlich werden einige Personen sagen das ist doch wie bei ¿Peter Pan¿ aber hier sind die Ähnlichkeiten deswegen nicht so stark, obwohl auch so kleine Elfen vorkommen, denn die Elfen sind realistischer, gemeiner oft, tückischer, anders gezeichnet, und ich bin froh das sie kein Deutsch gesprochen haben.

    Übrigens, Der altgriechische Gott Pan (dessen römisches Äquivalent der Gott Faun ist) war ursprünglich der Gott der Hirten und ihrer Herden, bevor er allgemein mit Fruchtbarkeit und Natur verbunden wurde. Pan repräsentiert die ¿Ganzheit' der Natur, das Gute wie das Böse, ohne eine moralische Balance. Er ist im Grunde eine neutrale Figur, die sowohl Kreation als auch Destruktion hervorbringen kann.

    Als Sohn des Hermes und der Nymphe Dryope (oder nach anderen Legenden von Hermes und Penelope, der Frau von Odysseus), wurde er mit den Beinen und den Hörnern eines Ziegenbockes geboren. Als seine Mutter ihn aufgrund seiner monströsen Erscheinung verstieß, nahm sein Vater Hermes ihn mit auf den Olymp und verlieh ihm so Götterstatus. Pan jedoch mochte den Olymp nicht, denn die Götter machten sich über sein Aussehen lustig, und so zog er es vor, mit Satyren, Nymphen und anderen Naturgottheiten tief in den Wäldern von Arkadien zu leben. Die für Pan typischen Doppelflöten sind nach der Nymphe Syrinx benannt, in die er unsterblich verliebt war. Um seinen Nachstellungen zu entgehen, verwandelte sie sich aber in einen Schilfrohrbusch. Außer sich vor Wut, auf diese Weise ausgetrickst worden zu sein, stutzte Pan die Zweige des Busches auf verschiedene Längen zu und fertigte aus ihnen seine Flöten.

    Pans schlechter Ruf beruht auf seinem größtenteils unangenehmen Charakter. Er hasste es, aus dem Schlaf geweckt zu werden, erhob sich dann wütend und ließ einen schrecklichen Schrei ertönen, der in den Herzen derer, die ihn hörten, Angst und Panik auslöste. Nichts ahnenden Sterblichen erschien er ohne Warnung und löste damit oft einen tödlich wirkenden Schrecken aus. Auch war Pans sexueller Appetit legendär: Nymphen, Göttinnen und Satyre wurden zu seinen Lustobjekten. Zusammen mit seinen physischen Charakteristika bildete dieser Ruf zweifellos die Inspiration für die Christen des Mittelalters, seine Attribute dem Satan zuzuweisen, ihn zu dämonisieren und in ihrem ständigen Kampf gegen das Heidentum und andere Traditionen zu nutzen.

    Pan ist der einzige Gott, der je sterben konnte. Sein Ableben kann als Symbol des Jahreszeitenzyklus interpretiert werden, wie der Weg vom Sommer über den Herbst bis hin zum Winter.

    Und jetzt kommt¿s, der Film hat 20 Millionen US $ nur gekostet, 35 Millionen eingespielt und beim Filmfestival in Cannes hat der Film sage und schreibe 22 Minuten Applaus bekommen.

    So jetzt noch ein Fazit:

    Anspruchsvoll, nicht einfach, teilweise ein bißchen brutal, märchenhaft, nicht lustig, realistisch und ernst, fantasyvoll, nichts für Kinder, märchenhaft und empfehlenswert

    90 von 100

    Gut gemacht - Teil 2
    Der Konflikt mit sich, das Gewissen, alles abgetötet, der Schauspieler hat das sehr glaubhaft gemacht. Er spielte meiner Meinung nach für diese Rolle recht gut. Auch muss ich dem Film zu Gute halten, das er sich nicht auf unwichtige Einzelheiten einlässt, wo man z.b. dann viele unwichtige Geschichten erfährt die für die Handlung nicht sonderlich wichtig sind. Hier ist mir vorgekommen als würde nur das gefilmt worden sein, was für die Handlung einträglich war.

    Sehr gut ist auch die Einbindung des tristen Lebens in die Feenwelt gezeichnet worden. Auch hier im ehemaligen Zauberreich, über das an in der Vorgeschichte das nötigste erfährt, ist nicht alles so Eitel Wonne. Die Gestaltung des Faun, einfach herrlich, man wurde nie klar, bis auf den Schluss, ist er jetzt gut oder schlecht. Ich finde das war eine wunderbare Verfilmung eines Fabelwesens, der nicht so kindisch wirkte wie in anderen Filmen so wie im Narnia Königreich.

    Was mich am Film gewundert hat, da leben Soldaten neben einem Labyrinth und sind noch nie auf die Idee gekommen dem ganzen nach zuforschen. Wieso? Oder da greifen Partisanen das Lager an, plündern den Speiseraum des Lagers, und benutzen einen Schlüssel den sie vorher von Ihrem Maulwurf bekamen, anstatt mit den nötigen Handgranaten zu sprengen, Wieso? Oder warum eigentlich sieht Ofelia so viele grässliche Dinge und erschreckt sich nicht? Oder wieso ist das Labyrinth in dem Film so wichtig gewesen, es war es eigentlich nicht, was ist die Vorgeschichte, woher kommen die Fabelwesen, und wieso gab es keine Verwunderungen von seitens der Soldaten, überhaupt als z.B. der Hauptmann ein bisschen von dem ganzen geschnuppert hat?

    Mich erinnert der Film auch an ¿Big Fish¿, eingebildete Dinge die wahr sind. Z.B. die Mutter ist krank, hat Blutungen, Fehlgeburt ist nahe, die Alraune soll Ihr helfen, die ihr der Pan gab, und sie wurde auch gesund, aber als der Vater sie sah, war die Alraune nur ne blöde Wurzel, und sie landete im Feuer und schrie dann, die Mutter wurde abermals krank und starb mir kam vor als würde Vidal das schon gehört haben oder die Mutter die ja im Zimmer war, oder war es vom Drehbuch beabsichtigt das einmal die kleine Ofelia das sah was wirklich ist oder nur das was eingebildet ist?

    Ich finde der Film ist durchgängig ein guter Strang, bietet eine stringente Erzählweise, hat ein herrliches bodenständiges Filmset, ist nicht überladen mit unnötigen CGI Effekten, hat wunderbare Bildübergänge, und eine gute Kameraführung die nicht wackelt und nur dann weg hält wenn zu viel Gewalt zu sehen wäre. Der gute Schnitt, die Kamera, die leider fehlende Musik, aber wenn sie da war hat sie gut in Szene gepasst, ja das alles wirkt sehr gut.

    Gut fand ich das die menschenverachtende Lebens und Denkensweise von Vidal so richtig realistisch und unumwunden gezeigt wurde, so ohne jeden Pathos, so richtig als überzeugender Massenmörder, doch trotzdem nie zu grausamer übertriebener Irrer, das was meiner Meinung nach eine gute Idee die in dieses Geschehen passte.

    Auch die Idee vom Vater von Vidal der im Krieg in Afrika damals starb, und seine Uhr gegen den Boden schmiss um zu zeigen wann er starb, da er überzeugt war, ein richtiger Mann stirbt nur im Kampf, der Sohn böse auf seinen Vater und auch eifersüchtig, das war ein kurzer selten aufflammender Konflikt der Filmfigur Vidal.

    Einige wenige Infos:

    Wenn man den Regisseur selber in einem Interview hören möchte: Wie auch schon früher in del Toros Filmen erwächst der Bezugsrahmen für PANs LABYRINTH weniger aus anderen Filmen, die ihn beeindruckt haben, sondern viel eher aus Literatur und Malerei. "Ich war immer schon sehr beeinflusst von dem spanischen Maler Goya, besonders von seinen ¿schwarzen' Bildern, die für mich seine beeindruckendsten sind. Das Gemälde von Saturn, der seinen Sohn verschlingt, war zum Beispiel eine der wichtigsten Inspirationen für Pale Man, eine der Hauptfiguren innerhalb des Labyrinths.

  • gut aber grausam
    Mir ging es auch so, dass ich etwas anderes, kindgerechteres, erwartet hatte. Hätte ich mich vorher genauer informiert, hätte ich mir den Film wahrscheinlich nicht angeschaut. Was aber schade gewesen wäre, denn er ist wirklich sehr gut. Nur, muss man halt darauf gefasst sein. Dreimal musste ich mir die Augen zuhalten, weil ich bei gewissen Szenen wirklich zart besaitet bin. Die Idee Drama und Fantasy zu vermischen finde ich sehr gut; irgendwie reisst es mich zum Vergleich mit Das Leben ist Schön (Drama mit Komödie) hin. Ich würde den Film empfehlen (auf keinen Fall Kindern!). Wirklich übertrieben und unnötig fand ich die Szene mit dem Mund... *würg*.


  • warum soll ich mir vor anschauen des filmes eine kritik/tipp reinziehen, das nimmt einem ja die spannung.

    was den film betrifft, ofelias verhalten/charakter ist mir etwas zu einfach gestrickt, ihre realitätsflucht ist zunächst wenig nachvollziehbar. erst durch die gewaltausbrüche ihres stiefvaters, die sie nicht direkt miterlebt, wird die bedrohung für den zuseher fassbar, erklärung ist das aber keine. das hätte man aber subtiler lösen können...


  • der film ist furchtbar und brutal! nachdem ich trailer (wo sowieso schon die besten fanasty-squenzen waren), das filmplakat sah und den inhalt las, hatte ich mir einen fantsyfilm erwartet, doch ich wurde eines besseren belehrt. absolut nicht zu empfehlen bzw. auf die leih-dvd warten und sich eine eigene meinung bilden.

    ja, dani, so is' es ..
    .. wobei ich nur raten kann die augen zu schließen, jedesmal, wenn jemand eine waffe zieht wird auch damit geschossen und getroffen (ein kleiner screen wäre da sicherlich einigermaßen hilfreich)

    .. grenzgenial finde ich die kostüme, die ausstattung und das set - aber auch der krasse gegensatz von real und phantasie wird hier in einen topf geworfen, kräftig gerührt und geschüttelt und was dabei raus kommt ist ein geniestreich höchsten grades .. nur, freiwillig schau ich mir diesen film kein zweites mal an

  • Re:
    schlecht isser ja nicht, nur schwer einzuordnen bzw zu verdauen. manche filme muß man öfter sehen um sie vollständig zu verstehen :)


  • Eines vorweg, dieser Film ist für KINDER (und manche Jugendliche) NICHT geeignet. Denn unwillkürlich assoziiert man beim Hören/Lesen von Kinder- und Märchenwelten angenehme und spannende Abenteuer. Weit gefehlt, hier geht es um eine andere Zwischenwelt, die des Partisanenkrieges. Mit unvorstellbarer Brutalität zeigt del Toros Wahrheiten, wo man sich fragt, ob man sie tatsächlich sehen wollte. Konsequent bis zum Ende...

    Re:
    Vorweg: Wer einen Film im Stil von "Eragon" oder "Herr der Ringe" oder gar "Harry Potter" erwartet, sollte sich diesen Film NICHT ansehen.
    Wer "(Kinder-)Märchen" mit "angenehmen, spannenden Abenteuern" assoziiert, sollte sich diesen Film auch nicht anschauen bzw. vorher erst wieder ein Märchenbuch zur Auffrischung hervor holen (aber möglichst die Originalfassungen und nicht die "entschärften" Versionen!).

    Hier geht es nicht um "Fantasy", sondern um die "Phantasiewelt" eines Kindes, das so versucht (wie übrigens alle Kinder bis zu einem bestimmten Alter) mit dem Alltag zurecht zu kommen. Im vorliegenden Fall sogar mit einem sehr brutalen, den der Film spielt in der Zeit unmittelbar nach dem Spanischen Bürgerkrieg - also als sich in Spanien eine brutale, faschistische Diktatur gerade "etabliert" (und bekanntlich bis 1975 an dauerte).

    Wer mit diesem "Wissen" in den Film geht, wird einen der besten Filme erleben wie eit langem keiner mehr im Kino zu sehen war.

    Re:
    Bin absolut deiner Meinung. Sind ins Kino gegangen, um einen schönen Fantasyfilm zu sehen, die Fantasy-Sequenzen dauern von den 1,5 Stunden des ganzen films vielleicht 20 Minuten, die anderen Szenen handeln von der Kälte eines psychisch kranken Mannes. Diesen Film hätte ich wirklich nicht sehen wollen, ist eher was für Horror-Film-Fans.

  • Ein modernes Märchen...
    für Erwachsene im Stil von Jan Svankmajer und Alice im Wunderland. Unglaublich gefühlvoll und visuell, inszeniert mit einer eigenen Schönheit mitten in den Gräuel des spanischen Bürgerkrieges. Gezeichnet von Gewalt, Gegengewalt, Hoffnungslosigkeit, Brutalität - bastelt sich ein Mädchen ihre eigene Welt. Das leider ein wenig schlampige Sounddesign entschädigt durch Momente des Mitgefühls und des mit bangens und der Freude über das Schönste, aber dann doch irgendwie traurige Finale.

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