Postman Blues

 J 1997

Posutoman burusu

Komödie, Krimi, Action 110 min.
7.60
film.at poster

Ein unscheinbarer Postbote begegnet einem Schulfreund, was ihn in Verbindung mit der Mafia bringt.

Sawaki ist ein harmloser Briefträger in den Vorstädten von Tokyo. EinesTages trifft er seinen alten Freund Noguchi wieder. Er weiß jedoch nicht, daß Noguchis Haus von der Polizei beobachtet wird, die Noguchi für einen Drogendealer hält. Irrtümlich fällt Noguchis kleiner Finger, der für seinen Boß gedacht war, in Sawakis Posttasche. AmAbend öffnet Sawaki einen der Briefe, die er hätte austragen sollen:Er ist von Sayoko, einem jungen Mädchen, das im Krankenhaus an Krebs stirbt. Sawaki besucht sie und verliebt sich in sie. Er lernt dort auch einen anderen Patienten kennen, den ProfikillerJoe. Wieder fällt Sawaki den übereifrigen Polizisten auf.Sie ziehen alle möglichen falschen Schlußfolgerungen, und der unwissende Sawaki gerät in ein haarsträubendes Schla- massel:Plötzlich ist er Staatsfeind Nummer eins, verwickelt in Drogenhandel und Mord. Jeder Polizist in der Stadt heftet sich an seine Fersen.Sabus Film ist eine willkommene Abwechslung im Yakuza-Genre. Nicht alle Rituale, die man üblicherweise als sakrosankt darstellt, muß man so tierisch ernst nehmen: Nogu- chis Finger, den der kleine Gangster sich abgeschnitten hat, um den Boß zu beeindrucken, rollt ausgerechnet und unbemerkt in Sawakis Posttasche und sorgt zu Hause beim Briefträger für ein paar absurd-deftige Situationen. Die Konkur- renz, in der die besten hitmen in einem Schießwettbewerb den "Killer of the Killers" unter sich aus- machen, ist auch nicht von schlechten Eltern:Natürlich darf die coole blonde Killerin aus WongKar-wais ChungkingExpress da nicht fehlen. Zitate wie dieses würzen Sabus ohnehin schon originelle Geschichte, der es an seltsamer Person- nage, strohdummen Cops und unerwarteten Wendungen beileibe nicht mangelt. (Kenichi Tsugawara)Text: Viennale 98

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Keisuke Horibe, Kyoto Toyama, Hiroyuki Tanaka, Ren Osugi, Shinichi Tsutsumi, u.a.
Hiroyuki Tanaka
Hiroyuki Tanaka

Kritiken

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User Kritiken

  • Jagd nach dem abgeschnittenen
    Es ist nicht die Langsamkeit der Bilder sondern die Eintönigkeit der Handlung. Es droht die Gefahr einzuschlafen, denn auch endlose Verfolgungsjagden ermüden auf die Dauer. Die unterschwellig verdeckte Komik erschließt sich uns nicht unbedingt und die blutigen Aspekte schrecken weder ab noch erwecken sie ein Horrorgefühl.
    Nur wer tapfer durchhält, erlebt auch noch den Schluss dieser Groteske, mit Auferstehung und makabrem Happy End. Etwas ratlos im unübersichtlichen Chaos drängt sich am Ende schon die Frage auf „Was soll’s?“
    Für manche ist Sabu Kult, für andere Zeitverschwendung. Ich neige eher zu Letzterem.