Ray (2004)

 2004 2004
Biografie 14.01.2005 152 min.
7.80
film.at poster

Der Film erweckt die wichtigsten Schlüsselmomente von Ray Charles' Biographie noch einmal zum Leben.

Wir sehen wie der junge, farbige und blinde Ray seinen ganzen Mut zusammen nimmt und als Teenager - völlig auf sich allein gestellt - in Florida einen Bus besteigt, der ihn quer durch die USA nach Seattle bringt, wo es ihm bald - dank seines überragenden Talents - gelingt, in der damals angesagtesten Jazz-Szene Amerikas Fuß zu fassen.

Wir erleben ihn, wie er sich abmüht seinen eigenen Musik-Stil zu finden, soziale Widerstände überwindet und schließlich bei Atlantic Records einen Schallplattenvertrag bekommt. Wir begleiten ihn bei seinem triumphalen Aufstieg zum gefeierten Weltstar. Doch es war nicht nur eine Zeit des Erfolgs und Ruhmes - auch zahllose Liebesaffären und Drogen spielten damals eine große Rolle.

Der Film feiert aber nicht nur die sensationelle Karriere eines der größten und einflussreichs-ten Musiker seiner Generation, sondern wirft auch ein Licht auf Rays unglückliche Kindheit. In seinem fünften Lebensjahr passierten gleich zwei Tragödien: Sein Bruder stirbt - und er wird blind. Traumatische Ereignisse, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben, seine Persön-lichkeit prägten, seine Emotionen beeinflussten - und seine Musik unsterblich machten.

Details

Jamie Foxx, Kerry Washington, Clifton Powell, Harry Lennix u.a.
Taylor Hackford
Craig Armstrong
James L. White
UIP

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • ein Frage, ein Tipp
    "RAY" ist ein toller Film, unvergesslich! Und wie ähnlich die Rolle gespielt wurde, kann man an der DVD sehen, die jetzt im handel erhältlich ist: ein Konzert mit Ray Charles 1963 in Brasilien! Die gleichen Bewegungen, das gleiche, allerdings sparsamere Lächeln, und außerdem die echte Margie als Sängerin.

    Eine Frage habe ich allerdings auch: Ray Charles hat gehinkt. Warum? Ist mir da etwas im Film entgangen? Es sah aus, als ob sein rechtes Bein kürzer war als das linke. Kann mir jemand die Antwort mitteilen?

    Gruß, Elisabeth

  • der beste Film
    dieses Meisterwerk ist der beste Film, den ich seit langem gesehen habe. Ich schließe mich den positiven Kommentaren der anderen an und möchte noch einen Schritt weiter gehen: Als großer Ray Charles Fan konnte ich nicht glauben, dass Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ein Thema so perfekt aufarbeiten und verinnerlichen können. Die schauspielerische aber auch die musische Komponente dieses Films harmoniert mit den perfekt in die jeweilige Zeit gesetzten Kulissen und Sets. Kleine Details wie Fehler in den Original(musik)aufnahmen werden im Film charmant in Geschichten verpackt. Habe den Film jetzt einmal auf deutsch und einmal auf englisch gesehen und kann beide Fassungen jedem empfehlen, der diese Musik mag!

  • Jamie Foxx ist Ray Charles
    Die Performance von Jamie Foxx ist das alles überstrahlende Kriterium dieses Films. Einfach brilliant.

    Die Story des blinden Musikers wird in kurzen Szenen erzählt, um ja möglichst viele Episoden und Musikstücke mitzunehmen. Dass dieser Staccato-Rhythmus nicht zum oberflächlichen Geplätscher führt, ist der Wahl der behandelten Grundthemen zu verdanken. Der rote Faden "Musik, Frauen, Drogen" zieht sich mit wechselnder Priorität durch den Film.

    Eigentlich mag ich keine biografischen Filme, da sie entweder zu viel erzählen oder zu viel weglassen. Für das Format Künstlerbiografie ist "Ray" gelungen.

  • absolut sehenswert
    Ein sehr guter Film, wirklich sehenswert. Angenehm unsentimental - und trotzdem in manchen Szenen sehr berührend, die Musik ist schlichtweg genial und hilft über manche Längen hinweg.
    Schauspielerische Leistung von Foxx ist außerordentlich, aber auch die Nebenrollen sind gut besetzt.

  • Gigantisch - Teil 1
    1979, viele Jahre nachdem er aus dem Südlichen Bundesstaat Georgia ausgewiesen wurde und nicht singen durfte, da er sich gegen den Rassismus einsetzte, hat man sich über ein Gericht öffentlich entschuldigt, und so ähnlich auch die nötigen Rechte der vielen unterdrückten Neger etwas wahrer genommen als sonst, und das Lied ¿Georgia on my Mind¿ ist bis heute die Nationalhymne, was eigentlich ein Abklatschsong war von einem gewissen Hoagy Carmichaels, aber das sie egal, weil Lieder klauen damals nicht so schlimm war wie in der heutigen Gesellschaft die durch Milli Vanilli Geschichten schon abgebrüht sind und Dieter Bohlen noch dazu kennen. Den Song hat er übrigens für ein Mädchen geschrieben das Georgia geheißen hat und das er kennen gelernt hat und sehr gerne hatte.

    Bevor ich zu der Filmbeschreibung komme, möchte ich noch ein paar Informationen über diesen wunderbaren, extraordinären, perfekten und unglaublichen, himmlischen, vom Himmel herabgestiegenen, tief gefallenen, und wieder auferstandenen, phantasmagorischen, Orgastisch bekraulten, voll Ekstase geschüttelten und mit einer wunderbaren elfenhaftigen Ehefrau ausgestattetem Mann erzählen wie er wirklich war.

    Am 23.10.1930 kam er in der Kleinen Stadt Albany, im Bundesstaat Georgia zur Welt, und verstorben ist er erst vor kurzem, leider, am 10.6.2004 in L.A. Er war nicht nur ein Wegbereiter des Rhytm & Blues, er hat auch als erster gewagt die heiligen Gospelklänge mit Blues zu verbinden, er hat Soul in die Popmusik gebracht, er hat Elvis und Die Beatles inspiriert.

    Ray Charles Robinson, so nannte er sich, er hatte einen Bruder der starbt, Georg, und er ist im Alter von 6 Jahren an einer Starerkrankung erblindet, was im Film wunderbar dargestellt wird. Ein großes Lob an die Mutter, die wie eine Löwin gegen Ihre Tränen gekämpft hat, und nicht eingegriffen hat, als Ray, schon fast erblindet niedergefallen ist, und sie ihn beobachtet hat wie er sich selbst wieder aufrappelt. Ihr Lebensmotto war immer auf eigenen Beinen zu stehen, und diese unglaubliche Frau hat ihm alles beigebracht was im Leben wichtig ist, den Glauben nicht zu verlieren, was leider bei ihm nicht gewirkt hat, und immer auf eigenen Beinen zu stehen, und der Beste zu sein.

    Und ich und meine Freundin haben fast geweint, sie eher mehr, als man sah wie schwer das der Mutter fiel, aber wie schon im Tierreich, um der Stärkste zu sein muß man erst tief fallen um von unten ganz nach oben zu kommen indem man einfach immer wieder aufsteht und kämpft so lange bis man der Beste ist.

    1947 ist er nach Seattle gezogen, das liegt in Washington, und er hat 1951 seine erste, wirklich fantastische Platte aufgenommen. Und ja am Anfang des Filmes habe ich mich ehrlich gesagt ein bißchen fadisiert, weil die ganzen Lieder, die Nat King Cole ähnlich waren, die sind mir ziemlich auf den Sack gegangen, da ich doch mehr die Rockige Ader der Musik bevorzuge, aber das hat sich wie gesagt mit dem Lied geändert, das er auf seine Erste Platte, eine Single, gepresst hat.

    ¿Baby let me hold your Hand¿ was wirklich ein wunderbarer Song war, und den er zu Ehren seiner Freundin gesungen hat, die er vor kurzem kennen gelernt hat, eine wirklich wunderbare Liebeserklärung, das die ehemalige Gospelsängerin etwas zur Verzweiflung brachte, weil sie ja ein gläubiger Mensch ist und auf Gospel so gorßen Wert legt und alles was da ein bißchen abschweift, vom Text her, und nicht mindestens 289 Amen hat und 489 Halleluja, ist für sie natürlich Teufelsmusik, aber da sie ihn ja geliebt hat, und wie jede brave Frau die Ihren Mann liebt auch nachgegeben hat, hat er sich damit durchgesetzt und auch Erfolg gehabt.

    Dort hat er das Erste mal auf den berühmten Quuincy Jones getroffen mit dem er leider nie eine Platte gemeinsam aufnahm. Der Berühmte Charles Brown war sein Vorbild, ein wunderbarer Sänger, aber eher mehr im stillen Bereich, und er hat dann eine Tournee gemacht, nicht weil ihm langweilig war, sondern er brauchte Geld und glaubte an sich s

  • Guter Film, brillanter Foxx
    Taylor Hackford hat vor einiger Zeit einen eher dummen Film über einen Profigeiselverhandler in Südamerika - mit Russell Crowe und Meg Ryan - gedreht. RAY ist ihm zum Glück durchaus gelungen: Ein durchaus ordentliches Biopic, das nur gelegentlich - durch die entsprechende Kamerarbeit - etwas nach Fernsehen aussieht. Atmosphäre wird nicht zuletzt durch die sehr präzise Ausstattung erreicht, die die Figuren in den zeitgenössischen Kontext passend einordnet. Exzellente Schauspieler dominieren jedoch den Film, allen voran Jamie Foxx, der schlicht unglaublich ist, der niemals eine Ray-Charles-Imitation oder gar Parodie vorlegt, sondern sich die Bewegungen und Eigenarten des vergangenes Jahr verstorbenen Originals auf unglaubliche Weise angeeignet hat. Jetzt versteht man die rudernden Arme von Charles: Das ist einer, der sich stets im Raum zu orientieren sucht, weil er in einer Branche werkt, in der es von Fallen nur so wimmelt. Schön auch, dass der Film keine hurrapatriotische Lobeshymne auf einen idealisierten US-Amerikaner bietet, sondern Abgründe im Leben von Charles deutlich anspricht. Man wird in Zukunft die berühmten Songs von Ray Charles nicht hören können, ohne sich nicht auch an diesen Film zu erinnern und die Umständer ihrer Entstehung zu bedenken.

    noch was:
    der film macht einem die unglaublichen belastungen der blindheit bewusst: meist denkt man "nur" an die unmittelbare beeinträchtigung (bewegen im raum, keine optischen genüsse, arbeit, sport etc). aber mindestens genauso schwer wiegt: wem kann ein blinder vertrauen - vor allem, wenn er keine dafür geeigneten familienmitglieder hat?

    Re:Guter Film, brillanter Foxx
    ja, genau so ist es. in manchen filmkritiken (nicht hier) werden optische schwächen des films hervorgehoben oder seine qualität auf die schauspielerische brillanz (nicht nur von foxx!) reduziert. ich halte das für irrelevant. mag sein, daß es gewäöhnungbedürftige schnitte gibt, keine opulente kamera (vermutlich mit absicht der filmemacher, es spielt ja in den 60ern) - die geschichte dieses mannes, die musik und diie schauspieler ziehen einen so in den bann, daß alles andere unwichtig wird. auch die hollywoodismen halten sich in grenzen - sogar die rückblenden (immer eine heikle geschichte) gelingen, bis vielleicht auf jene passage, in der dem erwachsenen ray charles, im delirium des heroin-entzuges, seine mutter erscheint: an dieser einzigen stelle mag der kitsch-faktor unangenehm hoch sein: das macht nix.