Requiem for a Dream

 USA 2000
Drama, Independent 05.10.2001 102 min.
Requiem for a Dream

Sara, ihr Sohn und seine Freunde auf der Abwärtsspirale der Sucht. Ob Fernseher, Diätpillen oder Heroin, Realitätsverlust ist allen Abhängigkeiten gemeinsam.

Die Witwe Sara Goldfarb ist fernsehsüchtig, ihr Sohn Harry und seine Freunde halten es mehr mit harten Drogen. Als Sara die Chance erhält, an einem Fernsehquiz teilzunehmen, geht ein Traum in Erfüllung. Sie nimmt sich vor, in ihrem Lieblingskleid aufzutreten und wirft sich dafür Diätpillen ein. Währenddessen schlittern Harry, seine Freundin Marion und ihr Dealer Tyrone immer tiefer in den kleinkriminellen Sumpf der Drogensucht.

Visuell exzessiver Film von Darren "Pi" Aronofski.

Details

Ellen Bursty, Jared Leto, Jennifer Connely, Marlon Wayans
Darren Aronofsky
Clint Mansell
Matthew Libatique
Hubert Selby Jr., Darren Aronofsky
Einhorn Film

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Totenmesse für die Träume
    Ein großartiger Film, der sich thematisch mit dem Drogenkonsum beschäftigt und außerdem ein Mutter-Sohn Verhältnis schildert. Dabei geht Darren Aronofsky bis an die Grenze des Erträglichen. Mit gekonnter Schneidetechnik und unter Einbeziehung von Zeitraffern (Zegg-Boom-Grrk) wird die Wirkung von Drogen eindrucksvoll dargestellt und durch Wiederholungen dem Zuschauer ins Hirn gehämmert.
    Sara Goldfarb (unglaublich Ellen Burstyn) wirft für einen Fernsehauftritt Appetitzügler mit Amphetaminen ein. Ihr Sohn Harry (Jared Leto), ein Junkie träumt davon durch Drogendeals reich zu werden und mit seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) ein Modegeschäft zu eröffnen. Der Titel weist den Weg.
    Wir sehen die Abwärtsspirale der Drogies. Mutter und Sohn werden parallel geschaltet. Jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam verlieren sie nach und nach die Bodenhaftung: Saras Möbel bewegen sich, Harry spritzt sich in die inzwischen offene Wunde am Arm und Marion muss sich prostituieren. Es treten Wahrnehmungsschwierigkeiten auf, alle drei halluzinieren. Die Zwangsläufigkeit ist erschreckend, vor allem weil von der Normalität ausgegangen wird. In letzter Konsequenz wähnt Sara den TV Moderator in ihrer Wohnung und sich selbst natürlich im Fernsehen. Einweisung und Elektroschocks können die Träumereien nicht beseitigen. Alle drei enden in der Embryostellung, während Mutter und Sohn ein letztes Mal in ihrem jeweiligen Traum entschweben. Sie gedenken noch einmal ihrer Träume, die in Wirklichkeit gestorben sind. Drum der Titel. Wahnsinn!

  • Beklemmend
    Wirkt der Film anfangs noch schemenhaft und fast wie eine Karrikatur (Visonen von fliegenden Keksen nach nur 4 Stunden fasten), steigert sich die Beklemmung minütlich. Ein klassisches antikes Drama, dessen unausweichliches Ende jedem klar ist, und aus dem es kein entrinnen gibt. Niemand hat Schuld, keine Rettung.

  • endlich auf video
    in manchen videotheken kriegt man den film, ansonsten muss man bis 8. februar warten ... ich kann nur eins sagen - video/dvd rein - anschaun - zurückspulen - anschaun ......

    ein meisterwerk!!! die visuellen effekte sind echt genial - genauso wie der schnitt und überhaupt alles ...

  • sehr empfehlenswert.
    ein sehr beklemmender, gut gemachter film. kommt meiner meinung nach zwar nicht ganz an "pi" heran, aber dennoch sehr empfehlenswert!

    Re: sehr empfehlenswert.
    Hi!

    Pi kenn ich - und du meinst, Requiem for a Dream kommt nicht ganz heran? Leider kommt der Film erst ab 23.11. nach Graz... *wart*

  • Thank you ...
    Ich komm grad von "Requiem for a Dream" - wow ... ich hab echt schon bei einem Film geheult ... ich war auch schon so richtig total verliebt ... aber all diese Emotionen verblassen gegen dass was sich nach dem FIlm in mir abgespielt hat ... es war ein Drücken auf der Brust - das Atmen wurde schwerer ... das Adrenalin durchschoss meinen Körper ... Endorphin - überall ... obwohl so schockierend und grausam der Film ... die Emotionen nach dem Film waren genial ... ich werde diesen Abend niemals vergessen ... So wundervoll und grausam zugleich - so extrem genial ... wenn ein Regisseur solche Emotionen in einem wecken kann wie die bei mir ... dann glaube ich hat er es geschafft ... Thank you Mr. Aronofsky for this experience!!!

  • homage for a nightmare
    obwohl die story doch sehr einseitig und moralisierend und der ausdruck antidrogenspot nicht ganz unzutreffend ist - haben mich die bilder irgendwo in meinem kleinhirn gepackt und während der ganzen dauer des films nicht mehr losgelassen.

    die intensität der schnellen schnittfolgen und der sich langsam verändernden farben gibt einem das gefühl in einer mischung aus hochschau- und (surrealistischer) geisterbahn zu sitzen. insgesamt ein sehr, sehr guter film dessen bildsprache und intensität die leichte eintönigkeit der story bei weitem aufwiegen...

    (im filmcasino gabs vor dem hauptact noch einen österreichischen kurz-stummfilm (copy shop) in körnigem schwarzweiß, der ebenfalls ausgezeichnet war)

  • Bemerkenswert...
    ... ist nicht nur der Film, sondern auch die bei allen Hauptcharakteren - trotz unterschiedlichster Ausgangspunkte - gleiche Art ihrer Geschichte: Alle gelangen an einen Punkt, der einen (als Zuseher) verleiten kann zu glauben/hoffen, es könne/würde nicht mehr schlimmer kommen. Doch es kommt schlimmer. Und schlimmer. Und nochmals schlimmer.

    Über die Notwendigkeit der letzten Sprosse dieser beklemmenden Leiter, die Übersteigerung ins Surreale (die Elektroschocktherapie z.B.) lässt sich vielleicht streiten - nicht jedoch, dass es sich hierbei um einen außergewöhnlichen Film handelt. Für mich ein Meisterwerk.

  • eine klare Empfehlung!
    Ein absoluter Topfilm! Aronofsky liefert nach dem bereits verdammt guten "Pi" jetzt sein nächstes Meisterwerk ab. Einen eindringlicheren Film habe ich in der letzten Zeit einfach nicht gesehen! Bleibt nur eine Frage offen - wie verdammt nochmal wird der neue Batman-Film und warum eigentlich Aronofsky??!! Sollte er seinem Regiestil treu bleiben, wird Batman an den amerikanischen Kinokassen der Flop des Jahres werden. Ob Hollywood das riskiert? Aber gut, man wird sehen. Trotzdem nochmals : an diesem Film führt für jeden filmbegeisterten Menschen einfach kein Weg vorbei! Auf ins Filmcasino!

  • antidrogenwerbespot
    um ehrlich zu sein kann der film nicht besonders viel. einerseits der realitätsanspruch, im gegensatz dazu die kamerastricks und schnittspielchen, die nach zigfacher wiederholung fad werden und dem ganzen film einen touch á la jeanswerbung verpassen. schade, dass dieser fehler dann noch mit übertriebener brutalität und inszenierter grausamkeit überspielt und kaschiert wird. unnötig grausam, zu slick und schick das ganze. trotz guter ideen und tollen schauspielern (kühlschrank und mutter) leider eine enttäuschung.

    Re: antidrogenwerbespot
    ist aber echt der ärgste film den ich je gesehen hab. haben ihn in einer sneak vor monaten in salzburg gesehen, und einer meiner freunde ist dann einfach aufgestanden und hinausgegangen, weil der film so arg war....

    Re: antidrogenwerbespot
    typischer fall von hollywoodverseuchter meinung - ist wahrscheinlich ohnehin besser wenn du bei filmen wie notting hill, matrix & co bleibst - die dürften deinen ansprüchen genügen...

    (glaubst du nicht dass durch die sich wiederholenden, exakt gleichbleibenden szenen ein guter visueller zusammenhang zum drogenalltag herbeigeführt wurde?? zu behaupten, der film habe einen touch von jeanswerbungen ist ähnlich der behauptung "dieser löffel ist wie mein auto, denn das ist auch silber"... beides hat nicht das geringste miteinander zu tun....)

    naja, egal - dieser film muss gesehen werden und bietet endlich etwas hoffnung, dass das amerikanische kino nicht bald völlig in der versenkung verschwindet

    philipp

    Re: Re: antidrogenwerbespot
    Ich würde nicht sagen, dass diese Meinung "hollywoodverseucht" ist. Im Gegenteil, es ist eine Meinung, die man sich auch mal kurz durchdenken sollte. Man kann zu einer solchen Meinung kommen, wenn man es nicht schafft, den Film auf einen wirken zu lassen. Das ist jetzt kein Urteil, so etwas kann passieren. Technisch betrachtet hat der Film zig Wiederholungen. Und die Schnitte erinnern auch an Musikvideos - ein Gefühl, das durch den genialen Soundtrack verstärkt wird.
    Wenn man sich jedoch auf den Film einlässt, wenn die Ereignisse der Handlung, wenn die filmischen Mittel, die Aronofski einsetzt, wenn der Soundtrack und die beklemmende Athmosphäre es schaffen diese Membrane zu durchstoßen, die die Trennwand zwischen "Film gesehen" und "Film erlebt" bedeutet, dann kann man nur zu einem Resultat kommen: Ein Meisterwerk. Absolut.

Seiten