Resist - To be with the living

 Belgien 2003
Dokumentation 
film.at poster

Dokumentation über die Off-Theatergruppe Living Theatre.

Die legendäre Off-Theatergruppe Living Theatre reist seit mehr als fünfzig Jahren durch die Welt um Zeichen zu setzen, politisches Bewusstsein zu schaffen, die Welt zu verändern. "Paradise Now!" Machen ihre radikal pazifistischen und anarchistischen Ideale heute noch Sinn? Einmal Avantgarde, immer Avantgarde: "Not in my name" heißt ihre neueste Produktion.

Details

Judith Malina & Living Theatre
Dirk Szuszies, Karin Kaper

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Also Herr Baiersdorf,
    einen Film als antisemitisch anzuschwärzen, weil das "irgendwie zwischen den Zeilen" stecke, ist doch ganz schön unverschämt. Ich kann nichts dergleichen in dem Film finden. Er bezieht doch eindeutig Stellung: für Frieden und für absolute Gewaltlosigkeit, für Vielfalt und für Miteinander. Tut mir Leid, aber Ihren Kommentar empfinde ich als denunziatorisch.
    Wen interessiert, dass es auch heute noch Menschen gibt, die weltweit agieren und dabei nicht von Geld- und Machtinteressen, sondern allein vom Ideal des Friedens und der Freiheit geleitet werden, der sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

  • Antisemitisch????
    Was hier mein Vorredner ablässt, kann man nur als groben Unfug werten.

    Zunächst ist die ich die Gleichsetzung von Antisemitisch und Antiisraelisch ein Schuss in den Ofen.

    Im Film kann ich nicht eine Stelle finden die Menschen oder ein Volk und erst recht nicht das Jüdische diskreminieren. Gleichwohl findet sehr wohl eine kritische Auseinandersetzung mit der Handeln der israelischen Regierung statt.
    Das muss erlaubt sein! Mehr noch: Genau das ist doch das Thema!
    Die gelebte Kritik an den Herrschaftsstrukturen entspricht dem Selbtverständnis des Living Theatre, was der Film auf beeindruckende Weise in vielfältiger Weise zeigt.

    Besonders gut gefällt mir, dass die "Legende L.T." hier nicht überstilisiert und auf ein Podest gehoben wird, wo man sie gefahrlos aus der Distanz betrachten kann, sondern immer auch der Alltag dieser untriebigen Gruppe um Judith Malina durch die wirklich starken Filmbilder hindurchschimmern.

    Ich kenne jedenfalls kaum einen Film der in seiner Dramaturgie wie Aussage so sensibel und liebevoll Menschen zeigt, die sich in einem fast aussichtslos scheinenden Kampf und friedlichen Widerstand gegen die die Misstände in dieser Welt befinden.

  • Dipl.-Ing.

    Meinem Verständnis nach wird in dem Film das Living Theater für antisemitische Botschaften missbraucht!

    Der Film, der die Geschichte und Philosophie des großartigen Living Theater in sehr eindrucksvoller und gelungener Art darstellt, hat mich u.A. leider auch als antisemitisch beeindruckt. Die antisemitische Aussage sehe ich als eine zentrale und wesentliche Botschaft des Filmes. Sie ist, mehr oder weniger, "zwischen den Zeilen versteckt" zu finden, nimmt jedoch eine ganz wesentliche Rolle ein.
    Da der Film ein Bericht über das L.T. ist, beinhaltet er naturgemäß eine subjektive d.h. interpretierende d.h. kritische Aussage.
    Mein Vorwurf betrifft daher ausschließlich den Film und nicht das L.T. oder dessen Aussagen!
    Die unkommentiert am Höhepunkt des Filmes positionierte Aussage eines Ensemblmitgliedes, wonach "die Gründung Israels ein Fehler war etc.", sehe ich im Film missbraucht und durch die Art, wie sie hier zitiert wird, zu einer anti-semitischen (= anti-israelischen) Aussage umfunktioniert, instrumentalisiert.
    Kurz und vereinfacht, wie schon oben gesagt: meinem Verständnis nach missbraucht der Filmemacher das Living Theater für antisemitische Botschaften! Dies finde ich als gefährlich und inakzeptabel. In Deutschland oder Österreich ganz besonders.

    Düsseldorf, den 18.10.04


    Christof Baiersdorf
    Isenburgstr. 18
    D-40625 Düsseldorf
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    Fax: (+49) 0211 / 29 14 94 75
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    @ : c.h.baiersdorf@t-online.de

    Resist - To be with the living
    Sehr geehrter Herr Baiersdorf

    Ich bin eben über Ihre Kritik zum Film "Resist" gestolpert; nicht ganz ohne allergrösste Irritation!
    Ich habe den Film hier in Bern sehen dürfen. Und ich erlaube mir, mich Ihren ersten Zeilen anzuschliessen: Es ist ein sehr eindrucksvoller und gelungener Film!
    Aber antisemitisch? Antiisraelisch? Versteckte antisemitische Botschaften? Quatsch!
    Sie müssten, wenn Sie eine solche Kritik an einem Film üben, schon konkreter werden. Nur mit dem Hinweis auf die Aussage eines Ensemblemitglieds des Living bzw. dessen Art der Zitierung im Film ("... die Gründung Israels war ein Fehler ...") den Film als "antisemitistisch" zu bezeichnen, ist doch etwas übertrieben, oder?

    Neinnein, Herr Baiersdorf, der Film ist einfach saugut und sehenswert und Punkt.

    Bern, 4. Juni 2006
    m.baud@fallstatt.ch