Russlands Wunderkinder

Deutschland, 1999

Dokumentation

Seit den 30er Jahren werden in Russland systematisch musikalische Wunderkinder gefördert. Der Film zeigt das Leben dieser jungen Virtuosen, und das Leben nach Verblassen des Ruhms.

Sie heißen Lena, Nikita, Ira und Mitja. Sie meistern mit Bravour Konzertauftritte,
die selbst Nerven von erwachsenen Pianisten ruinieren würden. Wenn
sie auf dem Flügel Triller, Läufe und Sprungkaskaden hinzaubern, ist man
fassungslos: So unglaublich ist die Reife, mit der diese Kinder die schwierigsten
Klavierwerke interpretieren. Es ist ein Wunder, hinter dem jedoch mehrstündiges
tägliches Üben und eine große Tradition stehen.

Die Wurzeln dieser Tradition findet man in den dreißiger Jahren: Mitten im
stalinistischen Terror wurde die Musikerziehung in den Rang einer Staatsaufgabe
erhoben. Kein anderes Land hat seitdem so viele Virtuosen hervorgebracht
wie Rußland. Damals öffnete auch die Zentrale Musikschule am
Moskauer Konservatorium ihre Türen: bis heute noch die begehrteste Bildungsstätte
im Lande.

Auch Ira, Mitja, Nikita und Lena sind Schüler an dieser Schule. Lena, die seit
ihrem neunten Lebensjahr Konzerte in der ganzen Welt gibt, hat nicht einmal
ein eigenes Klavier zum Üben. Inzwischen siebzehnjährig, erlebt sie das
Drama, das vielen Wunderkindern widerfährt: Groß geworden, sind sie
plötzlich nicht mehr begehrt - es gibt viele erwachsene Musiker der Superklasse.

Berlinale 2000

  • Regie:Irene Langemann

  • Kamera:Sergej Astachov

  • Autor:Irene Langemann

Für diesen Film gibt es leider keine Vorstellungen.