Saint Jacques - Pilgern auf Französisch

 F 2005

Saint-Jacques... La Mecque

Komödie 07.03.2008 103 min.
6.50
Saint Jacques - Pilgern auf Französisch

Clara, Claude und Pierre sind entsetzt: Das Erbe ihrer Mutter wird erst ausbezahlt, wenn sie sich zusammen als Pilger auf den Weg nach Santiago de Compostela machen.

Schlimmeres können sich die drei kaum vorstellen, denn erstens können sie sich gegenseitig nicht riechen und zweitens geht ihnen wandern grundsätzlich gegen den Strich.

Doch das Geld können alle gut gebrauchen und so schliessen sie sich laut protestierend einer illustren Reisegruppe an. Dort müssen sie feststellen, dass sie beileibe nicht die einzigen widerwilligen Teilnehmer sind. Reiseleiter Guys Fernbeziehung steht kurz vor dem Kollaps, der junge Araber Saïd ist bloss der Liebe wegen hier und sein unbedarfter Cousin im Schlepptau wähnt sich auf dem Weg nach Mekka. Von Gruppendynamik keine Spur und alle haben sie viel zu viel Gepäck.

Aber kalte Duschen und Blasen an den Füssen fördern das Gruppengefühl. Der Weg nach Santiago de Compostela ist lang und die Reise dahin voller Überraschungen, Einsichten und harten Betten.

20 Jahre nach dem Publikumshit "Drei Männer und ein Baby " kehrt Regisseurin Coline Serreau mit SAINT JACQUES ... PILGERN AUF FRANZÖSISCH mit einer herrlich vergnügten Komödie auf die Leinwand zurück.

Details

Muriel Robin, Artus de Penguern, Jean-Pierre Darroussin, Pascal Légitimus, Marie Bunel, Marie Kremer u.a.
Coline Serreau
Madeleine Besson, Sylvain Dubrez, Hugues Le Bars
Jean-François Robin
Coline Serreau
Luna Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ich pilgere also bin ich
    Einer der vielen Filme über das Pilgern auf dem Jakobsweg. Hier sind es drei Erben: der Alkoholiker Claude (Jean-Pierre Darroussin), der Geschäftsmann Pierre (Artus de Penguern), der eine suizidgefährdete Alkoholikerin zu Hause hat und die ‘ausgebrannte‘ Lehrerin Clara (Muriel Robin). Hinzu kommen noch etwa fünf weitere Pilger und ein Führer.
    Wir sehen die üblichen Probleme einer Wallfahrt begleitet von bisweilen etwas bissigen Dialogen. Neben der wunderschönen Landschaft (auch die hat man erwartet) sind noch einige Traumsequenzen sehenswert. Beim Laufen und Reden entwickeln sich neue Beziehungen, ein schlichter Araber, der sich auf einer Pilgerfahrt nach Mekka wähnt (Originaltitel), lernt sogar lesen. Er spricht immer von ‘Santiago de Mekka‘. Natürlich stöhnt jeder unter der Last des Rucksacks
    Wie eine Wanderroute kommt der Film gleichbleibend angenehm nett rüber. Dazu ist die finale Pärchenbildung eigentlich überflüssig. Dass sich die zerstrittenen Geschwister am Ende alle wieder lieb haben, konnte man auch erwarten. Es wird etwas zäh. Der eigentliche Grund für den Trip geht fast verloren. Und wenn man am Ende nicht ganz genau aufpasst, wird man einen blitzartigen Hinweis nicht mitbekommen. Für Jakobspilger vielleicht eine Erinnerung an eigene Erfahrungen, für andere vielleicht ein interessantes Abenteuer in freier Wildbahn mit körperlicher Ertüchtigung. Mit Religion hat das Ganze auf alle Fälle nichts zu tun. Vielleicht pilgert man ja so auf Französisch?!

  • sehenswert
    menschlich berührend, weil auf humorvolle Art die menschlichen Schwächen aufgezeigt werden; die individuelle Geschichte, der Backgrodund des Einzelnen; die "Traumwelten" mit den wunderbaren mythologischen Bildern, die zum Psychologisieren der Innenwelt des Menschen einladen; die wunderbare Musik; tolle Aufnahmen des Jakobsweges; ein angenehmer Film mit Niveau und Unterhaltungswert - gute Mischung !