September (1987)

 USA 1987
Drama 82 min.
6.70
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Sechs Personen treffen sich zu einem Wochenende auf dem Land. Erotische Wirrnisse und ein düsteres Geheimnis werfen Schatten auf die gepflegten Konversationen. Melancholisches Kammerspiel von Woody Allen.

Die junge Lane (Mia Farrow) hat sich nach einem Selbstmordversuch in ein Landhaus in Vermont zurückgezogen und versucht, sich wieder zu fangen. Sie liebt den Schriftsteller Peter (Sam Waterston), der nach dem Tod seiner Frau das Vertrauen in sich selbst verloren hat. Ihn zieht es zu Lanes Freundin Stephanie (Dianne Wiest). Stephanie ist verheiratet, aber nicht glücklich mit ihrem Mann; sie fühlt sich ebenfalls zu Peter hingezogen und wehrt sich zugleich dagegen, um ihre Freundin nicht zu verletzen. Lane wird ihrerseits von dem Witwer Howard (Denholm Elliott) unbeholfen umworben. Lane hat immer unter ihrer dominierenden Mutter Diane gelitten. Hinter der dröhnenden Vitalität des einstigen Filmstars verbergen sich geheime Ängste vor dem Alter und Schuldgefühle; dennoch klammert sich Lloyd, Dianes Liebhaber, an sie, weil er sich bei ihr geborgen fühlt. Als Diane den jungen Schriftsteller drängt, ihre Biografie zu schreiben, werden bei Lane quälende Erinnerungen wach: Sie stand als 14-Jährige vor Gericht und war angeklagt, den Liebhaber ihrer Mutter getötet zu haben.

Details

Denholm Elliott, Dianne Wiest, Mia Farrow, Elaine Stritch u.a.
Woody Allen
Carlo Di Palma
Woody Allen

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Hausvekauf
    Trotz der prominenten Darsteller ist das Woody Allens langweiligster Film. Endlose Dialoge machen sich breit und bieten kaum Raum für etwaige Handlungen. Ihnen fehlt der so oft gerühmte Witz des Drehbuchschreibers. Es werden Belanglosigkeiten ausgetauscht, die oft haarscharf an Peinlichkeiten vorbeischrammen. Übergangslose Gespräche erwecken den Eindruck der Zufälligkeit und verhindern Kontinuität. Eine fleischlose Liebesbeziehung verdampft in ungewissen Albernheiten, die ins 19. Jahrhundert gehören. Und es gibt viel Leerlauf, den ein Kameraschwenk zu überbrücken versucht, weil es anscheinend nichts zu sagen gibt. Es scheint eine Hommage an Woodys damalige Frau zu sein: Mia Farrow. Das Plakat zeigt nur ihren Kopf. Dabei spielt sie sich nur selber: linkisch, unbeholfen, lebensuntüchtig. Einzig ihre Mutter Diane (Elaine Stritch) fällt mit ihrem Temperament aus dem Rahmen der versammelten Schlaftabletten. Sie nervt wenigstens! Neben ihr versucht noch Stephanie (Dianne Wiest) etwas auf der emotionalen Schiene einzubringen. Doch das Drehbuch lässt ihr kaum Spielraum.
    Dabei ist das die zweite Crew, mit der Woody Allen versuchte das Drehbuch zu verfilmen. Nicht auszudenken wie der erste Entwurf mit Sam Shepard, Charles Durning und Maureen O’Sullivan ausgesehen hat. Oder die haben den Braten gerochen und sich rechtzeitig verflüchtigt. Der ratlose Zuschauer erwacht in der letzten Viertelstunde als Mutter Diane sich mit ihrer Tochter über den Verkauf des Hauses streiten. Gäähn! Man muss ja auch nicht jedes Jahr (wie 1987) einen Film drehen. Allein der Soundtrack ist an diesem verunglückten Nichts neben so viel heißer Luft Balsam für die Ohren.