Sleuth

USA, GB, 1972

Dokumentation

Min.138

Der von Production Designer Ken Adam entworfene Irrgarten im Park des herrschaftlichen Hauses, in dem Milo Tindle (Caine) gleich zu Beginn den Hausherren Andrew Wyke (Olivier) suchen muss, ist das perfekte Symbol für diese Verfilmung des erfolgreichen Zwei-Personen-Stücks von Anthony Shaffer. Denn weil Tindle dem schon älteren Krimiautor Wykes die Frau ausgespannt hat, spielen die beiden - bis zum bitteren Ende - eine Reihe von ebenso verwirrenden wie für den Zuschauer vergnüglichen Charaden miteinander, um sich gegenseitig schwer zu demütigen. Großes Schauspielerkino, perfekt in Szene gesetzt von Mankiewicz, der einmal mehr sein Talent für die Umsetzung von Bühnenstücken mit scharfzüngigen Dialogen beweist. «Er lässt Olivier und Caine das Ritual der exzessiven gegenseitigen Demütigungen so erschöpfend auskosten, dass sich ein Gefühl der Betroffenheit einstellt, wo ein schlechterer Regisseur nur schadenfrohes Gelächter erzeugt hätte», schreibt H. C. Blumenberg. 2007 wurde SLEUTH, allerdings weitaus weniger erfolgreich, von Kenneth Branagh erneut verfilmt. Caine übernahm darin den Part Oliviers und stand nunmehr Jude Law gegenüber (der wiederum 2004 im Remake von ALFIE bereits einmal in Caines Fußstapfen getreten war).

  • Schauspieler:Laurence Olivier, Michael Caine

  • Regie:Joseph L. Mankiewicz

  • Kamera:Oswald Morris

  • Autor:Anthony Shaffer nach seinem gleichnamigen Theaterstück

  • Musik:Ken Barker, John Mitchell

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